Kita-Trägerschaft
Schwung für den Kita-Alltag

Walstedde -

Im Rat fällt die endgültige Entscheidung über die Trägerschaft für die neue Walstedder Kita. 24 Seiten hat das Konzept, mit dem die Elterninitiative St. Georg Ameke und der Sportverein Fortuna Walstedde sich darum beworben hatten. Darin geht es um „Bewegung als pädagogisches Prinzip“.

Sonntag, 10.02.2019, 22:00 Uhr
Auf dem Bolzplatz in direkter Nachbarschaft zu Sportstätten, Grundschule und Kita St. Lambertus soll die neue Kindertageseinrichtung entstehen.
Auf dem Bolzplatz in direkter Nachbarschaft zu Sportstätten, Grundschule und Kita St. Lambertus soll die neue Kindertageseinrichtung entstehen. Foto: Dietmar Jeschke

24 Seiten hat das Konzept, mit dem die Elterninitiative St. Georg Ameke und Fortuna Walstedde sich um die Trägerschaft für die neue Kita im Lambertusdorf beworben haben. Ein Konzept, das „nicht aus irgendeiner Schublade“ komme, sondern über das man sich „viele Gedanken gemacht“ habe, so Ann-Christin Buddes ( CDU ) Eindruck bei der Vorstellung im Sozialausschuss.

Tatsächlich haben sich die Verantwortlichen um den Vorsitzenden der Elterninitiative, Georg Feldmann , und Fortunen-Chef Clemens Kuhn viel Mühe gemacht, um möglichst detailliert aufzuzeigen, was die geplante Sport-Kita ausmachen soll. Bei der, das liegt in der Natur der Sache, besonderes Augenmerk auf das Thema Bewegung gelegt werden wird.

Und das ist, folgte man Kuhns Ausführungen in der Ausschuss-Sitzung, auch dringend nötig. „75 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren bewegen sich weniger als 60 Minuten täglich“, zitierte Kuhn aus der aktuellen „KiGGS“-Studie (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland). „Das ist alarmierend!“, so Kuhn, der folglich ein hohes Potenzial für Bewegungsförderung sieht. „Bewegung als pädagogisches Prinzip“, so solle demnach das Leitmotiv der neuen Kita lauten.

Sportstätten gleich nebenan

Auf dem Bolzplatz am Böcken soll das Gebäude – als Bauträger tritt erstmals bei einer Kita die Stadt in Erscheinung – entstehen, das hat der Bauausschuss vergangene Woche entschieden. Das macht auch Sinn. Schließlich soll eine Vielzahl von Angeboten gemeinsam mit dem Kooperationspartner Fortuna Walstedde, der seine Sportstätten gleich nebenan betreibt, organisiert werden.

„Das gesamte Vereinsgelände steht zur Verfügung“, betonte Kuhn. Fußball, Tennis und Turnen, beispielsweise im Rahmen von Elternaktionen, könnten auf den Plätzen und mit den vorhandenen Materialien umgesetzt werden. „Das schon vorhandene Angebot im Breitensport für Kleinkinder kann hier Pate stehen“, heißt es in dem 24-seitigen Konzept. „Anerkannter Bewegungskindergarten des Landessportbundes NRW“ soll die neue Einrichtung werden, und in einem weitergehenden Schritt noch um den „Pluspunkt Ernährung“ ergänzt werden.

Wünsche der Eltern

Ein geeignetes Gebäude mit Gruppen- und Bewegungsräumen, ein großer Außenbereich mit Spiel- und Turngeräten, regelmäßige Spaziergänge, die Nutzung der benachbarten Turnhalle, Ausflüge ins Schwimmbad Hamm-Heessen – oder im Sommer ins Erlbad Drensteinfurt: Diese Ideen finden sich im Konzept wieder, das als „innovativ und neu für den Raum Walstedde/Ameke“ bezeichnet wird. Es sei jedoch auch als „Richtlinie“ gedacht, die es zu aktualisieren und zu optimieren gelte – gerade auch im Hinblick auf die Wünsche der Eltern, die besonders in die Arbeit einbezogen und an Entscheidungen beteiligt werden.

Doch nicht nur Fortuna Walstedde soll als Partner der Kita fungieren. Auch mit der Lambertusschule und der Kita St. Lambertus, den örtlichen Kirchengemeinden, der Kulturscheune und dem Haus Walstedde sind Kooperationen angedacht. „Am liebsten wollen wir ein Netzwerk mit allen Vereinen im Dorf bilden“, betonte Clemens Kuhn. Als lokaler Träger bringe man ein hohes Maß an Engagement mit. „Wir stecken viel Herzblut in diese Sache“, betonten Feldmann und Kuhn unisono.

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