Nutzung in der Teamschule ist klar geregelt
Handy aus und ab in die Tasche

Drensteinfurt -

Für die meisten Schüler ist das Handy ein unverzichtbarer Begleiter in allen Lebensbereichen – auch in der Schule. Doch für ein friedliches Miteinander sowie als Maßnahme gegen Unterrichtsstörungen und Persönlichkeitsverletzungen ist die Nutzung vielerorts klar geregelt – auch in der Teamschule.

Montag, 11.02.2019, 22:59 Uhr
Vor dem Unterricht noch eben schnell die Nachrichten checken – und dann ab in die Tasche mit dem Smartphone. Denn auf dem Gelände der Teamschule ist die Handynutzung grundsätzlich untersagt, wie Leiterin Anja Sachsenhausen (kl. Bild) erläutert.
Vor dem Unterricht noch eben schnell die Nachrichten checken – und dann ab in die Tasche mit dem Smartphone. Denn auf dem Gelände der Teamschule ist die Handynutzung grundsätzlich untersagt, wie Leiterin Anja Sachsenhausen (kl. Bild) erläutert. Foto: Shutterstock/Jeschke

Mal eben ein Foto machen, schnell noch einen Filter drüber und ab damit in die Cloud, oder es in einem der zahllosen sozialen Netzwerke posten. So schnell kann’s gehen. Doch genau so schnell bewegt sich jemand im strafbaren Raum. Das Stichwort: Datenschutzgrundverordnung und das Recht am eigenen Bild.

Besonders sensibel sind Fotos von Kindern und Jugendlichen. Damit kommt der Nutzung von Smartphones gerade auf dem Schulgelände eine besondere Aufmerksamkeit zu. Deshalb sollte der Gebrauch verbindlichen Regeln unterliegen, denen sich alle Beteiligten, also Schüler, Lehrer und Eltern, gleichermaßen verpflichtet fühlen, wie Anja Sachsenhausen, kommissarische Leiterin der Teamschule, erklärt.

„In unserer multimedialen Welt nimmt das Handy als modernes Kommunikationsmittel einen hohen Stellenwert ein“, so Sachsenhausen. „Für die überwiegende Zahl der Schüler ist das Handy ein unverzichtbarer Begleiter in allen Lebensbereichen. Davon kann der Lebensraum Schule nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.“ Doch für ein friedliches und respektvolles Klima des Miteinanders, gegen Unterrichtsstörungen, Mobbing, Persönlichkeitsverletzungen und Straftaten müsse die Nutzung von elektronischen Geräten festen Regeln unterliegen.

Solche gibt es an der Teamschule schon von Beginn an. Sie besagen, dass ein Handy oder auch andere Geräte wie beispielsweise MP3-Player zwar mit in die Schule gebracht werden dürfen, sie aber ausgeschaltet und in der Tasche verborgen bleiben müssen. „Ausnahmeregelungen für die Nutzung während des Unterrichts, auf Ausflügen, Exkursionen und Wanderfahrten können von den Lehrkräften getroffen werden“, ergänzt die Schulleiterin.

Die Nutzung auf dem Schulhof ist also grundsätzlich untersagt. Bis zur Bushaltestelle vor dem Gebäude verläuft eine imaginäre Grenze. Nach dem Ende des Unterrichts darf das Handy außerhalb des Schulgeländes, nämlich ab der Bushaltestelle, genutzt werden.

Vor Lernentwicklungsprüfungen oder Tests muss das ausgeschaltete Smartphone dem Aufsicht führenden Lehrer übergeben oder in der Tasche verstaut werden, um Täuschungsversuche zu unterbinden. „Handys oder andere elektronische Medien – mit Ausnahme von Taschenrechnern – dürfen nicht am Körper getragen werden. Die Benutzung der Geräte gilt ansonsten als Täuschungsversuch“, führt Sachsenhausen aus.

Dem Recht am eigenen Bild kommt eine besondere Bedeutung zu. Foto-, Video- und Audio-Aufnahmen von anderen Personen seien ohne deren ausdrückliche Zustimmung verboten. „Sollten in der Schule erstellte Bild- und Tonaufnahmen unerlaubt in soziale Netzwerke oder auf öffentliche Videoplattformen eingestellt werden, greifen die internen Schulordnungsmaßnahmen oder die Maßnahmen gemäß Schulgesetz“, betont Anja Sachsenhausen.

In den unteren Jahrgangsstufen ist ein „Cybermobbing-Projekt“ fest in den Lehrplan integriert. Und auch sonst orientiert sich die Teamschule am Medienkompetenzrahmen NRW, der das Ziel hat, das Lernen und Leben mit digitalen Medien zur Selbstverständlichkeit im Unterricht zu machen. Ein Bestandteil sind etwa die i-Pad-Klassen, die es seit 2016 an der Schule gibt.

Und halten sich die Schüler auch immer an die Regeln in Sachen Handynutzung? „Tatsächlich kommt es regelmäßig zu Verstößen“, berichtet Anja Sachsenhausen, fügt aber sogleich hinzu: „Allerdings hatten wir keine größeren Probleme im Bereich von Cybermobbing oder Ähnlichem. Wir haben sehr aktive Medienscouts, die die Schüler in dieser Hinsicht beraten. Außerdem thematisieren wir Probleme sofort im Klassenrat.“

Aktuell sind die Vorgaben gerade in der Anpassung und Überarbeitung. „Die Schülervertretung hat da einige gute Tipps angeregt“, so die Schulleiterin. Mit Unterstützung der SV und der Medienscouts werde gerade ein Flyer entwickelt, der die Eckpunkte darlegen soll. Eine mögliche Idee sei zum Beispiel das Einführen des „Handy-Fastens“.

 

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