Peter und Carsten Sacher zeigen ihre Modelle
Großes schwarzes Ungetüm

Drensteinfurt -

Anfang April findet in den Dortmunder Westfalenhallen wieder die Messe „Intermodellbau“ statt. Die Drensteinfurter Peter und Carsten Sacher sind auch in diesem Jahr wieder dabei. Sie zeigen eine Auswahl ihrer Modelle, vor allem die im vergangenen Jahr neu gebauten Exponate.

Freitag, 15.03.2019, 23:58 Uhr aktualisiert: 16.03.2019, 00:00 Uhr
Peter Sacher hat einen Gussasphaltkocher samt Zugmaschine nachgebaut, wie sie in den 1950-er Jahren häufig auf den Straßen unterwegs waren.
Peter Sacher hat einen Gussasphaltkocher samt Zugmaschine nachgebaut, wie sie in den 1950-er Jahren häufig auf den Straßen unterwegs waren. Foto: Peter Sacher

Vom 4. bis zum 7. April findet wieder die weltgrößte Messe für Modellbau und Modellsport statt. In den Dortmunder Westfalenhallen zeigen mehr als 400 Aussteller über 20 000 Modelle. Händler bieten dort alles für das Bastlerherz, Hersteller zeigen ihre Neuheiten.

Die Drensteinfurter Peter Sacher und Sohn Carsten sind auch in diesem Jahr wieder als ideelle Aussteller eingeladen worden. Sie zeigen eine Auswahl ihrer Modelle, vor allem die im vergangenen Jahr neu gebauten Exponate. Zu finden sind beide in Halle sechs an Stand Nummer 6F22. Eins von Peter Sachers ausgestellten Modellen erinnert an die 1950-er Jahre, in denen die Bau- und Straßenbauindustrie Hochkonjunktur hatte.

„Für den Wiederaufbau der Städte und Straßen im Münsterland nach den verheerenden Kriegsschäden wurde alles an Baumaterial, darunter auch Gussasphalt, benötigt“, schreibt Sacher in einer Pressemitteilung. „Gussasphaltkocher, in denen eine siedend heiße, dickflüssige Teermasse für den Straßen- und Häuserbau aufbereitet wurde, gehörten zum Straßenbild der Nachkriegszeit. Ältere Mitbürger erinnern sich an die großen schwarzen Ungetüme, aus deren Schornsteinen dichter Rauch aufstieg. Arbeiter, die diese Maschinen bedienten und die heiße Masse in Eimern transportierten, waren nicht zu beneiden.“

Im Hafengebiet von Münster gab es die Firma Bernhard Levermann, die 1884 als Baustoffhandel gegründet wurde. Ab 1926 kam der neue Betriebszweig Gussasphalttechnik hinzu. Nach dem Krieg halfen drei ehemalige Wehrmachtszugmaschinen vom Typ Hanomag SS 100, alte und neue Gussasphaltanhänger und andere Fahrzeuge, die vielen Aufträge zu erfüllen. Im Jahr 2000 gab der Betrieb auf.

„Die Vorbilder meiner neuen Modelle sind eine der Hanomag-Zugmaschinen, die mit einer kurzen Pritsche versehen wurden, und der dreiachsige Jumbo-Gussasphaltkocher, hergestellt von der Firma Linnhoff aus Stadtoldendorf“, berichtet Sacher weiter. Beide Modelle seien wieder in Eigenbauweise aus Plastikplatten und ohne elektrisches Werkzeug entstanden. Die Modelle stehen vor der Kulisse des Drensteinfurter Marktplatzes im Jahr 1957. „Das Szenario ähnelt der Neugestaltung des Marktplatzes 2019 – nur nicht ganz so schlimm“, nimmt der Modellbauer mit einem Augenzwinkern Bezug auf die derzeitige Großbaustelle mitten in der Stadt.

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