Baugebiet „Mondscheinweg“
Platz für 192 neue Häuser

Drensteinfurt -

Nach rund einjähriger Planung stand das Baugebiet „Mondscheinweg“ am Montagabend auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt. Diskutiert wurde dabei unter anderem über die von einigen Bürgern befürchtete Lärmbelästigung durch den weiter zunehmenden Verkehr.

Dienstag, 19.03.2019, 22:59 Uhr aktualisiert: 20.03.2019, 14:38 Uhr
Das Baugebiet „Mondscheinweg“ beschäftigte am Montag den Fachausschuss: Ergebnis: Eine Lärmschutzwand entlang der Konrad-Adenauer-Straße soll es nicht geben.
Das Baugebiet „Mondscheinweg“ beschäftigte am Montag den Fachausschuss: Ergebnis: Eine Lärmschutzwand entlang der Konrad-Adenauer-Straße soll es nicht geben. Foto: Dietmar Jeschke

177 neue Einfamilienhäuser oder Doppelhaushälften und 15 Mehrfamilienhäuser, davon 70 beziehungsweise 13 im ersten Bauabschnitt: Nach jahrelangem Stillstand auf dem Grundstücksmarkt wird das künftige Baugebiet „Mondscheinweg“ schon ein ganz schöner „Brocken“.

Wie Stadtplaner Roger Loh vom Planungsbüro Tischmann-Loh den Mitgliedern des Bauausschusses am Montag weiter erläuterte, bietet das Areal entlang der Konrad-Adenauer-Straße damit Potenzial für die Schaffung von mindestes 270 und maximal 400 Wohneinheiten. Die wesentliche Planung hatte Loh bereits mit dem interfraktionellen Arbeitskreis ziemlich präzise im „stillen Kämmerlein“ abgestimmt (WN berichteten). In der jüngsten Sitzung ging es nun noch um einige – nicht unwesentliche – Details.

Wie etwa um das Thema „Lärmschutz“, den gleich mehrere Bürger im Zuge des Offenlegungsverfahrens angemahnt hatten. Zum Verständnis der Grünen, die in Sachen „Schallschutzreduzierung rund um die Adenauer-Straße“ bislang unzureichende Lösungen monierten. „Wir sollten langfristig denken“, ergänzte FDP-Mitglied Andreas Kurzhals, der die von Verwaltung und CDU bislang abgelehnte Lärmschutzwand entlang der „Westtangente“ als „vielleicht richtige Investition“ noch einmal ins Spiel brachte.

Dagegen, erklärte Bauamtsleiter Christoph Britten , spreche nicht nur, dass man den Charakter der Konrad-Adenauer-Straße erhalten wolle. Denn durch die Tatsache, dass eine mögliche Mauer bedingt durch den entlang des Areals laufenden Graben und die dahinter vorgesehene Wildhecke ein ganzes Stück von der Fahrbahn entfernt stehen würde, müsste sie mindestens vier Meter hoch sein, um überhaupt einen Effekt zu erzielen. Ganz abgesehen vom Problem des Widerhalls, den eine derartige Wand mit sich bringen würde, so Britten.

Bürgermeister Carsten Grawunder unterstrich dies. Denn schließlich wolle man den Anliegern, die bereits jetzt über zu viel Lärm klagen, nicht noch eine „Reflektorwand vor die Nase setzen“. Zudem, so Grawunder, habe man bereits „zig Mal“ mit dem Kreis über konkrete Maßnahmen zur Lärmreduzierung – etwas durch ein Nachtfahrverbot für Lkw – gesprochen. Bislang jedoch ohne den erwünschten Erfolg.

Steingärten vermeiden

Mehr Einigkeit als beim Thema „Lärm“ herrschte in den Reihen der Ratsfraktionen in Sachen „Steingärten“, die – so der einhellige Tenor – im künftigen Baugebiet weitestgehend vermieden werden sollen. Aber: „Steingarten ist nicht gleich Steingarten“, betonte Stadtplaner Roger Loh. Denn im Vergleich zu schlichtem „englischen Rasen“ sei eine Kombination aus Kies und Pflanzen im Vorgarten ökologisch viel wertvoller. „Es ist eine Frage des Verhältnisses“, so Loh. Sein Vorschlag: Am Mondscheinweg darf maximal 50 Prozent der Vorgartenfläche versiegelt werden. Die übrige Hälfte ist als Vegetationsfläche vorzuhalten, von der wiederum höchstens ein Drittel aus Steinen bestehen darf – ohne unzulässige Foliensperrschichten, versteht sich. Eine Regelung, die künftig für alle Einfamilien- und Doppelhäuser gelten soll, aber nicht für Mehrfamilienhäuser. Denn für diese, erklärte der Planer, sei der Stellplatzbedarf nun einmal wesentlich höher.

Ende 2019 sollen die Pläne stehen

Ziel der Planung zum Baugebiet „Mondscheinweg“ war es, rund zwei Drittel der Fläche für Einfamilien- und Doppelhäuser und den Rest für Mehrfamilienhäuser zur Verfügung zu stellen. Entsprechend sieht der Entwurf Grundstücksgrößen von 450 bis 650 Quadratmetern (Einfamilienhäuser) und zwischen 330 und 390 Quadratmeter für Doppelhaushälften vor. Die Nettobaufläche beträgt 10,7 Hektar, was einem Anteil von 64 Prozent am Gesamtareal entspricht. 2,7 Hektar entfallen auf Straßen und Wege. Hinzu kommen – wie berichtet – ringsherum Grünstreifen als Artenschutzmaßnahme. Der gegen die Stimmen der Grünen, die sich eine „hohe Verdichtung durch hochqualitativen Mehrfamilienhausbau“ gewünschten hätten, abgesegnete Planentwurf geht nun mit entsprechenden Änderungen in die erneute Offenlegung. Gibt es keine großen Einwände und Änderungen, dann soll nach der Sommerpause der Satzungsbeschluss gefasst werden. „Wir hoffen, dass bis Ende des Jahres zumindest auf dem Papier alles fertig ist“, erklärte Bauamtsleiter Christoph Britten auf Anfrage der FDP.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6482639?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Eiersuche mit Picknick
Insgesamt 11 000 bunte Ostereier haben Kinderherzen am Montag im Schlossgarten höhe schlagen lassen.
Nachrichten-Ticker