Kita-Neubau an der Blumenstraße stockt
Vor Mai geht‘s nicht weiter

Drensteinfurt -

Der Rechtsstreit um eine offene Grundschuld ist nun seit drei Monaten vom Tisch. Trotzdem ruhen die Arbeiten an der neuen Kita „Blumenstraße“ noch immer. Der Investor erklärt, warum.

Donnerstag, 21.03.2019, 23:56 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 00:00 Uhr
Da war die Welt noch in Ordnung: Anfang April 2018 hatten sich die Vertreter von Stadt, Kreis und Caritas gemeinsam mit dem Investor zum ersten Spatenstich für die neue Kita „Blumenstraße“ getroffen. Die Fertigstellung ist aber weiterhin nicht in Sicht.
Da war die Welt noch in Ordnung: Anfang April 2018 hatten sich die Vertreter von Stadt, Kreis und Caritas gemeinsam mit dem Investor zum ersten Spatenstich für die neue Kita „Blumenstraße“ getroffen. Die Fertigstellung ist aber weiterhin nicht in Sicht. Foto: Evering

Ringsherum laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Mit schwerem Gerät werden seit einigen Tagen die letzten Gewächshäuser abgerissen, um Platz für die Erschließung im künftigen Baugebiet Blumenstraße zu machen. Nur einen Steinwurf von den ehemaligen Gartenbaubetrieben entfernt herrscht allerdings gespenstische Ruhe, schlummert die Bodenplatte der künftigen Caritas-Kita doch weiter einsam vor sich hin. Und das wird sie wohl noch mindestens einen weiteren Monat lang tun.

Wie Bauunternehmer Bernd Horstkötter , der die neue Kindertagesstätte als Investor im Auftrag der Caritas bauen wird, erklärte, sollen die Hochbauarbeiten im Mai – und damit 13 Monate nach dem symbolischen ersten Spatenstich – beginnen. Geplante Bauzeit: Wohl mindestens ein Jahr – wenn denn alle Gewerke passend vergeben werden können. Und das sei angesichts der riesigen Nachfrage in der derzeit boomenden Baubranche längst nicht selbstverständlich, betonte Horstkötter.

Wie berichtet, hatte ein juristischer Streit um eine offene Grundschuldfrage während des Umlegungsverfahren im vergangenen Jahr dazu geführt, dass die Bauarbeiten auf der Kita-Baustelle ad hoc eingestellt werden mussten. „Wir standen damals Gewehr bei Fuß und wollten das Projekt zügig durchziehen“, erklärte Horstkötter. „Dann aber mussten wir von heute auf morgen unsere Sachen packen.“

Fertigstellungsdatum nicht zu halten

Die Folge: andere Aufträge, die nun erst einmal abgearbeitet werden müssen. Mit Konsequenzen für die weitere Kindergartenplanung in der Stadt, denn das nach der Beilegung des Rechtsstreites vor nun gut drei Monaten anvisierte Fertigstellungsdatum „Ende 2019“ ist definitiv nicht mehr zu halten.

„Diese Entwicklung bestärkt mich in der Entscheidung, für die Walstedder Kita selbst als Bauträger aufzutreten. Gott sei Dank gibt es dafür auch den Rückhalt aus der Politik“, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder im WN-Gespräch.

Derzeit, berichtete Stadt-Sprecherin Carolin Zulka, laufen bereits Gespräche mit dem für die Kinderbetreuung zuständigen Kreisjugendamt, wie die dringend notwendige Betreuung bis zur Fertigstellung des Neubaus geregelt werden kann.

Die Betreuung ist sicher gewährleistet.

Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder

Wie Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder erklärte, sei die Betreuung der derzeit in zwei Gruppen im „Containerdorf“ gegenüber dem Marienkindergarten untergebrachten Kinder bis zum Umzug in das neue Gebäude sicher gewährleistet. „Was sich verzögern wird, ist allerdings der Aufbau der dritten Gruppe“, so Sinder. Für die nämlich biete das Provisorium keinen weiteren Platz.

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