Open-Air-Ausstellung hat begonnen
Vorsicht: Rollende Eistüte!

Drensteinfurt -

Wer in den kommenden Wochen die Innenstadt durchquert, wird auf viele „kleine Menschen“ treffen. Auf 14 großformatigen Stellwänden zeigt die Fotokünstlerin Simone Thieringer auf Initiative der IGW interessante Perspektiven.

Freitag, 12.04.2019, 23:57 Uhr aktualisiert: 13.04.2019, 00:00 Uhr
Stellten das Projekt „Kleinstadtmenschen“ vor (v. re.): Bürgermeister Carsten Grawunder, die Stadtführer Manfred Blanke und Walter Gröne, Wirtschaftsförderin Ute Homann, Stadtführerin Petra Holler-Kracht, Heinz Gaßmöller und Martina Lammersmann von der IGW, Jana Uphoff vom Förderprojekt „8 Plus – Vital NRW“ sowie Stefan Werner und Nico Hummel von den Stadtwerken Ostmünsterland.
Stellten das Projekt „Kleinstadtmenschen“ vor (v. re.): Bürgermeister Carsten Grawunder, die Stadtführer Manfred Blanke und Walter Gröne, Wirtschaftsförderin Ute Homann, Stadtführerin Petra Holler-Kracht, Heinz Gaßmöller und Martina Lammersmann von der IGW, Jana Uphoff vom Förderprojekt „8 Plus – Vital NRW“ sowie Stefan Werner und Nico Hummel von den Stadtwerken Ostmünsterland. Foto: Dietmar Jeschke

Sie sind nur wenige Zentimeter groß, und wirken dennoch täuschend echt. Und sie eröffnen vollkommen neue, so noch nicht gesehene Perspektiven auf die schönen Ecken der Stadt. Das ist genau der Zweck der „Kleinstadtmenschen“, die bis Ende Juni viele Besucher in den Ortskern locken sollen. Trotz – oder gerade wegen – der Großbaustelle auf dem Markt, erklärte Wirtschaftsförderin Ute Homann am Freitagmorgen bei der Vorstellung des Kunstprojektes in der Alten Post.

Insgesamt 14 großformatige Plakatwände zeigen rund um Marktplatz, Kirchplatz, Wagenfeldstraße und Kulturbahnhof ungewöhnliche Alltagsszenen, die Fotokünstlerin Simone Thieringer mit kleinen Modellfiguren vor großen Drensteinfurter Motiven abgelichtet hat. Eine Frau auf einer Bananenschale oder ein älteres Paar auf der Schlossmauer: Liebevoll, witzig, geheimnisvoll oder auch skurril stehen die „Kleinstadtmenschen“ da und lassen dabei viel Raum für die eigene Fantasie.

„Die aus dem Modellbau entliehenen Figuren erhalten durch die Art der Darstellung und Aufstellung ganz neue Rollen zugewiesen“, erklärte Ute Homann. „So wird der ahnungslose Mann von einer Eistüte bedroht. Das betagte Liebespaar hält einen viel zu großen Ring in der Hand.“

Auf Wunsch mit Führung

Das Projekt, das auf Initiative der Interessengemeinschaft „Werbung für Drensteinfurt“ und mit finanzieller Unterstützung der Stadtwerke Ostmünsterland und des Förderprojekts „ „8 Plus – Vital NRW“ im Kreis Warendorf umgesetzt wurde, lädt zu einem munteren Rundgang ein – auf Wunsch auch mit Führung. Morgen beginnend, wird während der Ausstellungsphase jeden zweiten Sonntag ein Rundgang angeboten. Start ist jeweils um 14 Uhr am Kulturbahnhof. Zudem laden die Stadtführer Manfred Blanke, Walter Gröne und Petra Holler-Kracht kleinere und größere Gruppen zu individuellen Stadtführungen ein, die über Wirtschaftsförderin Ute Homann, ✆ 99 51 35 sowie per E-Mail unter u.homann@drensteinfurt.de, vereinbart werden können.

Mitmachen erwünscht

Begleitet wird die Ausstellung zudem von einigen besonderen Mitmachaktionen. So sind Foto-Fans aufgefordert, die frisch gesammelten Inspirationen selbst in die Tat umzusetzen. Zum Preis von fünf Euro gibt es in der Bücherecke, im Geschäft „Markt 1“ sowie im „Ihr Platz“ eine kleine Figurengruppe mit dem Namen „Zwiegespräch“, die es gilt, vor unterschiedlichen Ortsmotiven abzulichten. Maximal drei Motive pro Person können bis zum 10. Juni an kleinstadtmenschen@drensteinfurt.de eingesandt werden. Die Teilnahme lohnt sich, gibt es doch auch etwas zu gewinnen. Den drei besten Fotografen spendieren die Westfälischen Nachrichten als Medienpartner der Aktion Gutscheine für den WN-Ticketshop in Höhe von 50, 75 und 100 Euro.

Außerdem sind Kinder bis zehn Jahren zum „Wettbewerb für kleine Rechner“ eingeladen. Wer ermittelt hat, wie viele Figuren auf allen 14 Fotowänden dargestellt sind, kann gleichfalls tolle Preis gewinnen.

Lesung am 23. Juni

Ergänzt wird die Ausstellung am Sonntag, 23. Juni durch eine Lesung mit Christian Nachtigäller. Um 15 Uhr liest der Telgter Autor vor der Alten Post eine Geschichte, die er zu einer der Fotoplanen geschrieben hat. „Ausstellungsbesucher können ebenfalls Geschichten zu Szenen schreiben und sie vorab beim Autor einreichen“, erklärt Ute Homann. „Er liest dann eine Auswahl der eingegangenen Texte vor.“ Die Texte sollen bis zum 10. Juni an nachtigaeller@web.de geschickt werden.

 ► Weitere Infos zu Stadtführungen und Wettbewerben gibt es im eigens erstellten Flyer, der in der Stadtverwaltung, in der Alten Post sowie in zahlreichen Geschäften ausliegt.

Fotografin und Figuren

Die liebevoll gestalteten und überaus lebendig wirkenden, maßstabsgetreuen Miniaturfiguren werden seit 1949 in der Kleinkunst-Werkstatt Paul M. Preiser im fränkischen Steinfeld bei Rothenburg ob der Tabuer gefertigt. Die Fotografin Simone Thieringer nutzt die ausdrucksstarken und wirklichkeitsnahen Plastiken, um bei ihren Inszenierungen die Perspektiven zu verschieben. Die üblichen Dimensionen werden dabei aufgehoben, so das die Aufnahmen wie Montagen wirken, obwohl sie keine sind. Ähnliche Fotogeschichten wurden bereits in Telgte, Ibbenbüren und Tecklenburg umgesetzt. Weitere sind in Rothenburg sowie auf Borkum und im Sauerland geplant

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