Städtepartnerschaft mit Ingré
Drensteinfurter Delegation unterwegs ins Tal der Loire

Drensteinfurt -

Eine fast 50-köpfige Delegation hat sich gestern Morgen auf den Weg ins französische Ingré gemacht. Die seit nunmehr fast vier Jahren angestrebte Städtepartnerschaft mit Drensteinfurt soll dort am Donnerstagabend in einem feierlichen Rahmen endgültig besiegelt werden.

Mittwoch, 08.05.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 15:36 Uhr
Rund 50 Drensteinfurter starteten am Dienstagmorgen in Richtung Frankreich. Dort soll am Donnerstagabend in feierlichem Rahmen die nun seit fast vier Jahren angestrebte Städtepartnerschaft zwischen Ingré und Drensteinfurt formell besiegelt werden.
Rund 50 Drensteinfurter starteten am Dienstagmorgen in Richtung Frankreich. Dort soll am Donnerstagabend in feierlichem Rahmen die nun seit fast vier Jahren angestrebte Städtepartnerschaft zwischen Ingré und Drensteinfurt formell besiegelt werden. Foto: Dietmar Jeschke

Die gute Stimmung dürfte manchem „Städte(R)freund“ noch bestens in Erinnerung sein. Kein Wunder, herrschte beim jüngsten Besuch der französischen Delegation zum großen Fest anlässlich des 425-jährigen Bestehens des Bürgerschützenvereins doch wahrlich „Kaiserwetter“.

Dass dies beim Gegenbesuch in dieser Woche gleichfalls der Fall sein wird, ist ziemlich unwahrscheinlich. Denn: Bei maximal 17 Grad soll es in der Region „Centre-Val de Loire“ – wie auch in der Heimat – recht frisch und dazu eher regnerisch bleiben. Der Stimmung der knapp 50 Drensteinfurter, die sich am frühen Dienstagmorgen auf den Weg in Richtung Frankreich gemacht haben, tat das jedoch keinen Abbruch.

Bereits um 6 Uhr startete der Bus an der Dreingau-Halle, um die knapp 700 Kilometer bis zur künftigen Partnerstadt Ingré „unter die Räder zu nehmen“. Am späten Nachmittag traf die Gruppe dort ein und wurde von den Gastfamilien in Empfang genommen, während es für die offizielle Delegation der Stadt um Bürgermeister Carsten Grawunder ins Hotel ging. Nach dem Abendessen erwartete die Drensteinfurter bereits ein erstes Highlight ihrer viertägigen Visite: ein Besuch der prächtig beleuchteten Türme der Kathedrale im benachbarten Orléans, das übrigens ganz nebenbei Partnerstadt der Westfalenmetropole Münster ist.

Visite im Rathaus

Am heutigen Mittwoch steht für die Delegation zunächst eine Visite im Rathaus von Ingré an, bevor die Reisegruppe den Umzug zum 8. Mai – dem Tag, der im Jahr 1945 das Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete – teilnehmen wird. Danach geht es erneut nach Orléans, wo der 8. Mai eine weitere besondere Bedeutung hat. Er markiert das Datum, als die französischen Truppen im Jahr 1429 unter der Führung von Jeanne d‘ Arc die englische Armee aus der Stadt vertrieben. Zu Ehren der kurz darauf hingerichteten, später jedoch heiliggesprochenen „Jungfrau von Orléans“ wird der „Tag der Befreiung“ alljährlich am 8. Mai groß gefeiert.

Die Höhepunkte der Reise stehen dann am morgigen Donnerstag auf dem Programm. Nach dem Frühstück im Hotel und in den Gastfamilien geht es nach Chambord, wo das berühmte, in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von König Franz I. errichtete Jagdschloss besichtigt wird. Der Prunkbau, mit dem 1509 begonnen worden war, diente über Jahrhunderte als Symbol der Macht Frankreichs und ist ganz nebenbei das größte der bekannten Schlösser im Loire-Tal. Während der großen königlichen Jagden beherbergte es mehrere Tausend Menschen, für die das Mobiliar übrigens jeweils eigens aus den königlichen Depots herangeschafft werden musste.

Feierlicher Empfang

Nach einem anschließenden Picknick und einer kleinen Pause wird es am Donnerstagabend dann noch einmal hochoffiziell: Die seit nunmehr fast vier Jahren angestrebte Städtepartnerschaft soll feierlich besiegelt werden. Zum anschließenden Empfang erwarten die französischen Gastgeber rund 150 Gäste. Am Freitagmorgen heißt es schließlich bereits „Abschied nehmen“. Nach einem Frühstück auf dem Schulhof von Ingré wird die Gruppe gegen 10.30 Uhr in Richtung Drensteinfurt aufbrechen, wo sie – wohl um viele Eindrücke reicher – gegen 20.30 Uhr eintreffen soll.

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