Teamschule besucht jüdischen Friedhof
Hin zur „Schule ohne Rassismus“

Drensteinfurt -

Die ehemalige Christ-König-Schule durfte die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ tragen. Ihr will nun auch die Teamschule nacheifern. Das Projekt hat mit dem Besuch einer besonderen Gedenkstätte in Drensteinfurt seinen Auftakt genommen.

Donnerstag, 09.05.2019, 12:00 Uhr
Bei einem Besuch des jüdischen Friedhofs lernten die Teamschüler nicht nur etwas über die Geschichte der jüdischen Mitbürger Drensteinfurts, sondern machten auch gleichzeitig den ersten Schritt hin zur angestrebten Auszeichnung.
Bei einem Besuch des jüdischen Friedhofs lernten die Teamschüler nicht nur etwas über die Geschichte der jüdischen Mitbürger Drensteinfurts, sondern machten auch gleichzeitig den ersten Schritt hin zur angestrebten Auszeichnung. Foto: Nicole Evering

Der 8. Mai hat geschichtlich eine besondere Bedeutung, die auch die Teamschule gestern für den Auftakt eines neuen Projektes genutzt hat. An dem Datum, das das Ende des Zweiten Weltkrieges markiert, hat eine Gruppe von Neuntklässlern den jüdischen Friedhof an der Kleiststraße besucht. Es war der erste Schritt hin zur „ Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage “.

Diese Auszeichnung hatte vor einigen Jahren schon die ehemalige Christ-König-Hauptschule erhalten. Daran will die Teamschule nun anknüpfen und hat sich mit einer achtköpfigen Schülergruppe, die von Lehrer Franco Simone und Schulsozialarbeiterin Simone Minnemann betreut wird, auf den Weg gemacht. Wichtigste Voraussetzung: 70 Prozent der Schüler, Lehrer und sonstigen Mitarbeiter der Teamschule müssen sich mit ihrer Unterschrift für den Kampf gegen Rassismus und rechte Gewalt aussprechen. „Die acht Schüler werden bald mit der Unterschriftensammlung beginnen“, erklärte Franco Simone.

Gestern stand zum Projektauftakt ein Besuch der Gedenkstätte auf dem Programm. Nachdenklich und interessiert verfolgten die Teamschüler die Erläuterungen von Dr. Sabine Omland vom Förderverein Alte Synagoge. Sie ging auf den alten, 1826 angelegten Teil des Friedhofs sowie auf die Erweiterung des Geländes im Jahr 1891 ein und erinnerte an die dort Begrabenen. Wie es auf jüdischen Friedhöfen Brauch ist, legten die Schüler Gedenksteine nieder.

Sendung der Radio-AG

Auch die Radio-AG der Teamschule unter Leitung von Lehrerin Ulla Wotte war vertreten und sammelte O-Töne. Denn das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ soll auch in einer der nächsten Sendungen, die die Teamschule in regelmäßigen Abständen auf „Radio WAF“ hat, einen Platz finden.

Zum Jahresende hofft Lehrer Simone dann auf die Verleihung der Auszeichnung. „Das Projekt soll der politischen Bildung unserer Schüler dienen“, sagte er. In Zukunft sollen regelmäßig Veranstaltungen und Aktionen zu diesem Thema stattfinden. Unter anderem sind der Besuch einer Zeitzeugin und einer Theatergruppe in der Schule geplant.

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