Kindergartenplanung für 2019/2020
634 Plätze – aber der Bedarf steigt

Drensteinfurt -

Das kommende Kita-Jahr ist für Drensteinfurt durchgeplant. 78 Prozent der Kinder konnten in der Wunsch-Einrichtung untergebracht werden. Fakt ist aber auch: Alle Einrichtungen sind überbelegt.

Donnerstag, 16.05.2019, 08:00 Uhr
634 Betreuungsplätze stehen 2019/2020 in Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde zur Verfügung. Um den Bedarf zu decken, müssen aber alle Einrichtungen überbelegt werden. Gerade für Zweijährige und U2-Kinder fehlen Plätze.
634 Betreuungsplätze stehen 2019/2020 in Drensteinfurt, Rinkerode und Walstedde zur Verfügung. Um den Bedarf zu decken, müssen aber alle Einrichtungen überbelegt werden. Gerade für Zweijährige und U2-Kinder fehlen Plätze. Foto: Pixabay

634 Kinder zwischen null und sechs Jahren bekommen im Jahr 2019/2020 in der Stadt Drensteinfurt einen Betreuungsplatz. Damit können im Vergleich zum laufenden Jahr noch einmal 28 Plätze mehr angeboten werden. Diese Zahlen gingen aus der Kindergartenbedarfsplanung des Kreises Warendorf hervor, die am Dienstagabend im Ausschuss für Familie, Jugend, Senioren und Soziales vorgestellt wurde.

In die Berechnung sind bereits die insgesamt 55 Plätze eingeflossen, die in der noch im Bau befindlichen Kita „Blumenstraße“ entstehen sollen. In den Containern am Windmühlenweg, die vorerst bis November, bei Bedarf aber auch länger angemietet werden können, werden derzeit schon 15 Kinder betreut. Zehn Plätze werden übergangsweise im städtischen Gebäude an der Hoflinde in Walstedde eingerichtet, bis die neue Sport-Kita am Böcken fertig ist.

Insbesondere der Bedarf zur Betreuung Zweijähriger sowie von Kindern unter zwei Jahren, führte Frank Peters , Jugendhilfeplaner beim Kreis Warendorf, aus, steige rasant. In diesem Bereich springt die Tagespflege, die nicht vom Kreis organisiert wird, in die Bresche. Grundsätzlich seien alle Einrichtungen überbelegt, wie Susanne Darpe vom Kreisjugendamt betonte. In diesem Zusammenhang machten sowohl Verwaltung als auch CDU-Fraktion noch einmal deutlich, wie wichtig es sei, in Zukunft schon bei Ausweisung eines neuen Baugebietes gleich auch Flächen für neue Kitas einzuplanen.

Wöchentliche Betreuungszeit

Insgesamt konnten für das nächste Kita-Jahr 78 Prozent der Kinder in der Wunsch-Einrichtung untergebracht werden (2018/2019: 60 Prozent). Kreisweit liegt diese Quote bei 75 Prozent. Am häufigsten nachgefragt sei die wöchentliche Betreuungszeit von 35 Stunden (59 Prozent). Für 25 Stunden haben sich sieben Prozent der Eltern entschieden. 34 Prozent möchten ihr Kind 45 Stunden in der Kita unterbringen. Dafür müsse, erklärte Peters, der Bedarf seitens der Familie jedoch nachgewiesen werden.

Auch andere Zahlen kamen in der Ausschusssitzung auf den Tisch. Die Stadt beteiligt sich im laufenden Haushaltsjahr mit 265 200 Euro an den Betriebskosten der örtlichen Tageseinrichtungen. Einen Zuschuss über 26 000 Euro gewährt sie überdies der Kita St. Marien, die damit den Ausbau ihrer U3-Betreuung finanziert.

Umbau an der Hoflinde

Der Umbau des Hauses an der Hoflinde, das bislang als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde, schlägt nach einer Schätzung mit 99 000 Euro zu Buche. Auf einen barrierefreien Umbau sei dabei in Absprache mit dem Kreis verzichtet worden, erläuterte Darpe. Dieser hätte noch einmal rund 25 000 Euro mehr gekostet.

Für die Kosten der Containermodule, in denen die Kita „Blumenstraße“ übergangsweise untergebracht ist, hat der Kreis einen Zuschuss in Aussicht gestellt. Sowohl die Hälfte der Mietkosten als auch einen Anteil an den Aufstellkosten – voraussichtlich 30 000 der insgesamt knapp 70 000 Euro – will der Kreis übernehmen. Die endgültige Entscheidung fällt im Jugendhilfeausschuss, der das nächste Mal Ende Juni zu einer Sitzung zusammenkommt.

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