Saisonstart im Bienenmuseum
Die Königin kommt mit der Post

Drensteinfurt -

Fein herausgeputzt hat Imkerin Maria Schratz „Dat kleine Immenhuisken“. Das Drensteinfurter Bienenmuseum hat ab dem 20. Mai wieder geöffnet. Nur eine „Mitbewohnerin“, die fehlt noch...

Freitag, 17.05.2019, 10:00 Uhr
Im Bienenmuseum von Imkerin Maria Schratz gibt es viel zu bestaunen und wissenswerte Informationen rund um die fleißigen Insekten. Am Montag beginnt die neue Saison.
Im Bienenmuseum von Imkerin Maria Schratz gibt es viel zu bestaunen und wissenswerte Informationen rund um die fleißigen Insekten. Am Montag beginnt die neue Saison. Foto: Husmann

Heute ist ein besonderer Tag für Maria Schratz . Wenn nachher der Postbote an der Tür klingelt, dann wird die Imkerin wissen, ob ihre neue „Mitbewohnerin“ die Reise von Bayern nach Nordrhein-Westfalen auch unbeschadet überstanden hat.

„Im Süden gibt es Imkereien, die sich auf die Königinnen-Zucht spezialisiert haben“, berichtet Schratz. Dort hat sie ihre Biene bestellt, die – ganz standesgemäß – natürlich nicht alleine anreist. Sieben bis neun Begleitbienen leisten der Königin in dem kleinen Holzkästchen, das einfach per Brief verschickt wird, Gesellschaft. Damit die „Chefin“ nicht so alleine ist? „Nein“, sagt Maria Schratz lachend. „Die Bienen müssen die Königin füttern.“ Bis zu drei Tage halten die Insekten es problemlos in dem Kästchen aus, bevor sie dann im Garten am Felsenweg in die Freiheit entlassen werden.

Dort ist seit mehr als 20 Jahren das Bienenmuseum „Dat kleine Immenhuisken“ ansässig, das am kommenden Montag in die neue Saison startet. Ab dann sind bis Mitte August Besucher wieder gerne gesehen, um sich von der erfahrenen Imkerin über die Anatomie der Bienen sowie deren Nutzen aufklären und sich Gerätschaften aus über 100 Jahren Imkerei zeigen zu lassen.

Leben im Bienenstock

Derzeit sind die sonst so fleißigen Insekten noch ein wenig faul. Das hängt mit dem Wetter zusammen. Es ist den Bienen zu kalt. Denn die Pflanzen führen einfach noch zu wenig Nektar. „Dafür braucht es mindestens eine Woche lang konstant 15 bis 17 Grad und 70 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit“, erklärt Schratz. Solches Wetter ist ja zumindest fürs kommende Wochenende schon einmal vorhergesagt. Schratz ist also optimistisch, dass sie danach eins ihrer Völker in den Schaukasten umsiedeln kann, der den Besuchern einen ungehinderten Einblick in das Leben im Bienenstock bietet.

Dass bei immer mehr Menschen das Bewusstsein für den Umwelt- und Artenschutz wächst, findet Maria Schratz sehr gut. Etwa die Initiative einiger örtlicher Landwirte, einen Teil ihrer Ackerflächen in Blühstreifen umzuwandeln, hält sie für einen sinnvollen Ansatz. „Das ist schön fürs Auge und gut für die Insekten.“ Sie mahnt allerdings an, dass die Blumenwiesen nicht komplett sich selbst überlassen werden dürften, sondern, ähnlich wie der eigene Garten, auch gepflegt werden müssten. „Damit die Blühstreifen nicht verwildern und sich zum Beispiel Brennnesseln ausbreiten.“ Denn dann wäre der Nutzen für die Tierwelt schnell wieder hinfällig.

Zeiten und Kontakt

Die Saison des Bienenmuseums am Felsenweg 5 in Drensteinfurt beginnt am Montag, 20. Mai, und dauert bis etwa Mitte August. „Dat kleine Immenhuisken“ hat immer donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Termine für Gruppenführungen, die zwischen ein und zwei Stunden dauern, sind nach Absprache, Tel. 0 25 08 / 14 97, möglich.

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