50 Jahre Lambertusschule
Mit vier Klassen fing alles an

Walstedde -

Im Jahr 1969 wurde sie feierlich eingeweiht. Mittlerweile hat die Lambertusschule fünf spannende Jahrzehnte erlebt. Zeit für einen kleinen Blick in die Geschichte.

Freitag, 17.05.2019, 23:54 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 15:01 Uhr
Gespannt warteten die Schüler bei der Einweihung im Jahr 1969 auf ihre neuen Klassenräume.
Gespannt warteten die Schüler bei der Einweihung im Jahr 1969 auf ihre neuen Klassenräume. Foto: Lambertusschule

Der Countdown läuft: In weniger als 50 Tagen feiert die Walstedder Lambertusschule ihr 50-jähriges Bestehen. Die Kinder im Lambertusdorf lernten aber nicht immer in den Klassenzimmern am heutigen Standort rechnen, schreiben und lesen. Denn früher, im 17. Jahrhundert, wurde der Walstedder Nachwuchs in einer Pfarrschule unterrichtet. Ab 1910 besuchten die Mädchen und Jungen dann die Volksschule am Brink, bis in den Jahren 1968 und ´69 die Lambertusschule am Böcken errichtet wurde.

„Eine erste urkundliche Erwähnung einer Schule in Walstedde – damals als Pfarrschule mit Teilstandorten in Herrenstein und Ameke – gab es 1607“, weiß die heutige Schulleiterin Birgitta von Rosenstiel. Um 1715 hätten 40 Schüler in einem Zimmer gegessen und seien von einem Lehrer, der gleichzeitig auch die Stelle des Küsters übernommen hatte, unterrichtet worden. Ab 1859 gingen Mädchen und Jungen dann getrennt zur Schule. „Dafür wurde eine Mädchenschule notwendig“, berichtet von Rosenstiel. „Ein Lehrer hat sich damals um 80 bis 90 Schüler gekümmert.“

Einige Jahr später stieg die Anzahl der Schüler auf 160 an. Ein Neubau wurde erforderlich und im Jahr 1910 am Brink umgesetzt. Dort besuchten die Schüler insgesamt 59 Jahre lang den Unterricht. 1966 ebnete der Gemeinderat den Weg für eine neue Grundschule in Walstedde. „Notwendig wurde das durch die Neuordnung des Schulwesens. Denn aus der Volksschule entstanden mit der Grund- und Hauptschule zwei selbstständige Schultypen“, blickt die Schulleiterin zurück. Drei Jahre später wurde die Lambertusschule am Böcken dann im Rahmen einer großen Feierstunde eingeweiht. Ein Jahr zuvor war bereits der Bau der Turnhalle abgeschlossen worden.

Lange blieb die Lambertusschule aber nicht in ihrer ursprünglich geplanten Form – neben vier Klassen- und zwei Gruppenräumen gehörte auch ein Lehrerzimmer, Verwaltungsräume und eine große Pausenhalle zur Grundschule – bestehen. Bereits 1974 und schließlich 1994 folgten Erweiterungen um jeweils zwei weitere Räume. „Die Schülerzahl stieg stetig an“, erläutert von Rosenstiel die Gründe. „1975 wurde etwa schon das Lehrerzimmer als Klassenraum genutzt.“

Renovierungsarbeiten und zeitgemäße Umgestaltungsmaßnahmen der Schulhalle, der Flure sowie der Klassenräume und der Verwaltung waren in den frühen 2000-er-Jahren an der Reihe. 2004 und 2005 wurde dann das Außengelände – insbesondere der Schulhof – für eine vielseitigere und ansprechendere Nutzung neu gestaltet.

Seit 2009 liegt die Zahl der Schüler beständig bei 160 Mädchen und Jungen. „Mittlerweile besuchen aber nicht nur Kinder aus Walstedde, sondern auch aus Ahlen, Sendenhorst, Hamm, Drensteinfurt, Rinkerode, Albersloh und Herbern unsere Schule“, erklärt von Rosenstiel. Eine weitere Bereicherung ist seit 2008 die offene Ganztagsschule, die mit 15 Kindern gestartet und inzwischen auf mehr als 60 Schüler gewachsen ist. „2009 haben wir dann einen Erweiterungsbau bekommen. Dort sind zurzeit die Verwaltung und ein Mehrzweckraum untergebracht“, erzählt die Schulleiterin, die darauf hinweist, dass die nächsten Baumaßnahmen überaus notwendig sind. „Eine erneute räumliche Erweiterung war durch gestiegene Anforderungen einfach unumgänglich und soll jetzt zeitnah umgesetzt werden.“

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