Keine Sperrung der Schützenstraße
Sanierung verschoben: Das Wasser macht Probleme

Drensteinfurt -

Die Schützenstraße sollte in diesem Sommer aufwändig saniert werden. Das hätte eine Vollsperrung der einzigen innerstädtischen Ost-West-Verbindung zur Folge gehabt. Nun wurde die Baumaßnahme ins nächste Jahr verschoben.

Mittwoch, 05.06.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 16:02 Uhr
Die Unterführung wird dieses Jahr nun doch nicht mehr gesperrt.
Die Unterführung wird dieses Jahr nun doch nicht mehr gesperrt. Foto: Dietmar Jeschke

Eigentlich sollte es am 15. Juli losgehen. Neben dem Marktplatz, der schon seit Monaten eine Großbaustelle ist, sollte pünktlich zum Start der Sommerferien auch die Schützenstraße wegen einer umfangreichen Sanierung für mehrere Monate voll gesperrt werden. Doch daraus wird nichts. Zumindest nicht mehr in diesem Jahr. Das bestätigte der Kreis Warendorf jetzt auf WN-Anfrage.

Gerüchte, dass die Ende des vergangenen Jahres für diesen Sommer angekündigte Baumaßnahme verschoben wird, geistern seit einigen Tagen durch die Stadt. Dem Vernehmen nach sei der Termin auch auf Druck des Gewerbevereins hin gekippt worden. Tatsächlich ist die Kreisstraße 21 die einzige innerörtliche Verbindungsachse zwischen „diesseits und jenseits der Bahn“.

Eine Vollsperrung der Unterführung wird gehörige Verkehrsbehinderungen und weite Wege für die Autofahrer zur Folge haben. Denn die Umleitungen sollen, so war es im April von Bürgermeister Carsten Grawunder im Rat verkündet worden, zunächst bis zur Bundesstraße 58 und dann einerseits über die Konrad-Adenauer-Straße und andererseits über den Ahlener Weg führen. Die Geschäfte in der Innenstadt, durch den Marktplatz-Umbau ohnehin bereits arg gebeutelt, wären noch schlechter zu erreichen gewesen.

Keine Info im Rat

Damit müssen sich aber weder die Einheimischen noch die auswärtigen Besucher zeitnah beschäftigen. Dass die Baumaßnahme verschoben wird, hatte der Kreis dem städtischen Bauamt übrigens bereits vor zwei Wochen mitgeteilt. In der jüngsten Ratssitzung vor gut einer Woche war dies der Verwaltung allerdings keine Info wert.

Kreis-Pressesprecher Thomas Fromme widerspricht zudem den Gerüchten über die Gründe für den Aufschub. „Es stimmt nicht, dass wir auf Drängen des Gewerbevereins den Bau verschieben.“ Richtig sei aber, dass dieses Jahr, anders als geplant, nicht mehr gebaut werde. Die Verzögerung habe technische Gründe. Die Problematik des Wassereintritts in dem Trogbauwerk sei für das Sanierungskonzept noch nicht hinreichend geklärt.

Sanierungskonzept in Arbeit

„Unter der Bahnlinie verläuft die K 21 in einem Trog aus großen, acht bis zehn Meter langen U-förmigen Betonteilen. An den Nahtstellen zwischen den einzelnen Teilen tritt unterhalb der Fahrbahn Wasser aus und drückt nach oben“, so Fromme. Vereinzelt seien Fugen offengelegt worden, um deren Zustand zu begutachten. Momentan werde gemeinsam mit einem Ingenieurbüro ein Sanierungskonzept entwickelt.

Die Trogbauwerk-Konstruktion ist auch ausschlaggebend dafür, dass für die Arbeiten eine Vollsperrung erforderlich sein wird. Fußgänger und Radfahrer werden die Wege, die parallel zur Schützenstraße verlaufen, aber auch während der Baumaßnahme nutzen können. Die soll laut Fromme Ende dieses Jahres ausgeschrieben und dann im Frühjahr 2020 – je nach Witterung – starten.

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