Erlbad knackt 45 000-Besucher-Marke
Parkplatzsituation ist ein Problem

Drensteinfurt -

Der besonders heiße Juni hat auch dem Erlbad schon wieder traumhafte Besucherzahlen beschert. Mehr als 45 000 Menschen waren schon im Stewwerter Freibad schwimmen. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille.

Mittwoch, 03.07.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 16:16 Uhr
Viel los war im Erlbad am Sonntag bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Stoßstange an Stoßstange parkten derweil die Autos vor dem Freibad. Im Begegnungsverkehr wird der Fuß- und Radweg deshalb oft mitgenutzt, was nicht ungefährlich ist.
Viel los war im Erlbad am Sonntag bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Stoßstange an Stoßstange parkten derweil die Autos vor dem Freibad. Im Begegnungsverkehr wird der Fuß- und Radweg deshalb oft mitgenutzt, was nicht ungefährlich ist. Foto: Nicole Evering

Mehr als 45 000 Besucher sind im Monat Juni ins Erlbad gekommen. Das ist damit auf einem guten Weg, die Zahlen aus dem Erfolgsjahr 2018 vielleicht sogar zu wiederholen. „Solche Tage wie heute, die brauchen wir“, meint Schwimmmeister Andreas Willuweit , als er am Sonntagmittag auf das bunte Treiben in den Becken blickt.

Seit dem 15. Mai hat das beliebte Freibad geöffnet. Im ersten Monat kamen rund 5000 Gäste. Mit den Werten auf dem Thermometer stiegen auch die Besucherzahlen. Seit gut zwei Wochen arbeitet das Erlbad-Team nun am Anschlag. „Und so besondere Veranstaltungen wie zum Beispiel das Nachtschwimmen kommen dann noch oben drauf“, so Willuweit.

Das war in diesem Jahr übrigens nicht ganz so gut besucht wie 2018 – was wohl, so mutmaßt der Chef am Beckenrand, zum einen mit dem nicht ganz so heißen Freitagabend und zum anderen mit den zeitgleich stattfindenden Schulentlassfeiern zusammenhing. „Aber so war es mal wieder ein Nachtschwimmen nur für Drensteinfurter. Und das war auch schön“, sagt Andreas Willuweit schmunzelnd und fügt hinzu, dass er sich möglicherweise einen zweiten Termin im August vorstellen könnte. Wenn das Wetter denn weiter mitspielt . . .

134 759 Menschen kamen 2018

Im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur hat der Schwimmmeister jüngst noch einmal Auskunft gegeben über die zurückliegende Saison, die eine der besten in der über 50-jährigen Geschichte des Erlbades gewesen ist. Insgesamt 134 759 Menschen haben das Stewwerter Freibad besucht. Zum Vergleich: Ins Ahlener Bad kamen 74 000 Gäste, ins Hammer Südbad 110 000 Menschen und in die Münsteraner Coburg 156 000 Wasserratten. Nicht umsonst ist das Erlbad vergangenes Jahr bei einer bundesweiten Befragung des Online-Portals „Testberichte.de“ auf Platz zehn in Deutschland und auf Rang drei in NRW gelandet. Die Ausschussmitglieder dankten Andreas Willuweit und seinem Team ausdrücklich für ihr Engagement. „Für diese Auszeichnung haben Sie mit gesorgt. Das Erlbad ist ein Aushängeschild für Drensteinfurt“, lobte etwa Heinz Töns (CDU).

Doch eine solche Auszeichnung bedeutet nicht nur Anerkennung, sondern im Zweifel auch noch mehr Arbeit. „Danach kamen viele Gäste, die hat man weder davor noch danach wieder gesehen. Die wollten sich das Bad einfach mal anschauen“, berichtete Willuweit.

Hoher Parkdruck am Wochenende

Eine weitere Kehrseite der Medaille: Die vielen Besucher erhöhen den Parkdruck im Erlfeld, insbesondere an den Wochenenden. Denn die ausgewiesenen Flächen reichen bei Weitem nicht aus. „Die Drensteinfurter kommen ja schon fast alle mit dem Fahrrad“, weiß Willuweit. Und tatsächlich: Die Kennzeichen der Autos, die auch am Sonntag in den Nebenstraßen der Wohngebiete, auf den Wiesen und am Straßenrand standen, hatten vielfach Kennzeichen aus Hamm, Soest und aus dem Kreis Coesfeld.

Die Stadt weiß um die problematische Situation und hat nun die zuständigen Fachabteilungen ins Boot geholt, um Lösungsansätze zu erarbeiten. „Als Sofortmaßnahme wird am Fuß-/Radweg zum Wohngebiet Beckamp zeitnah ein Poller aufgestellt, damit das Parken dort nicht mehr möglich und die Verkehrssicherheit gewährleistet ist“, teilt die Stadtverwaltung auf WN-Anfrage mit. Des Weiteren werde die Wiese rechts neben dem Parkplatz kurzfristig gemäht, sodass dort wieder unter den Bäumen geparkt werden könne. Zusätzlich überlege man, wie und wo weitere Parkplätze geschaffen werden können, um auch den Fuß- und Radweg direkt an der Straße verkehrssicher zu halten. Bis dahin werde regelwidriges Parken, durch das etwa Rettungswege zugestellt würden, jedoch geahndet. Den Haltern droht ein Verwarnungsgeld. Im schlimmsten Fall werden Fahrzeuge kostenpflichtig umgesetzt oder gar abgeschleppt.

Solaranlage und Ölheizung

Im Fachausschuss ging Andreas Willuweit auch noch einmal auf die jüngste Diskussion um die Beheizung des Wassers mittels Solaranlage und Ölheizung ein und machte klar: „Nicht jeder Sommer ist wie 2018. Wir sind hier nicht in Südeuropa. Wenn wir nicht heizen würden, könnte man zum Beispiel im Mai gar nicht schwimmen. Das würde die DLRG betreffen, und es gäbe dann auch kein Schulschwimmen.“

► „Wegen eines technischen Problems vorübergehend geschlossen“: Diesen Aushang mussten am Dienstagmorgen die ganz frühen Vögel lesen. Doch die Störung der Mess- und Regeltechnik war schnell behoben. Gegen halb zehn, anderthalb Stunden später als normal, konnte das Erlbad öffnen.

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