Stockender Ausbau
Bahn: „Eine Sache der Politik“

Drensteinfurt -

Eine Erhöhung der Bahnsteige im Stadtgebiet ist nach wie vor nicht in Sicht. Nach der jüngsten Stellungnahme der Verwaltung und der Diskussion im Fachausschuss wehrt sich nun die Bahn gegen die aus ihrer Sicht unbegründeten Vorwürfe.

Donnerstag, 04.07.2019, 08:00 Uhr
Eine Erhöhung der Bahnsteige ist nach wie vor nicht in Sicht. Nun wehrt sich die Bahn gegen Vorwürfe.
Eine Erhöhung der Bahnsteige ist nach wie vor nicht in Sicht. Nun wehrt sich die Bahn gegen Vorwürfe. Foto: Jeschke

Die Debatte um die zu niedrigen Bahnsteige im Stadtgebiet zieht weitere Kreise – und hat inzwischen auch das Regionalbüro der Deutschen Bahn in Düsseldorf erreicht.

„In NRW modernisiert die DB zahlreiche Bahnhöfe. Die Maßnahmen sind gemeinsam mit dem Landesverkehrsministerium und den drei Aufgabenträgern priorisiert und abgestimmt worden. Sollten weitere Programme entwickelt werden, bedarf es eines ausreichenden zeitlichen Vorlaufes, um die Projekte in den vorhandenen Abarbeitungstakt einzugliedern“, heißt es in der Mitteilung des Pressebüros als Reaktion auf die WN-Berichterstattung über die jüngste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, in der die Verwaltung den aktuellen Sachstand detailliert dargelegt hatte.

Wie die Bahn weiter betont, gebe es derzeit kein entsprechendes „Projekt“ mit Namen „Drensteinfurt“. Deshalb sei man auch nicht in der Lage, zwar gewünschte, aber eben überhaupt noch nicht anstehende Umbaumaßnahmen selbst zu planen und diese Kosten auch noch zu übernehmen. Die Entscheidung darüber, ob und, wenn ja, wann die Drensteinfurter Bahnsteige für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte erhöht werden sollen, obliege zudem nicht der Bahn, sondern der Politik. Aus diesem Grund sei es auch von Seiten der Bahn nicht möglich, einen etwaigen „Ausbau-Fahrplan“ zu nennen.

Gleichwohl empfehle man der Stadt, die zuvor notwendigen Planungen auf Basis der Vereinbarung mit dem ZVM – 80 Prozent der Entwurfskosten sollen gefördert werden – weiter voranzutreiben. Denn: Eine bereits „vorliegende Planung wird bei der Priorisierung positiv berücksichtigt“, so die Bahn.

Genau darin liegt jedoch aus städtischer Sicht das Problem. Aufgrund der zusätzlich angeforderten – und nicht förderfähigen – Gutachten müsste die Stadt nämlich mit rund 186 000 Euro in Vorleistung gehen. Dahingehend formulierte Vorwürfe weist die Bahn jedoch vehement zurück: „Anforderungen an die zu erstellende planungsbegleitenden Gutachten werden durch Verordnungen von Bund und Ländern geregelt. Die DB hat diesbezüglich keinen Einfluss und unterliegt bei DB-eigenen Maßnahmen den gleichen Anforderungen“, heißt es aus dem Düsseldorfer Büro.

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