Ferienprogramm: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Spiel und Spaß für 459 Kinder

Drensteinfurt -

So viele Kinder waren es noch nie: Mit 371 Anmeldungen für die Spielstadt „Minilon“ verbuchte Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck einen neuen Teilnehmerrekord. Derzeit laufen im Kulturbahnhof die Vorbereitungen für die Feriengroßaktionen auf Hochtouren.

Montag, 08.07.2019, 23:56 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 00:00 Uhr
Ein gut organisiertes „Chaos“: Im Kulturbahnhof laufen die Vorbereitungen für die beiden Feriengroßaktionen „Halli-Galli“ und „Minilon“ auf Hochtouren. In den beiden kommenden Wochen werden dazu wieder mehrere Hundert Kinder erwartet.
Ein gut organisiertes „Chaos“: Im Kulturbahnhof laufen die Vorbereitungen für die beiden Feriengroßaktionen „Halli-Galli“ und „Minilon“ auf Hochtouren. In den beiden kommenden Wochen werden dazu wieder mehrere Hundert Kinder erwartet. Foto: Dietmar Jeschke

Der erste Ansturm hat sich gelegt. Das dokumentiert die bereits gut gefüllte Kasse, die – betont Rüdiger Pieck – aber regelmäßig geleert wird. Aus Sicherheitsgründen, denn schließlich geht es um nicht gerade wenig Geld. „Rund 29 000 Euro“, so der Jugendpfleger, werden am Ende des letzten „Zahltages“ für das Sommerferienprogramm im berühmt „Pott“ – oder besser: auf dem Bankkonto – sein. Und damit soviel Geld, wie nie zuvor. „Allein für ,Minilon‘ liegen 371 Anmeldungen vor. Das ist ein neuer Rekord“, erzählt Pieck. Ob er und sein Team für den Ansturm gewappnet sind? „Natürlich kommen wir klar“, so der Jugendpfleger, der allein für die beiden Großaktionen zum Ferienbeginn auf rund 90 „Teamer“ und „Junior-Teamer“ zählen kann.

Damit bei „Halli-Galli“ und in der Spielstadt „Minilon“ auch alles nach Plan läuft, wird derzeit im Kulturbahnhof fleißig sortiert, geräumt und verpackt. Und damit das alles ein System hat, kümmert sich Jutta Hambrock um die Logistik. „Es gibt unendlich viele Listen, an denen wir noch feilen“, erzählt Rüdiger Pieck. Denn schließlich muss jeder Helfer wissen, wo sich denn nun welche der im gesamten Kulturbahnhof verteilt gelagerten Kisten befindet. Und das sind nicht gerade wenige. Von Bauklötzen und Spielgeräten für „Halli-Galli“ bis hin zum kompletten Inventar der „Minilon“-Küche: Alles muss pünktlich verladen und zum „Einsatzort“ an der Grundschule transportiert werden. Darum kümmern sich übrigens die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes, die das Material für die erste Ferienwoche am Freitag abholen und anliefern werden.

Bis dahin hat das Ferienprogrammteam noch alle Hände voll zu tun. Freie Minuten? Für Rüdiger Pieck sind die aktuell rar gesät, gilt es hinter den berühmten Kulissen doch noch so einiges zu organisieren. Auf die 13- bis 15-jährigen „Junior-Teamer“ etwa wartet noch der dritte Ausbildungsworkshop, in dem es nach den Themen „Gruppenarbeit“ und „Aufsichtspflicht“ nun um die Grundlagen der Ersten-Hilfe gehen wird. Dazu wird Pieck sich in diesen Tagen noch um den Entwurf der „Minilon“-Währung mit Namen „Loni“ kümmern müssen, die aus Schutz vor Fälschungen – auch die hat es in der Vergangenheit schon gegeben – jedes Jahr in neuem Design herausgegeben wird.

Stress? Ja, räumt Pieck ein, aber im positiven Sinn. „Ich liebe diese Zeit“, so der Jugendpfleger. „Und das trotz 70-Stunden-Wochen.“ Dass er auch nach 23 Jahren mit viel Motivation bei der Sache ist, sei vor allem der positiven Resonanz geschuldet. „Es sind fast nur begeisterte Leute dabei. Und dafür arbeite ich gerne“, sagt Pieck.

Dass übrigens vor allem die beiden Großaktionen zum Ferienstart sowie das anschließende „Baucamp“ und die Waldwoche zum Ferienende mittlerweile für viele Drensteinfurter Familien fest zur privaten Urlaubsplanung gehören, wurde auch beim jüngsten Anmeldeverfahren abermals mehr als deutlich. Denn während bei „Halli-Galli“ und „Minilon“ jeweils zwischen 300 und 400 Kinder dabei sein werden und es für die bereits von 60 auf 80 Plätze aufgestockte, aber dennoch ausgebuchte Waldwoche bereits eine Warteliste gibt, ist die Nachfrage nach Veranstaltungen in der vierten und fünften Ferienwoche sehr zurückhaltend. „Da fahren viele Familien in den Urlaub“, weiß Pieck aus Erfahrung.

Insgesamt wurden für das Sommerferienprogramm 2019 übrigens in allen drei Ortsteilen 459 Kinder angemeldet. 191 der 371 „Minilon“-Kinder nehmen ohne Randzeitenbetreuung teil. Für 28 Kinder wurde die Randzeitenbetreuung der Stadt gebucht. Hinzu kommen 76 OGS-Kinder aus Drensteinfurt, 47 aus Walstedde und 28 aus Rinkerode.

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