Baugebiet „Mondscheinweg“
CDU fordert „Klimaschutzsiedlung“

Drensteinfurt -

Eigentlich war planerisch – fast – alles geregelt. Doch nun überrascht die CDU-Fraktion mit einem Antrag an Fachausschuss und Rat: Das künftige Baugebiet „Mondscheinweg“ soll eine „Klimaschutzsiedlung“ werden, fordert die Union. Im September wird darüber beraten.

Dienstag, 09.07.2019, 23:53 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 00:00 Uhr
Bis Ende des Jahres sollte das Planverfahren für das künftige Baugebiet „Mondscheinweg“ eigentlich abgeschlossen sein. Nun stellt die CDU-Fraktion den Antrag, den bisherigen Entwurf mit Blick auf den Klimaschutz noch einmal zu ändern.
Bis Ende des Jahres sollte das Planverfahren für das künftige Baugebiet „Mondscheinweg“ eigentlich abgeschlossen sein. Nun stellt die CDU-Fraktion den Antrag, den bisherigen Entwurf mit Blick auf den Klimaschutz noch einmal zu ändern. Foto: Dietmar Jeschke

Gut zwei Jahre wurde hinter verschlossenen Türen geplant. Das vorläufige Ergebnis finden Bürger und Bauwillige derzeit im Internet und im Bauamt, wo der Planentwurf für das künftige Baugebiet „Mondscheinweg“ aktuell zur Einsicht – und bei Bedarf zur Stellungnahme – öffentlich ausliegt. Ein Plan, der nach den Sommerferien in Teilen bereits wieder obsolet sein könnte. Denn zur allgemeinen Überraschung beantragte die CDU-Fraktion nun, das Areal als „Klimaschutzsiedlung“ auszuweisen – mit Folgen für die Art und Weise der dort künftig erlaubten Bebauung.

„Bei der ausführlichen Diskussion im Rat war allen klar, dass die Zustimmung zur Resolution mit den Namen ,Klimanotstand‘ auf kommunaler Ebene in Bezug auf globaler Klimaveränderung wohl eher einen symbolischen Charakter hat. Das hatte wohl auch die Folge, dass acht Ratsmitglieder nicht zustimmen konnten oder sich der Stimme enthielten“, berichtet CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Töns . „Trotzdem wusste jeder um den Ernst der Lage und um unser Bemühen, dem fortschreitenden Klimawandel auch mit kleinen Schritten in unserer Kommune entgegentreten zu müssen und zu wollen.“ Die Stadt, so Töns weiter, habe dies auch bereits in der Vergangenheit durchaus getan, verweist Töns etwa auf die Maßnahmen zur energetischen Sanierung der öffentlichen Gebäude und auf die Einrichtung von Windkonzentrationszonen. Entsprechend folgerichtig, so Töns weiter, sei es nun, auch bei der Gestaltung des rund 13 Hektar großen Neubaugebiets entlang der „Westtangente“ ein klimapolitisches Zeichen zu setzen. Etliche Voraussetzungen dazu seien bereits geschaffen worden. „Aber das alles ist der CDU-Fraktion nicht genug. Wir wollen einen weiteren Meilenschritt in Richtung ,nachhaltiger Klimaschutzsiedlung‘ gehen“, fordert der Fraktionsvorsitzende. „Etwa ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland wird für die Raumwärme und Warmwassererzeugung in Gebäuden benötigt. Somit spielt das energieeffiziente Bauen im Rahmen des Klimaschutzes eine große Rolle. Außerdem eröffnet sich die Möglichkeit zur CO2-Reduzierung etwa durch erhöhten Einsatz der Solarenergie.“ Töns verweist dazu auf den „Planungsleitfaden Klimaschutzsiedlungen in NRW“, der auf 46 Seiten Anforderungen nenne und Empfehlungen gebe. „Wir setzen bei der Klimaschutzsiedlung schwerpunktmäßig auf die Vermeidung von CO2-Emissionen, auf innovative Energiekonzepte und städtebauliche und soziale Qualitäten“, so Töns, der die entsprechende Debatte auf die Tagesordnung der nächsten Sitzungen von Fachausschuss und Rat im September bringen möchte. Damit gebe man dem Planungsbüro und der Stadtverwaltung ausreichend Zeit, eine entsprechende Beschlussvorlage zu erstellen, heißt es in der Mitteilung der CDU abschließend.

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