Verhandlungen zwischen Stadt und Kirche haben begonnen
Ein Haus für die Dorfgemeinschaft

Walstedde -

Über die Zukunft des Paul-Gerhard-Hauses wurde bereits einige Mal diskutiert. Nun meldet sich die evangelische Kirchengemeinde zu Wort und bestätigt erste Verhandlungen mit der Stadt. Letztere könnte sich gut vorstellen, das Objekt künftig als „Dorfgemeinschaftshaus“ zu nutzen.

Dienstag, 16.07.2019, 23:59 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 15:04 Uhr
Was wird aus dem Paul-Gerhardt-Haus? Stadtverwaltung und Kirchengemeinde haben mittlerweile bestätigt, dass über einen möglichen Erwerb des Hauses durch die Stadt verhandelt wird.
Was wird aus dem Paul-Gerhardt-Haus? Stadtverwaltung und Kirchengemeinde haben mittlerweile bestätigt, dass über einen möglichen Erwerb des Hauses durch die Stadt verhandelt wird. Foto: Nicole Evering

Ein Platz für die Offene Ganztagsbetreuung der Lambertusschule oder aber Räumlichkeiten für eine Schulmensa, die vielleicht auch die künftig unmittelbar benachbarte Sport-Kita bedienen könnte: Über die weitere Nutzung des Paul-Gerhard-Hauses wurde bereits einige Male diskutiert. Wenn auch meist hinter „vorgehaltener Hand“, denn schließlich befindet sich das Objekt nach wie vor im Besitz der evangelischen Kirchengemeinde. Die jedoch meldet sich nun überraschend selbst zur weiteren Zukunft der Einrichtung zu Wort.

„Im Zuge seiner Überlegungen zur Gebäudekonzeption hat das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen in seiner Sitzung am 6. Juli beschlossen, mit der Stadt Drensteinfurt in Bezug auf die zukünftige Nutzung des Paul-Gerhardt-Hauses in Walstedde in Verhandlungen zu treten“, teilt Pfarrer Markus Möhl mit.

Wie der Geistliche weiter informiert, gehörte das Paul-Gerhardt-Haus bis vor zwölf Jahren zur Bockum-Höveler Gemeinde, bis es im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen zugeordnet wurde. Bereits 2014 hatte das Presbyterium in den Beratungen über die Gebäudesituation die Zukunft des Paul-Gerhardt-Hauses auf die Tagesordnung gesetzt, damals jedoch beschlossen, eine Entscheidung erst 2019 anzugehen. „Vor Kurzem haben wir eine Anfrage des Drensteinfurter Bürgermeisters bekommen und steigen jetzt in erste Gespräche ein“, sagt die Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrerin Martina Grebe.

Das bestätigt auch Bürgermeister Carsten Grawunder , der sich bereits am 30. Juli zu einem nächsten Gespräch mit den Vertretern der Kirchengemeinde treffen wird. Um dann auch darüber zu reden, ob die Gemeinde das Haus tatsächlich verkaufen, oder aber nur langfristig verpachten möchte.

Angesichts der „strategischen Lage“ des Paul-Gerhardt-Hauses sei man an dessen künftiger Nutzung überaus interessiert, betont Grawunder. Und auch, wenn es noch keine konkreten Nutzungsvorschläge gebe, so seien unter dem Titel „Dorfgemeinschaftshaus“ doch etliche Varianten denkbar – inklusive einer weiteren Mitbenutzung durch die Mitglieder der evangelischen Gemeinde. Aber auch die Einrichtung einer Mensa oder die Schaffung von Veranstaltungsräumen hätte durchaus Charme, so der Bürgermeister, der angesichts der in diesem Fall zu erwartenden Investitionen ein Kaufgeschäft in jedem Fall bevorzugen würde. Ob dies aber selbst bei Einigkeit zwischen den Verhandlungspartnern zum Tragen kommt, hängt letztendlich von der Entscheidung der Politik ab. Voraussichtlich Ende September soll der Stadtentwicklungsausschusses in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause über das Thema beraten.

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