Unterschriftensammlung für Mountainbike-Park
Vier Freunde haben einen Traum

Walstedde -

Ihre Freizeit verbringen Lina-Sophie, Philipp, Maximilian und Tim oft zusammen, gerne draußen und am liebsten auf ihren Mountainbikes. Dafür braucht es ihrer Meinung nach aber einen richtigen Parcours. Deshalb sammeln die vier Walstedder derzeit Unterschriften im Dorf.

Samstag, 20.07.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 24.07.2019, 14:24 Uhr
Lina-Sophie Starkmann, Philipp Bönkhoff, Maximilian Fuchs und Tim Nülens (v.li.) wollen ihren Traum von einem Mountainbike-Park am liebsten im Walstedder Baugebiet „Kerkpatt“ verwirklicht sehen. Dafür sammeln sie fleißig Unterschriften.
Lina-Sophie Starkmann, Philipp Bönkhoff, Maximilian Fuchs und Tim Nülens (v.li.) wollen ihren Traum von einem Mountainbike-Park am liebsten im Walstedder Baugebiet „Kerkpatt“ verwirklicht sehen. Dafür sammeln sie fleißig Unterschriften. Foto: Simon Beckmann

Auf der faulen Haut liegen, die warmen Temperaturen im Freibad genießen oder andauernd vor der Konsole hängen? Das ist nichts für Lina-Sophie Starkmann , Maximilian Fuchs , Philipp Bönkhoff und Tim Nülens. Schließlich haben die vier Kids ein großes Ziel vor Augen: einen eigenen kleinen Mountainbike-Park im Lambertusdorf – und dafür setzen sich die jungen Walstedder momentan mit leidenschaftlichem Engagement ein. Denn sie nutzen ihre Sommerferien, um Unterschriften für die Umsetzung ihres Wunsches zu sammeln und um sich Gehör für ihr Anliegen zu verschaffen.

„Wir sind riesige Mountainbike- und Fahrrad-Fans“, erzählen die Vier, die an diesem späten Donnerstagnachmittag an ihrem Informationsstand am örtlichen K+K-Markt stehen. „Deswegen wollen wir Unterschriften sammeln und die Liste dem Bürgermeister überreichen“, sagen die Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren. „Wir wollen für unseren Traum kämpfen.“

Wer jetzt glaubt, dass das einfach nur so dahin gesagt ist, der irrt. Ausgerüstet mit einem Stehtisch, Info-Zetteln sowie Gummibärchen und mit viel Selbstbewusstsein im Gepäck machen die jungen Walstedder die einkaufende Bevölkerung auf ihren Wunsch aufmerksam. Die bisherige Bilanz ihrer Aktion: fast 80 Unterschriften. „Gestern standen wir hier von 17 bis 21 Uhr und heute von 15.30 bis 21 Uhr“, erzählt Lina-Sophie Starkmann. „Die meisten Personen unterstützen uns. Und die, die nicht unterschreiben, wohnen zum großen Teil nicht im Dorf“, ergänzt die Zwölfjährige mit einem Lächeln. Natürlich hofft sie wie ihre drei Freunde, dass sich noch viele weitere Menschen in die Liste eintragen werden. „Wir haben erstmal Platz für 124 Namen – aber da geht bestimmt noch mehr.“

Kein Spielplatz im Baugebiet

Aber was ist eigentlich der Hintergrund für das Anliegen der vierköpfigen Gruppe? Die Zwölfjährige wohnt schon seit fast zehn Jahren mit ihrer Familie im Baugebiet „Kerkpatt“. „Lina-Sophie hat damals sogar den ersten Spatenstich dort gemacht“, erinnert sich ihre Mutter Sabrina Starkmann. Seitdem haben sich die Kinder immer wieder einen Spielplatz gewünscht, denn der, so berichtet Starkmann, sei bei der Planung des Bauabschnittes wohl einfach vergessen worden. „Das ist schon sehr merkwürdig. Schließlich wirbt die Stadt ja immer mit familienfreundlichem Wohnen“, meint die Anwohnerin.

„Als wir noch kleiner waren, haben sich unsere Eltern für einen Spielplatz eingesetzt“, weiß Lina-Sophie. Doch Realität wurde der bislang nicht. Erst jetzt – vor Kurzem sind die Arbeiten für den zweiten Abschnitt im Baugebiet „Kerkpatt“ gestartet – soll dort eine Spielfläche entstehen. „Wir Kids sind aber jetzt alle älter. Deswegen wollen wir nun versuchen, mit den Unterschriften einen anderen kleinen Traum zu realisieren – nämlich einen Mountainbike-Park“, erklärt die junge Walstedderin ehrgeizig.

Platt gedrückte Erdhaufen

Der Park müsse noch nicht einmal sonderlich groß sein. „Ein kleiner Platz, eventuell in Ergänzung zum Spielplatz, mit einigen zu Rampen platt gedrückten Erdhaufen unterschiedlicher Größe würde schon genügen“, sind sich die vier Freunde einig. Derzeit radeln die jungen Walstedder häufiger an der Grundschule und verbringen dort ihre Zeit. „Die beiden gleich großen Erdhügel dort sind aber nicht so spannend. Außerdem wissen wir auch nicht, ob das dort alles so bleibt mit der geplanten neuen Kita“, erläutern sie. Und was macht die Gruppe, wenn es mit dem kleinen Mountainbike-Park im Baugebiet „Kerkpatt II“ nicht klappt? „Dann fänden wir es cool, wenn so etwas wenigstens irgendwo anders im Dorf Realität werden würde.“

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Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
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