Städtischer E-Fuhrpark wächst
„Saft“ für das neue City-Auto

Drensteinfurt -

Der elektrische Fuhrpark der Stadtverwaltung wächst. Wenn in Kürze der zweite City-Flitzer da ist, steht eines der beiden Autos den Bürgern im Zuge eines „Car-Sharing“-Projekts zur Verfügung. Gestern wurde die dazugehörige Stromtankstelle ihrer Bestimmung übergeben.

Freitag, 02.08.2019, 22:00 Uhr
Bürgermeister Carsten Grawunder (re.) und Winfried Münsterkötter von den Stadtwerken Ostmünsterland stellten die neue Ladestation der Stadt vor. Der weiße Renault soll in wenigen Wochen als „Car-Sharing“-Auto eingesetzt werden.
Bürgermeister Carsten Grawunder (re.) und Winfried Münsterkötter von den Stadtwerken Ostmünsterland stellten die neue Ladestation der Stadt vor. Der weiße Renault soll in wenigen Wochen als „Car-Sharing“-Auto eingesetzt werden. Foto: Dietmar Jeschke

Ob das Elektro-Auto tatsächlich die Zukunft ist? Das – darin sind sich Bürgermeister Carsten Grawunder und Winfried Münsterkötter von den Stadtwerken Ostermünsterland einig – vermag aktuell wohl niemand definitiv zu sagen. Denn der viel gelobten emissionsfreien Fortbewegung stehen nach wie vor große Umweltbelastungen durch die aufwendige Batterieproduktion gegenüber.

Aber: „Wir sind uns wohl alle darin einig, dass wir versuchen sollten, die Energiewende zu schaffen“, sagt Münsterkötter. „Und eine Energiewende funktioniert nur mit einer gleichzeitigen Verkehrswende.“ Insofern, ergänzt Carsten Grawunder, sei es absolut richtig, den E-Antrieb in seiner bislang möglichen Form zu forcieren – selbst, wenn diese sich am Ende nur als Übergangstechnologie erweisen sollte.

Entsprechend geht die Stadt nun weiter mit gutem Beispiel voran. So soll das im Frühjahr angeschaffte erste E-Fahrzeug der Verwaltung in wenigen Wochen im Rahmen eines „Car-Sharing“-Projekts allen Bürgern zur Verfügung stehen. Die Reservierung, Buchung und Abrechnung erfolgt über den in Everswinkel ansässigen Anbieter „Teilauto.de“ – und zwar einfach per Handy-App.

Bis es soweit ist, wird die Stadt einen zweiten E-Renault für den eigenen Betrieb anschaffen. Der entsprechende Förderantrag dazu ist bereits gestellt. Und damit beide City-Flitzer stets genügend „Saft“ haben, geht in den kommenden Tagen die eigene, von den Stadtwerken Ostmünsterland zur Verfügung gestellte Ladestation auf dem Verwaltungsparkplatz ans Netz.

Die zwei dazugehörigen Lade-Stellplätze sollen für die beiden Elektro-Autos der Stadt reserviert werden – vorausgesetzt, der Kreis Warendorf spielt als Genehmigungsbehörde mit. Tut er dies allerdings nicht, könnte es notwendig werden, die bisher einheitliche Parkfläche für Stadt, Verwaltungsmitarbeiter und Besucher künftig je nach Nutzergruppe getrennt auszuweisen. Das möchte die Verwaltung allerdings möglichst vermeiden – auch mit Blick darauf, dass im Zuge des geplanten Teilneubaus des Rathauses sowieso eine weitere Ladestation auf dem städtischen Gelände installiert werden soll. Die Zapf-Stelle der Stadtwerke soll danach – wie bereits die Station am Bahnhof – privaten Nutzern zur Verfügung stehen.

Apropos Rathausneubau: Um den ist es nach der hitzigen Debatte über die Notwendigkeit eines Architektenwettbewerbs Anfang vergangenen Jahres mittlerweile recht still geworden. Aus gutem Grund, erläutert Bauamtsleiter Christoph Britten. Denn mit den geplanten Schulerweiterungen und dem anstehenden Kita-Neubau in Walstedde habe man es aktuell mit wichtigeren Hochbauprojekten zu tun. Außerdem habe man die akute Raumnot in der Verwaltung durch die Anmietung weiterer Räume im Gebäude der benachbarten Volksbank zwischenzeitlich ein wenig lindern können. Dennoch, so Britten weiter, laufen die Planungen für den Verwaltungsneubau im Hintergrund weiter. Der Architektenwettbewerb werde weiterhin vorbereitet. Ein dazu notwendiges „Raumbuch“ sei bereits erstellt worden. Die Politik soll sich im Zuge der nächsten Haushaltsplanberatungen Ende des Jahres erneut mit dem Thema beschäftigen.

Abschließend teilte Bürgermeister Carsten Grawunder mit, dass nun auch der städtische Bauhof die ersten E-Fahrzeuge erhalten wird. Dabei handelt es sich um einen Pritschen- und einen Kastenwagen des Herstellers Nissan. Ein Fahrzeug vom Modell „Streetscooter“ der Post, wie es zunächst angedacht war, komme schon aus praktischen Gründen nicht in Frage. Außerdem bekomme die Stadt – mit entsprechenden Fördermitteln – zwei Transporter des japanischen Herstellers zum Preis von einem „Streetscooter“.

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