Provisorium an der Hoflinde
Zehn Steppkes in der neuen Kita „Hoppeditz“

Walstedde -

Die zweite Walstedder Kita hat am Montag ihren Betrieb aufgenommen. Zehn U3-Kinder werden übergangsweise im Erdgeschoss des städtischen Gebäudes an der Hoflinde betreut. Kita-Leiter ist Manuel Brümmer, und einen Namen gibt es mittlerweile auch: Kita „Hoppeditz“.

Freitag, 09.08.2019, 09:00 Uhr
Am Montag hat die neue Kita „Hoppeditz“ den Betrieb aufgenommen – übergangsweise im Gebäude an der Hoflinde. Kita-Leiter Manuel Brümmer (M.) führte Bauamtsleiter Christoph Britten (li.) und Rechtsrat Jan Schwering durch die renovierten Räume.
Am Montag hat die neue Kita „Hoppeditz“ den Betrieb aufgenommen – übergangsweise im Gebäude an der Hoflinde. Kita-Leiter Manuel Brümmer (M.) führte Bauamtsleiter Christoph Britten (li.) und Rechtsrat Jan Schwering durch die renovierten Räume. Foto: Nicole Evering

Gerade wird gefrühstückt. Da geht es grundsätzlich etwas lauter und chaotischer zu. Plötzlich stapften fremde Menschen durchs Haus, inspizieren Schlafraum, Mini-Toiletten und die Küche. Klar, dass die Kinderaugen da ganz groß werden und neugierig gucken. Ist ja sowieso alles noch frisch und ungewohnt für die Steppkes.

Am Montag hat die Kindertagesstätte in Trägerschaft der Elterninitiative St. Georg und des Sportvereins Fortuna Walstedde den Betrieb aufgenommen. Bis der Neubau für die Sport-Kita am Böcken fertig ist – das soll, wenn alles nach Plan läuft, zum nächsten Kita-Jahr der Fall sein –, ist eine U3-Gruppe übergangsweise im Erdgeschoss des städtischen Gebäudes an der Hoflinde untergebracht.

Dort haben bislang Flüchtlinge gelebt. Einige bewohnen weiterhin die Räume im Obergeschoss des Hauses. Das Erdgeschoss hingegen ist nun das Reich der insgesamt zehn Mädchen und Jungen, die von Kita-Leiter Manuel Brümmer und seinen beiden Mitarbeiterinnen Katja Bußmeier und Katja Lück betreut werden.

Tischler-, Elektro- und Malerarbeiten

Dem Kita-Start sind seit dem Frühjahr einige Umbau- und Renovierungsmaßnahmen vorausgegangen, wie Bauamtsleiter Christoph Britten erzählt. Für insgesamt 108 000 Euro seien umfangreiche Tischler-, Elektro- und Malerarbeiten durchgeführt worden. Der Zugang zum Hausflur wurde zugemauert. In die Kita kommen Mitarbeiter, Kinder und Eltern durch den neuen Eingang auf der Rückseite des Hauses. Alles ist frisch tapeziert und gestrichen. Im Garten wurde neuer Rollrasen verlegt, und kurz vor knapp wurde noch die neue Küche aufgebaut.

Es ist zwar nur eine provisorische Heimat, doch die ist mit bunten Möbeln und viel Spielzeug ausgestattet. „Wir haben so eingekauft, dass wir nachher alles mitnehmen können“, betont Brümmer. Ein eher unscheinbarer Zettel an der Tür verrät, dass die Kita jetzt auch einen Namen hat: „Hoppeditz“ – was aus dem Rheinischen komme und sich mit „hüpfender Knirps“ übersetzen lasse, erklärt der Leiter. Die Intention der Sport-Kita, sich auf Bewegung und gesunde Ernährung zu spezialisieren, schlägt sich also in der Namenswahl schon nieder.

„Support von vielen Seiten“

In einem per E-Mail verschickten Newsletter des Vereins bedankt sich Fortunen-Vorsitzender Clemens Kuhn bei allen Helfern: „Ohne den Support von vielen Seiten wäre der pünktliche Start der Kita nicht möglich gewesen. Der Anfang ist getan, und wenn alles gut läuft, dann werden wir in einem Jahr mit drei Gruppen in das neu gebaute Gebäude einziehen.“

Die Pläne dafür seien übrigens nach der Beratung im Bauausschuss noch einmal überarbeitet worden, so Britten. Die Verkehrsführung sei nun platzsparender und effektiver. Es werde nur die Hälfte des Bolzplatzes einbezogen. Stattdessen werde die Skateranlage wohl neuen Parkplätzen weichen müssen. Der Bauausschuss wird in seiner nächsten Sitzung nach der Sommerpause also erneut zu beraten haben. Zudem soll es eine Bürgerversammlung geben, in der Konzept und Pläne vorgestellt werden.

Zur Person

Manuel Brümmer heißt der Leiter der neuen Walstedder Kita „Hoppeditz“. Der gebürtige Werneraner ist 29 Jahre alt und lebt in Kamen. Seine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher hat er 2011 in einer offenen Ganztagsgrundschule in Lünen-Wethmar abgeschlossen. Danach folgten verschiedene berufliche Stationen, unter anderem im Jahr 2012 im St.- Georg-Kindergarten in Ameke. In Kamen war Brümmer zuletzt als Gruppenleiter tätig, als er auf die Stelle in Walstedde aufmerksam wurde. „Ich hatte Lust, hier etwas Neues mit aufzubauen. Und mit einer Gruppe kann ich da gut hineinwachsen“, sagt er.

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