Feierstunde im Malteserstift
„Wer hier lebt, ist Drensteinfurter“

Drensteinfurt -

Vor zehn Jahren ist der Neubau des Malteserstiftes St. Marien eingeweiht worden. Zu einer Feierstunde waren gestern rund 90 Gäste in das Seniorenheim gekommen. Bei den Ansprachen und beim Stöbern in alten Zeitungsartikeln wurden Erinnerungen an die Zeit des Umbaus wach.

Mittwoch, 14.08.2019, 07:00 Uhr
Sie feierten mit vielen weiteren Gästen die Einweihung des Neubaus vor zehn Jahren: Pfarrer Jörg Schlummer, Geschäftsführer Roland Niles, Hausleiterin Jeanette Möllmann, Pflegedienstleiterin Agnes Junker, stellvertretender Bürgermeister Josef Waldmann, Pfarrerin Angelika Ludwig und Pastor Ludger Funke (v.li.).
Sie feierten mit vielen weiteren Gästen die Einweihung des Neubaus vor zehn Jahren: Pfarrer Jörg Schlummer, Geschäftsführer Roland Niles, Hausleiterin Jeanette Möllmann, Pflegedienstleiterin Agnes Junker, stellvertretender Bürgermeister Josef Waldmann, Pfarrerin Angelika Ludwig und Pastor Ludger Funke (v.li.). Foto: Nicole Evering

„Wer zehnjähriges Jubiläum feiert, der ist ja eigentlich noch gar nicht so alt.“ Mit einem Augenzwinkern mussten die Worte des stellvertretenden Bürgermeisters Josef Waldmann verstanden werden. Denn dass das Malteserstift St. Marien auf eine bedeutend längere Geschichte zurückblickt, ist kein Geheimnis. Doch im Mittelpunkt der Feierstunde gestern standen in erster Linie die jüngsten Jahre seit Einweihung des Neubaus im August 2009.

Rund 90 Gäste – Bewohner, Mitarbeiter, Vertreter des Trägers, der Stadt, aus Politik und Vereinswelt – waren zunächst zur Messe mit Pfarrer Jörg Schlummer und Pastor Ludger Funke, anschließend zur offiziellen Begrüßung und danach zum gemütlichen Beisammensein samt Sektempfang und Grillbüfett eingeladen.

Es sei schön, an dieser Stelle so viele Gruppierungen und Ehrenamtliche versammelt zu sehen, „die sich mit dem Haus verbunden fühlen“, betonte Waldmann in seinem Grußwort. Er selbst komme als Vertreter der Stadt immer wieder gerne, etwa um zu Geburtstagen zu gratulieren. Und auch, wenn viele Menschen aus umliegenden Orten dort wohnten: „Wer hier lebt, der ist Drensteinfurter.“ Das Malteserstift sei eine Perle dieser Stadt. Und die habe Glück gehabt, dass die Malteser damals ihr Interesse bekundet hätten, das Altenkrankenheim aus kirchlicher Trägerschaft zu übernehmen und in den Standort zu investieren.

Pläne und Entscheidungen

Auf die ersten Neubau-Pläne im Jahr 2005 kam auch Roland Niles, Geschäftsführer der Malteser Rhein-Ruhr gGmbH, zu sprechen. „Ich weiß noch, Frau Möllmann , wie wir damals in Ihrem Büro gesessen und darüber philosophiert haben, wie es hier weitergehen soll. Für manche Entscheidungen braucht man eben ein bisschen länger“, verwies er auf den Entschluss für den Neubau, mit dem 2007 begonnen wurde.

Auch die angesprochene Hausleiterin Jeanette Möllmann kann sich an diese Zeit noch gut erinnern und ließ in ihre Rede einige „aufregende, schöne, traurige und rätselhafte“ Anekdoten aus der Zeit des Umbaus, des Umzugs und des Neustarts im Malteserstift St. Marien, wie es seit 2009 offiziell heißt, einfließen. Etwa die vom großen Rosenbeet, das sich einst auf dem Außengelände befunden habe. „Gegen einen Obolus durfte sich jeder eine Rose ausbuddeln. Auch in meinem Garten steht heute noch eine.“ Von dem Erlös wurde dann der Flügel angeschafft, der heute die Eingangshalle schmückt und bei vielerlei Gelegenheiten zum Einsatz kommt.

Dank an viele Helfer

Alle drei Redner drückten ihre große Dankbarkeit für den Einsatz der Mitarbeiter und der vielen Ehrenamtlichen aus. „Sie füllen unsere Botschaft täglich mit Leben“, meinte Roland Niles. „Behalten Sie die Kraft, hier weiterhin zu helfen“, appellierte Waldmann. Und: „Wir können stolz sein auf das, was wir hier geleistet haben“, sagte Möllmann.

Von draußen wehte da bereits der Duft frischer Grillwürstchen herein. Unter Pavillons waren Tische aufgebaut worden. Auf jedem lag auch eine Mappe mit alten Zeitungsartikeln, die an die zweijährige Umbauphase erinnerten. Die Gäste verweilten noch lange bei gutem Essen und Gesprächen.

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