Feuerwehr hilft beim Renntag
Kein wildes Parken oder Drängeln

Drensteinfurt -

„Vereinshilfe“ leistet die Drensteinfurter Feuerwehr seit Jahrzehnten beim Trabrenntag im Erlfeld. Während die Jugendabteilung das Einweisen der Autofahrer übernimmt, besetzen die aktiven Kräfte die Kassen. Sich vordrängeln oder reinmogeln: keine Chance.

Samstag, 17.08.2019, 08:00 Uhr
Derzeit herrscht noch Ruhe vor dem Sturm auf der Wiese, die zum Renntag zum großen Parkplatz umfunktioniert wird. Die Jugendfeuerwehr kümmert sich traditionell um das Einweisen der Autofahrer.
Derzeit herrscht noch Ruhe vor dem Sturm auf der Wiese, die zum Renntag zum großen Parkplatz umfunktioniert wird. Die Jugendfeuerwehr kümmert sich traditionell um das Einweisen der Autofahrer. Foto: Evering

Wenn am morgigen Sonntag wieder Tausende Besucher ins Erlfeld pilgern, um beim traditionellen Trabrenntag dabei zu sein, dann sind auch die Kameraden der Feuerwehr im Einsatz. Jugendabteilung und aktiver Löschzug unterstützen den Rennverein seit Jahr und Tag bei dieser Veranstaltung. Sie sorgen dafür, dass auf der zum Parkplatz umfunktionierten großen Wiese nichts wild durcheinander geht und besetzen die Kassen am Einlass. Sich vordrängeln oder reinmogeln: keine Chance.

„Vereinshilfe“ nennen die Jugendwarte Daniel Niester und Jonas Struckamp das. Wie lange es diese bereits gibt? „Das älteste Dienstbuch, das wir finden konnten, ist von 1971, und schon da wurde ein Einsatz beim Pferderennen erwähnt“, weiß Niester. „Im Gegenzug werden wir auch bei unseren Veranstaltungen von den anderen Vereinen in der Stadt tatkräftig unterstützt, beispielsweise beim Zapfen im Bierwagen.“ Solche Gefallen gebe man gerne zurück.

Der August-Termin auf der Rennbahn gehört auch seit Gründung der Jugendfeuerwehr 1976 zum Jahresprogramm des Nachwuchses dazu – ähnlich wie das Osterfeuer und die Weihnachtsbaum-Sammelaktion. Wenn es auch nicht immer ganz einfach sei, ausreichend „Personal“ zu finden, gibt Niester zu, schließlich falle das Event grundsätzlich in die Sommerferien.

Zugangswege und Parkplätze abstecken

Und es ist auch nicht damit getan, nur am Renntag selbst ab dem Vormittag vor Ort zu sein. Bereits am heutigen Samstag werden die Jugendlichen im Erlfeld zusammenkommen, um die Zugangswege und die Parkplätze abzustecken. Die Wiese, die in Privatbesitz ist, ist dann bereits schön kurz gemäht. Auch der Aufbau des Kassenbereichs durch die aktiven Kräfte erfolgt an diesem Tag. Sie bringen Bierzeltgarnituren und Pavillons mit – damit der Tag auf der Rennbahn eben nicht nur ein Arbeitseinsatz ist, sondern auch der Kameradschaft und der Geselligkeit dient. Denn diese werden bei der Feuerwehr grundsätzlich groß geschrieben.

Wenn‘s dann am Sonntag ans Einweisen der Autofahrer geht, leiten die älteren die jüngeren Mitglieder gerne an. Im Vorfeld gibt‘s stets eine kleine Einführung durch die Hauptverantwortlichen. „Die Jugendlichen sollen natürlich freundlich sein und den Autofahrern deutliche Handzeichen geben“, erklärt Daniel Niester, der schon seit zwölf Jahren in der Feuerwehr aktiv ist und den Posten des Jugendwarts seit Anfang 2017 bekleidet. Auch der Umgang mit den Funkgeräten wird den Helfern vorher erklärt.

Im Matsch festgefahren

So bunt und aufregend das Treiben rund um die Grasbahn beim Renntag immer ist, auf dem Parkplatz gehe es eigentlich sehr geordnet zu, weiß Niester. Zu nennenswerten Vorfällen sei es noch nie gekommen. An eine besonders verregnete Veranstaltung kann sich der 32-Jährige allerdings erinnern: „Da mussten wir mit unseren großen Fahrzeugen einige Autos, die sich im Matsch festgefahren hatten, von der Wiese ziehen.“

Darüber hinaus müsse natürlich auch am Renntag ganz „nebenbei“ die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gesichert bleiben, ergänzt Struckamp. Denn leider kommt es nicht selten vor, dass die Wehr plötzlich während eines Events zur Hilfe gerufen wird. Auch beim Pferderennen sei das schon vorgekommen. „Dann muss an der Kasse eben mit minimaler Besetzung weitergearbeitet werden. Einer übernimmt den Job von eigentlich drei oder vier Menschen – was sich auch in der Länge der Schlange niederschlägt“, erklärt Niester mit einem Schmunzeln. Im Notfall springen aber auch die Mitglieder des Rennvereins selbst mit ein.

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