„Tag des offenen Denkmals“
Geschichte wird lebendig

Drensteinfurt/Rinkerode -

Sich auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben, dazu lädt jedes Jahr aufs Neue der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ ein. Der Drensteinfurter Heimatverein steuert zwei Angebote bei, und auch das Mühlen- und Gerätemuseum in Rinkerode hat geöffnet.

Freitag, 23.08.2019, 08:00 Uhr
Um die Brüche und Umbrüche in der über 200-jährigen Geschichte der Rinkeroder Mühle drehen sich die Führungen am 8. September. Das Ehepaar Merten lädt Interessierte von 11 bis 17 Uhr ein.
Um die Brüche und Umbrüche in der über 200-jährigen Geschichte der Rinkeroder Mühle drehen sich die Führungen am 8. September. Das Ehepaar Merten lädt Interessierte von 11 bis 17 Uhr ein. Foto: -dje-

Sich auf die Spuren der Vergangenheit zu begeben, dazu lädt jedes Jahr aufs Neue der bundesweite „ Tag des offenen Denkmals “ ein. Dieses Mal findet er am Sonntag, 8. September, statt und steht unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Auch in Drensteinfurt wird an diesem Tag ein besonderes Programm geboten.

► Einen Stadtspaziergang zum Thema „Historische Gebäude im Spannungsfeld zwischen alter und modernen Nutzung“ bietet der Heimatverein Drensteinfurt an. Die beiden Stadtführer Walter Gröne und Manfred Blanke wissen viel über die historischen Gebäude und deren Geschichte zu erzählen. Es werden drei Führungen angeboten, die um 11, 14 und um 17 Uhr an der Alten Post starten und bei denen die Stadtführer anhand mehrerer Beispiele aufzeigen, „wie alte Häuser einer neuen Nutzung zugeführt werden können, ohne die denkmalwerte Bausubstanz zu beeinträchtigen“, heißt es in der Ankündigung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos. Auskunft erteilen Walter Gröne, Tel. 01 75 / 5 86 60 00, und Manfred Blanke, Tel. 01 57 / 57 28 58 19.

► Der Geschichtskreis des Heimatvereins lädt mit einer Rätselrallye dazu ein, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen, ein wenig zu suchen und zu raten (WN berichteten). Das Motto heißt: „Was Häuser uns erzählen.“ Zu insgesamt zwölf Stationen entlang eines vorgegebenen Rundgangs schickt der Geschichtskreis die interessierten Spürnasen. Start und Ziel liegen am St.-Regina-Kirchplatz. Tipps zu den richtigen Antworten gibt es übrigens bei den zuvor erwähnten Stadtführungen. Der ausgefüllte Coupon kann bis zum 15. September an folgenden Stellen in die bereitgestellten Boxen eingeworfen werden: „Bücherecke“, Schreibwaren „Markt Nr. 1“, „Eishaus“ und Wagenfeld-Apotheke. Darüber hinaus kann er per Post an die Stadtverwaltung geschickt oder dort in den Briefkasten geworfen werden. An allen genannten Stellen liegt der Flyer zur Mitnahme bereit. Zudem steht er als Download auf der Homepage des Heimatvereins zur Verfügung.

► Der Bauernhof Große Wöstmann, Hemmer 51 in Rinkerode, stammt aus dem Jahr 1677 und ist damit eines der ältesten Vierständer-Fachwerkhäuser im Kreis Warendorf. An vielen Stellen lässt die Familie für ihre Gäste die traditionsreiche Geschichte des westfälischen Hofes lebendig werden. Ein Kamin, die Tenne, die Upkammern und viele weitere Ecken erinnern an das damalige Leben auf dem Hof, so die Ankündigung. Trecker-Fans finden zudem eine große Auswahl an alten Traktoren und Landmaschinen vor. Am 8. September erwartet Familie Große Wöstmann, Tel. 0 25 38 / 977, interessierte Besucher zwischen 14 und 16 Uhr.

► Viel zu zeigen und zu erzählen haben Käte und Horst Merten, die anlässlich des Denkmaltages ihr Mühlen- und Gerätemuseum, Eickenbeck 44 in Rinkerode, öffnen. Passend zum Motto konzentrieren sich die Besitzer an diesem Tag auf die „Brüche“ im Leben der Rinkeroder Mühle, die 1810 durch Graf von Galen erbaut worden ist. Beispielsweise seien 1834 eine der Achsen bei einem Sturm gebrochen und der bei einem Feuer zerstörte Turm ein Jahr später abgebrochen worden, teilt das Ehepaar Merten mit. Der bisher letzte große Umbruch sei die Eröffnung des Museums 1995 gewesen. „Das Leben der Mühle wurde aus vielen Bruchstücken rekonstruiert“, führen die Besitzer das Wortspiel weiter fort. Wer mehr erfahren möchte, ist am 8. September von 11 bis 17 Uhr zum Besuch eingeladen. Führungen werden durchgehend angeboten.

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