Gedenkstätte für die Friedenskirche
Verein kommt seiner Sache näher

Rinkerode -

Ein weiterer Schritt in Richtung einer Gedenkstätte für die 2016 abgerissene evangelische Friedenskirche ist getan. Der Kirchbauverein hatte den Leiter des Bauamtes eingeladen, um über die ins Auge gefasste städtische Fläche an der Ecke Amselweg/Göttendorfer Weg ins Gespräch zu kommen. Und Christoph Britten signalisierte Entgegenkommen.

Samstag, 24.08.2019, 10:00 Uhr
Die „Cäcilia“ soll versetzt, stattdessen eine Gedenkstätte für die Friedenskirche errichtet werden. Der Entwurf von Architekt Harm Richter sieht eine mehrere Meter hohe Stele und zwei Gedenksteine vor.
Die „Cäcilia“ soll versetzt, stattdessen eine Gedenkstätte für die Friedenskirche errichtet werden. Der Entwurf von Architekt Harm Richter sieht eine mehrere Meter hohe Stele und zwei Gedenksteine vor. Foto: Nicole Evering

Ein weiterer Schritt in Richtung einer Gedenkstätte für die abgerissene evangelische Friedenskirche ist am Donnerstag getan worden. Der Kirchbauverein hatte den Leiter des städtischen Bauamtes, Christoph Britten , zum Gespräch eingeladen. Und der signalisierte – vorbehaltlich zusätzlicher Pläne mit konkreten Maßen –, dass die Errichtung einer Stele auf städtischer Fläche wohl keine Probleme bereiten dürfte.

Seit mehreren Jahren setzen sich sowohl evangelische als auch katholische Rinkeroder Bürger gemeinsam dafür ein, in der Nähe des 2016 abgerissenen Gotteshauses eine Gedenkstätte zu errichten (WN berichteten). Der Entwurf von Architekt Harm Richter sieht eine mehrere Meter hohe Stele aus Cortenstahl sowie zwei verschieden große Gedenksteine mit den Zahlen 1967 (Bau der Friedenskirche) und 1989 (Errichtung des Glockenturms) vor.

„Ich kenne eure Gedanken. Und die habt ihr nicht erst seit vorgestern“, verwies der stellvertretende Bürgermeister Josef Waldmann auf die jahrelange Vorgeschichte. Dass die Kirche neuer Wohnbebauung weichen musste, „das haben wir alle bedauert – nicht nur die Menschen in Rinkerode, sondern in der gesamten Stadt“. Der Verein um Franz Jostes und Franz Horstkötter kämpfe mit Leib und Seele, dass wenigstens etwas von der einstigen Kirche übrig bleibe, nachdem schon die Rettung des Glockenturmes fehlgeschlagen war. Waldmann betonte, dass auch Bürgermeister Carsten Grawunder voll und ganz hinter dieser Sache stehe.

Figur der Heiligen Cäcilia

Am Donnerstag nun nahm Christoph Britten die vom Kirchbauverein favorisierte Stelle in Augenschein. Dort, an der Ecke Amselweg/Göttendorfer Weg, steht derzeit noch eine im Jahr 1994 vom örtlichen Männergesangverein aufgestellte Figur der Heiligen Cäcilia. Mit Einverständnis des MGV soll diese auf eine benachbarte städtische Grünfläche versetzt werden und zusätzlich eine Art Baldachin erhalten.

Laut Entwurf sollen die beiden Gedenksteine neben der Stele platziert werden. Doch, das ergab der Ortstermin, parallel zum Göttendorfer Weg ist nicht ausreichend städtische Fläche vorhanden, und eine Ausrichtung entlang des Amselweges könnte die erforderliche Gehwegbreite beeinträchtigen. Alternativ schlug der Verein vor, die Steine innerhalb der Stele zu positionieren. Das hätte aber wohl Auswirkungen auf den Durchmesser und damit auf die Höhe der Stele, die in der Zeichnung mit dreieinhalb Metern angegeben ist, vor Ort aber auf fünf bis sechs Meter beziffert wurde.

Planung mit endgültigen Maßen

All diese Informationen nahm der Bauamtsleiter zur weiteren Besprechung mit in die Verwaltung. Seitens der Aktiven müsse noch eine detaillierte Planung mit den endgültigen Maßen angefertigt werden, so Britten. Grundsätzlich aber würden solche Gedenkstätten einen hohen Rechtscharakter genießen. Und seien dann noch die direkten Anlieger mit im Boot – auch darum will sich der Kirchbauverein kümmern –, könnte zeitnah ein „Gestattungsvertrag“ zwischen diesem und der Stadt geschlossen werden. Darin wird geregelt, dass die Stadt lediglich die Fläche zur Verfügung stellt, Errichtung, Pflege und Verkehrssicherungspflicht jedoch allein beim Verein liegen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6867945?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Maskierte Männer überfallen Supermarkt in Borghorst
Kassiererin mit Schusswaffe bedroht: Maskierte Männer überfallen Supermarkt in Borghorst
Nachrichten-Ticker