Blumen- und Gartenmarkt
Innenstadtläden dürfen öffnen

Drensteinfurt -

Die Läden in der Innenstadt dürfen beim Blumen- und Gartenmarkt öffnen. Der Streit mit der Gewerkschaft Verdi ist damit – vorerst – vom Tisch.

Montag, 09.09.2019, 23:58 Uhr aktualisiert: 10.09.2019, 15:43 Uhr
Die Karte zeigt, in welchem Radius die Geschäfte beim Blumen- und Gartenmarkt am kommenden Sonntag geöffnet sein dürfen.
Die Karte zeigt, in welchem Radius die Geschäfte beim Blumen- und Gartenmarkt am kommenden Sonntag geöffnet sein dürfen. Foto: Stadt

Der Blumen- und Gartenmarkt samt verkaufsoffenem Sonntag kann am kommenden Wochenende – fast – wie geplant starten. Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, habe man nach Verhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi nun kurzfristig eine neue Verordnung erlassen. Und die erlaubt es den Gewerbetreibenden im unmittelbaren Innenstadtbereich, während des Gartenmarktes am Sonntagnachmittag ihre Geschäfte zu öffnen.

Wie die Verwaltung mitteilt, hatte der Rat der Stadt bereits am 28. Mai eine Verordnung über das „Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen“ beschlossen, die an vier Sonntagen im Jahr eine Öffnung der Läden im Innenstadtbereich erlaubt – darunter eben auch am kommenden Sonntag aus Anlass des Blumen- und Gartenmarktes.

Das passte der Gewerkschaft Verdi allerdings nicht. Sie hatte am 23. August ein „Normenkontrollverfahren zur Überprüfung der ordnungsbehördlichen Verordnung“ beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingeleitet. Gleichzeitig hatte Verdi in einem Eilantrag gefordert, die Verordnung zur Sonntagsöffnung außer Vollzug setzen zu lassen und damit auch den Verkauf beim Blumen- und Gartenmarkt zu verbieten (WN berichteten).

„Die Stadt Drensteinfurt hat daraufhin die ursprüngliche Verordnung aufgehoben und im Wege einer Dringlichkeitsentscheidung eine neue ordnungsbehördliche Verordnung erlassen, die die Öffnung der Verkaufsstellen in einem kartographisch genau definierten Teilbereich der Innenstadt zulässt“, teilt das Hauptamt der Verwaltung mit. Das bedeutet im Klartext, dass zwar die Geschäfte rund um den Marktplatz und an der Wagenfeldstraße am Sonntag öffnen dürfen, Läden und Betriebe wie etwa an der Konrad-Adenauer-Straße, an der Kleiststraße oder auch am Ladestrang außen vor bleiben müssen.

Bürgermeister Carsten Grawunder freut sich trotzdem, dass das Event wie geplant stattfinden kann. „Kleine, inhabergeführte Geschäfte haben es in Zeiten von Online-Versandhändlern und Discountern heute schwierig genug. Umso wichtiger ist es daher, dass der lokale Einzelhandel durch Veranstaltungen wie den Blumen- und Gartenmarkt gestärkt wird“, so Grawunder.

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