300 000 Euro für den Kirchplatzbrunnen
„Walbert“ bekommt eine neues Zuhause

Drensteinfurt -

Die Pläne zum Neubau des Kirchplatzbrunnens gewinnen an Konturen. Der Förderantrag soll für das kommende Jahr gestellt werden.

Donnerstag, 05.09.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 11.09.2019, 18:16 Uhr
Der marode und wenig ansehnliche Kirchplatzbrunnen soll verschwinden. An seiner Stelle ist ein neuer „Walbert“-Brunnen geplant, der bereits im kommenden Jahr errichtet werden soll.
Der marode und wenig ansehnliche Kirchplatzbrunnen soll verschwinden. An seiner Stelle ist ein neuer „Walbert“-Brunnen geplant, der bereits im kommenden Jahr errichtet werden soll. Foto: Jeschke

Er versprüht den „kühlen Beton-Charme“ der 1970-er Jahre und gilt nicht zuletzt wegen seiner zahlreichen undichten Stellen als bautechnisch „abgängig“. Und trotzdem lockt er an warmen Sommertagen immer noch zahlreiche Besucher, die sich – mit dem Eis in der Hand – gerne auf seinem Rand niederlassen. Entsprechend soll der marode Kirchplatzbrunnen zwar verschwinden, aber nicht ersatzlos weichen.

Bereits im Juni hatte sich der Stadtentwicklungsausschuss mit drei Entwürfen des Büros „Landschaft Planen und Bauen aus Dortmund“ und des Ingenieurbüros Gnegel aus Sendenhorst zur Umgestaltung des städtischen Kirchplatzareals beschäftigt – und dabei rasch einen Favoriten gefunden. Einstimmig war beschlossen worden, eine neue Anlage zu errichten, die nicht nur einen sogenannten „Wasserkörper“ enthält, sondern auch Platz für die „Walbraht“-Figur – im Volksmund schlicht „Walbert“ genannt – bietet. Letztere fiel bekanntlich vor einigen Monaten der Marktplatzneugestaltung zum Opfer und wartet seitdem auf ein neues Plätzchen.

Wie die Verwaltung den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses in der jüngsten Sitzung mitteilte, wurde das vorgesehene Konzept, das einen aus Pflastersteinen modellierten, maximal 20 Zentimeter tiefen Wasserlauf symbolisieren soll, mittlerweile vor Ort mit den Mitgliedern des Kirchenvorstandes erörtert. Dabei wurde auch erläutert, wo die Bronzefigur des „Walbert“ bei der symbolischen Überquerung der Wersefurt – überliefert als erste urkundliche Erwähnung der Stadt Drensteinfurt – ihren Platz finden soll. Da die Kirchengemeinde den Vorschlag begrüßt hat, sei nun lediglich noch ein entsprechender Gestaltungsvertrag abzuschließen, erklärte Bauamtsleiter Christoph Britten.

Grünes Licht habe zwischenzeitlich auch die Bezirksregierung gegeben, die das Projekt für förderfähig halte und es in den Maßnahmenkatalog des kommenden Jahres aufnehmen möchte. „Die schlussendliche Entscheidung obliegt allerdings dem zuständigen Ministerium des Landes NRW“, schildert der Bauamtsleiter. Voraussetzung sei ein entsprechender Ratsbeschluss, der in der kommenden Sitzung am 23. September getroffen werden soll.

Die Kosten für die Umgestaltung des Kirchplatzes belaufen sich nach Schätzungen des Planungsbüros auf rund 300 000 Euro.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6919595?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Preußen Münster sperrt Tatverdächtigen für drei Jahre aus
Lerow Kwado (l) bedankt sich bei Fans des SC Preußen Münster für die Unterstützung.
Nachrichten-Ticker