Umstellung im Januar 2021
Die Gelbe Tonne kommt

Drensteinfurt -

Die Tage des Gelbe Sackes sind gezählt: Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses dafür aus, die Entsorgung des Verpackungsmülls auf die Gelbe Tonne umzustellen. Diese soll ab Januar 2021 jeweils vierwöchig gelehrt werden.

Mittwoch, 11.09.2019, 23:57 Uhr aktualisiert: 12.09.2019, 00:00 Uhr
Bilder wie dieses aus dem Dezember vergangenen Jahres sollen bald Geschichte sein. Die Abfuhr des Verpackungsmülls wird zum 1. Januar 2021 vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne umgestellt.
Bilder wie dieses aus dem Dezember vergangenen Jahres sollen bald Geschichte sein. Die Abfuhr des Verpackungsmülls wird zum 1. Januar 2021 vom Gelben Sack auf die Gelbe Tonne umgestellt. Foto: Dietmar Jeschke

Ärger mit dem Gelben Sack? Den sind viele Bürger seit Jahren gewohnt. Nicht nur, weil er schnell reißt. Sondern auch, weil er in vielen Supermärkten sowie in der Ausgabestelle der Stadtverwaltung regelmäßig vergriffen ist und schon bei einem leichten Lüftchen gerne einmal quer durch die Vorgärten fliegt.

Hinzu kommen die nahezu regelmäßigen Wechsel der Entsorgungsunternehmen mit den bekannten Konsequenzen: Ortsfremde Fahrer kennen anfangs mitunter noch nicht alle Strecken und Ablagestellen. Fehlen dazu noch Personal und Fahrzeuge, bleiben die Säcke gerne einmal einfach liegen.

Leittragende sind nicht nur die Bürger, sondern auch die Mitarbeiter der Stadt – allen voran der städtische Umweltbeauftragte Hans-Ulrich Herding , bei dem das Telefon im Problemfall nicht stillsteht. Und das, obwohl weder er noch seine Behörde für die Entsorgung der Gelben Säcke zuständig sind.

Die Abfuhr obliegt vielmehr dem Dualen System, wie Andreas Meschede von der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf am Montag den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses noch einmal erläuterte. Vor 27 Jahren, so Meschede, habe der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer die gute Idee gehabt, die Industrie für die Entsorgung des von ihr verursachten Verpackungsmülls in die Pflicht zu nehmen – die Geburtsstunde des heute allseits bekannten „Grünen Punktes“. Die Industrie wurde fortan verpflichtet, für jede ausgelieferte Verpackung zu zahlen – und zwar an das „Duale System“, das für die Entsorgung des Verpackungsmülls zuständig ist. Das jedoch wiederum rein verwaltungstechnisch, werden für die eigentliche Abfuhr des in den Gelben Säcken gesammelten Verpackungsabfalls doch private Entsorgungsunternehmen beauftragt. Und da der Preiskampf in der Branche groß ist, werden diese Unternehmen im Rahmen der regelmäßigen Neuausschreiben schnell durch andere Betriebe ersetzt – samt der eingangs genannten Konsequenzen.

In Drensteinfurt und in den Ortsteilen erfolgt die Abfuhr des Verpackungsmülls seit vielen Jahren im zweiwöchigem Rhythmus. Das wird sich aber aller Voraussicht nach zum 1. Januar 2021 ändern. Dann nämlich soll auch in der Wersestadt die Gelbe Tonne Einzug halten, die ein Mal im Monat gelehrt werden wird. „Das ist sehr erfreulich“, erklärte Ausschussvorsitzender Markus Wiewel.

Sorgen, dass der vierwöchige Abfuhrrhythmus nicht reicht, müsse übrigens niemand haben, betonte Markus Meschede. Denn die standardmäßige 240-Liter- Tonne fasse locker fünf volle Gelbe Säcke, was etwa dem durchschnittlichen Monatsmüll eines fünf- bis sechsköpfigen Haushaltes entspreche. Ein weiterer Faktor für den Monatsrhythmus, erläuterte die Verwaltung, sei zudem die Tatsache, dass „Lkw-Fahrten in beträchtlichem Umfang“ eingespart werden, was nicht nur Kosten spare, sondern auch der Umwelt zugute komme.

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