Teamschule
Neues Gesetz zum Schuljahresstart

Drensteinfurt -

Die Anmeldesituation an der Teamschule hat in den vergangenen Tagen für einige Diskussionen gesorgt. Wie Bürgermeister Carsten Grawunder während der Ratssitzung betonte, sei die Existenz der Schule mit Blick auf das Schulrechtsänderungsgesetz nicht gefährdet. Die WN befragten dazu die Landtagsabgeordneten.

Mittwoch, 25.09.2019, 23:55 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 00:00 Uhr
Um die Existenz ländlicher Sekundarschulen wie der Drensteinfurter Teamschule zu sichern, ist ein Änderung des Schulgesetzes in Arbeit. Markus Diekhoff (FDP).
Um die Existenz ländlicher Sekundarschulen wie der Drensteinfurter Teamschule zu sichern, ist ein Änderung des Schulgesetzes in Arbeit. Markus Diekhoff (FDP). Foto: Dietmar Jeschke

Die Zukunftsprognose für die einzige weiterführende Schule im Ort hat nach der Vorstellung der ernüchternden Ergebnisse des Schulentwicklungsgutachtens in den vergangen Tagen für zahlreiche Diskussionen und Irritationen gesorgt ( WN berichteten). Am Montagabend gab Bürgermeister Carsten Grawunder in der Sitzung des Rates vorerst Entwarnung. „Die Existenz der Sekundarschule ist gesichert“, betonte der Verwaltungschef, der dabei auf das anstehende „Schulrechtsänderungsgesetz“ verwies.

Was es mit diesem Gesetz auf sich hat, wollte die WN-Redaktion von den beiden heimischen Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum ( CDU ) und Markus Diekhoff (FDP) wissen, deren Parteien die NRW-Landesregierung stellen.

„Das 15. Schulrechtsänderungsgesetz ist momentan in der Verbändeanhörung. Geplant ist demnach, dass Sekundarschulen mindestens drei Parallelklassen pro Jahrgang haben müssen“, erklärt der Drensteinfurter Markus Diekhoff. Aber: Eine Sekundarschule könne eben pro Jahrgang auch nur mit zwei Klasse fortgeführt werden, wenn es sich um die einzige weiterführend „Sek.-I.Schule“ in der Stadt handelt.

Wie der Albersloher CDU-Abgeordnete Henning Rehbaum ergänzt, habe die CDU-FDP-Koalition bereits im Jahr 2017 den Antrag gestellt, ländlichen Sekundarschulen auch einen zweizügigen Betrieb zu ermöglichen. Ein Anliegen, das – so Rehbaum – nun kurz vor der Verwirklichung stehe.

Verabschiedung im Frühjahr

„Nach der Verbändeanhörung werden Änderungswünsche und Anmerkungen durch das Ministerium gegebenenfalls eingefügt“, erläuter FDP-Politiker Markus Diekhoff das weitere Vorgehen. „Anschließend geht der Entwurf noch in diesem Jahr in die erste Lesung. Ein konkretes Datum dazu steht noch nicht fest. Danach wird der Entwurf im Ausschuss beraten, und gegebenenfalls folgt eine Expertenanhörung dazu. Eine Verabschiedung ist dann im Frühjahr 2020 möglich.“

Ebenso wie sein Abgeordneten-Kollege Henning Rehbaum rechnet Diekhof dabei nicht mit großen Hindernissen. „Die NRW-Koalition hat sich dem Erhalt eines wohnortnahen Bildungsangebotes verschrieben. Diese Regelungen sollen helfen, in schrumpfenden ländlichen Regionen ein Schulangebot aufrecht zu erhalten“, so Diekhoff. „Drensteinfurt ist eine prosperierende Kleinstadt im Speckgürtel der Oberzentren Münster und Hamm. Da ist es im vitalen Interesse aller Beteiligten ein attraktives schulisches, Angebote für die Schülerinnen und Schüler vor Ort zu erhalten. Und die Debatte zeigt ja, dass daran gearbeitet wird.“

Ähnlich sieht es der heimische CDU-Abgeordnete Henning Rehbaum: „Damit geben wir Eltern und den Kindern, die gern auf die Sekundarschule gehen wollen, Planungssicherheit. Gerade für Eltern in Drensteinfurt ist es wichtig, auf den Fortbestand der Teamschule vertrauen zu können. Das Gesetz wird vor der Sommerpause pünktlich zum Schuljahr 20/21 verabschiedet.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6957356?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker