Grillhütte erneut angezündet
Vandalismus „kaum nachvollziehbar“

Rinkerode -

Die Mitglieder des Rinkeroder Heimatvereins sind stinksauer. Unbekannte Vandalen haben die Grillhütte am Pröbstingweg erneut angezündet.

Montag, 07.10.2019, 23:53 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 07:39 Uhr
Angekohlte Bänke und Balken: Die Rinkeroder Grillhütte wurde am Wochenende abermals in Brand gesetzt. Zuvor hatten die Täter einen Mülleimer abgerissen und angezündet.
Angekohlte Bänke und Balken: Die Rinkeroder Grillhütte wurde am Wochenende abermals in Brand gesetzt. Zuvor hatten die Täter einen Mülleimer abgerissen und angezündet. Foto: Dietmar Jeschke

Erst wenige Monate ist es her, dass die Heimatfreunde die beliebte Grillhütte am Pröpstingweg grundlegend renoviert haben. „Viele Arbeitsstunden und viel Geld haben Helfer des Heimatvereins und Rinkeroder Handwerker investiert. Damals mussten massive Schäden durch Brandstiftung beseitigt werden“, berichten Josef Hunkemöller und Heinz Hofmann . Ein neuer Anstrich und eine Einfriedung rundeten das Bild ab. Viele Gruppen, Radler und Spaziergänger genossen die Anlage.

Seit Samstagnacht ist es damit jedoch – abermals – vorbei. Bislang unbekannte Brandstifter rissen gegen 22 Uhr zunächst eine Mülltonne aus ihrer Halterung, zündeten diese an und schafften sie ins Innere der Hütte, um diese dann in Brand zu setzen. „Zum Glück alarmierten Anlieger sehr schnell die Feuerwehr, die kurze Zeit später zur Stelle war und durch ihr Eingreifen einen Totalschaden verhindern konnte“, so die Aktiven des Heimatvereins.

Mit dem Feuer allein war es aber nicht getan. Denn auf ihrem Weg in Richtung Hiltrup schlugen die Vandalen offensichtlich in blinder Zerstörungswut noch eine Ruhebank kurz und klein. Anschließend rissen sie das schwere Betonfundament aus dem Boden, zogen es auf die Straße, schleiften es ein Stück weiter und ließen es schließlich am Straßenrand liegen. „Zum Glück beseitigten Passanten das Hindernis, bevor ein Unfall passieren konnte. Schleifspuren auf dem Straßenpflaster zeugen immer noch von der kriminellen Energie der Täter“, schreiben Hunkemöller und Hofmann.

Schnell sprach sich die schlechte Nachricht beim Erntedankfest herum. „Betroffen und enttäuscht zeigten sich der Vorstand des Heimatvereins und die ehrenamtlichen Helfer, die sich um ihren Einsatz betrogen fühlen. Es bleibt die Frage nach dem Warum. Es ist kaum nachvollziehbar“, so die Heimatfreunde. Es wurde sogar der Verdacht geäußert, dass gerade die Nutzung durch geflüchtete Menschen aus Rinkerode Hintergrund der Brandstiftung gewesen sein könnte. Die Heimatfreunde fragen sich nunmehr, ob ein erneuter Anlauf zur Renovierung überhaupt noch sinnvoll ist.

Schon der Rinkeroder Löschzug, der den Grillplatz einst errichtet hatte, habe sich wegen des anhaltenden Vandalismus‘ weitgehend zurückgezogen. „Die Resignation aller vor diesen mutwilligen Schäden ist verständlich. Schade ist es für Radler, Wanderer und viele Rinkeroder, die diesen Platz gerne zur Rast oder für einen Grillabend genutzt haben“, heißt es im Bericht des Heimatvereins abschließend.

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