Neue E-Tankstelle in Betrieb
Zwei exklusive Ladepunkte

Drensteinfurt -

Die vor einem Vierteljahr errichtete Ladesäule der Stadtwerke Ostmünsterland am Landsbergplatz ist nun freigeschaltet. Aber dort darf nicht jeder tanken. Zumindest vorläufig sind die beiden Ladepunkte für die städtischen E-Autos, von denen eins bald als Car-Sharing-Fahrzeug angeboten wird, reserviert.

Donnerstag, 24.10.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 16:00 Uhr
Seit Mittwoch ist die Ladestation der Stadtwerke Ostmünsterland am Landsbergplatz in Betrieb. Sie ist allerdings – zumindest vorläufig – den beiden städtischen E-Autos vorbehalten. Für die Öffentlichkeit ist die Innogy-Ladesäule am Bahnhof gedacht.
Seit Mittwoch ist die Ladestation der Stadtwerke Ostmünsterland am Landsbergplatz in Betrieb. Sie ist allerdings – zumindest vorläufig – den beiden städtischen E-Autos vorbehalten. Für die Öffentlichkeit ist die Innogy-Ladesäule am Bahnhof gedacht. Foto: Matthias Münch

Was lange währt, wird endlich gut: Die vor einem Vierteljahr errichtete Ladesäule der Stadtwerke Ostmünsterland (SO) vor der Stadtverwaltung am Landsbergplatz ist seit Mittwoch freigeschaltet.

Vom Aufbau bis zur Inbetriebnahme der E-Tankstelle dauerte es so lange, weil die beiden Zähler für die Anlage irrtümlich an die Westnetz GmbH nach Münster geschickt worden waren. Nachdem die Stadtwerke Ostmünsterland die Geräte dann endlich doch bekommen hatten, wurden sie am Mittwoch eingebaut.

Die neue Ladestation ist – anders als die am Bahnhof – allerdings nicht ohne Weiteres für die Öffentlichkeit zugänglich – zumindest noch nicht. „Der eine Ladepunkt ist für das städtische E-Auto reserviert, der zweite für das Car-Sharing-Fahrzeug“, erklärt Stefan Werner , Leiter Handel und Vertrieb bei den Stadtwerken Ostmünsterland, auf WN-Anfrage. Die Säule könne passgenau konfiguriert werden. Dies war am Mittwoch noch nicht geschehen, weshalb auch ein privates E-Auto dort aufgetankt werden konnte.

Praxiserfahrung sammeln

Für das Aufstellen entsprechender Hinweisschilder sei dann die Verwaltung zuständig, so Werner weiter. Es sei übrigens das erste Mal, dass die Stadtwerke eine solche Infrastruktur gemeinsam mit der öffentlichen Hand geschaffen hätten. Mit der Firma „Teilautos“, die auch das Car-Sharing-Angebot in Drensteinfurt umsetzen wird, kooperiere man schon länger. Mittelfristig sei übrigens geplant, zumindest einen der Ladepunkte für jedermann zugänglich zu machen. Nun solle allerdings erst einmal Praxiserfahrung gesammelt, also beobachtet werden, wie die E-Tankstelle genutzt werde, sagt Werner.

Dennoch sollte sich mit der Inbetriebnahme die Ladesituation in Drensteinfurt etwas entspannen. Zuletzt hatte die Verwaltung am Montag erneut beide Säulen der öffentlichen Stromtankstelle am Bahnhof mit ihren beiden Autos blockiert. Als dort am Montag um 16 Uhr ein privates E-Auto zum Aufladen vorfuhr, standen die beiden Zoes an der Innogy-Säule, allerdings ohne tatsächlich zu laden. Drei Stunden später, um 19 Uhr, bot sich das gleiche Bild. Erst am Dienstag um 8 Uhr war eines der beiden städtischen E-Autos abgeholt worden. Das andere stand immer noch dort – nun mit dem Kabel in der Ladesäule.

Überdurchschnittliche Infrastruktur

Für eine Kleinstadt wie Drensteinfurt, das betont Stefan Werner, sei die nun vorhandene Infrastruktur überdurchschnittlich. „Das gibt es bestimmt kein zweites Mal in Deutschland.“ Ohnehin seien die E-Tankstellen, bei denen die Energieversorger eng zusammenarbeiteten, um den Kunden ein möglichst großflächiges Netz bieten zu können, „eher für Besucher“ gedacht. „Der Drensteinfurter lädt sein Auto zu Hause. Die E-Säule ist nicht in erster Linie als Ersatz dafür gedacht“, betont Stefan Werner. Vielmehr solle Besuchern aus weiter entfernten Städten wie beispielsweise Dortmund oder Düsseldorf die Möglichkeit zum Aufladen vor der Heimfahrt gegeben werden.

Auf Namenssuche

Ab dem 4. November stellt die Stadt eines ihrer beiden E-Autos über den Anbieter „Teilautos“ interessierten Bürgern als Car-Sharing-Fahrzeug zur Verfügung. Eine Registrierung für die Teilnahme ist unter www.teilautos.de möglich. Noch bis zum 27. Oktober können Namensvorschläge für dieses Auto eingereicht werden. Im Anschluss werden bis zu drei Vorschläge ausgewählt und dann zur Abstimmung gestellt, teilt die Stadtverwaltung mit. Wer den Gewinner-Namen vorschlägt, gewinnt einen Preis.

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