Herbstlaub auf Gehwegen
Fegen ist Sache der Anlieger

Drensteinfurt -

Der Herbst hat Einzug gehalten. Und mit ihm das Laub, das sich derzeit auf den Wegen sammelt. Gerade bei nasser Witterung kann das eine rutschige Angelegenheit und deshalb nicht ganz ungefährlich sein. An dieser Stelle sind die Anlieger in der Pflicht, die Bürgersteige zu fegen.

Sonntag, 27.10.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 27.10.2019, 14:00 Uhr
Ein schöner Anblick, besonders im herbstlichen Sonnenschein, ist das bunt verfärbte Laub, das die Drensteinfurter Hobbykünstlerin Vera Aldeek im Schlosspark festgehalten hat. Bleiben die herabgefallenen Blätter allerdings auf den Gehwegen liegen, besteht erhebliche Rutschgefahr.
Ein schöner Anblick, besonders im herbstlichen Sonnenschein, ist das bunt verfärbte Laub, das die Drensteinfurter Hobbykünstlerin Vera Aldeek im Schlosspark festgehalten hat. Bleiben die herabgefallenen Blätter allerdings auf den Gehwegen liegen, besteht erhebliche Rutschgefahr. Foto: Vera Aldeek

Der Sommer ist endgültig vorbei. Das macht sich auch dadurch bemerkbar, dass sich die Blätter an den Bäumen langsam herbstlich verfärben und nach und nach zu Boden fallen. Dass buntes Laub aber nicht bloß ein schöner Anblick ist, sondern, gerade in nasser Form, auch eine erhebliche Gefahr darstellen kann, darauf weist der städtische Umweltbeauftragte Hans-Ulrich Herding hin.

Eine Problemstelle in der Innenstadt sind beispielsweise die roten Klinkersteine etwa an der Münster- und der Hammer Straße, die bei Regen ohnehin nicht allzu griffig sind. Liegt dann auch noch nasses Laub herum, kann es schnell zu einem Sturz kommen.

An dieser Stelle sind, genau wie bei Glatteis und Schnee, die Anlieger in der Pflicht. Denn an sie hat die Stadt die Reinigung der Gehwege übertragen. „In vielen Großstädten ist das anders, aber in einer kleineren Stadt wie unserer funktioniert das noch gut“, berichtet Herding. Wo es keine Bürgersteige gebe, etwa in verkehrsberuhigten Bereichen, müsse gleich die ganze Straße – zumindest in einer für die Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer angemessenen Breite – von den Anwohnern gefegt werden. „Dafür zahlen diese Bürger auch keine Straßenreinigungsgebühren.“

Reinigung nach Aufkommen

Zwar stehe in der entsprechenden städtischen Satzung, dass die Gehwege ein Mal pro Woche gefegt werden müssten. „Aber das dient eher der Optik.“ Gerade im Herbst und im Winter sei eine Reinigung je nach Aufkommen von Blättern oder Schnee angesagt. „Der Anlieger muss für die nötige Sicherheit sorgen.“ Im schlimmsten Fall könne er nämlich haftbar gemacht werden. „Wir bekommen eigentlich in jedem Winter Post von Versicherungen, die unsere Satzung zur Klärung eines Falls benötigen“, weiß Hans-Ulrich Herding.

Wenn einem seiner Kollegen im Bauamt bei der regelmäßigen Straßenkontrolle ein Bereich auffalle, der nicht ausreichend gesäubert wird, dann gibt‘s Post von der Stadt. „Erstmal einen sehr höflichen Formbrief, in dem der Anlieger gebeten wird, sich besser zu kümmern“, so Herding. Das wirke eigentlich immer. Falls sich aber auch dadurch nichts ändert, wird das Ordnungsamt eingeschaltet. „Das ist dann nicht mehr ganz so nett“, sagt er schmunzelnd.

Biotonnen sind kostenlos

Dabei bietet die Stadt ihren Bürgern einige Möglichkeiten, das zusammengefegte Laub ordentlich zu entsorgen. Die Biotonne ist, genau wie die Papiertonne, in Drensteinfurt kostenlos zu haben. Bei Bedarf erhalten Einwohner auch mehr als nur ein Behältnis. Darüber hinaus nimmt der Wertstoffhof im Gewerbegebiet Viehfeld Laub und Rasenschnitt an. Das tue heute auch nicht mehr jeder, weiß Herding zu berichten. Die Abgabe einer Kofferraumladung – etwa sechs blaue Säcke – kostet dort drei Euro.

Apropos: Derzeit werde von der Verwaltung ein zusätzlicher, dritter Öffnungstag des Wertstoffhofes geprüft, da die Termine – dienstags von 16 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr – immer sehr stark genutzt würden, so Herding.

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