Städtischer Umweltpreis
Artenschutz fängt im Kleinen an

Drensteinfurt -

Unter dem Motto „Artenschutz rund ums Haus“ steht der diesjährige Umwelt- und Klimaschutzpreis der Stadt Drensteinfurt. 21 Teilnehmer haben Beiträge eingereicht, eine Jury hat diese nach einem ausgeklügelten Punktesystem bewertet. Zur Preisverleihung sind nun alle Interessierten willkommen.

Montag, 28.10.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 16:00 Uhr
Im Garten des Ehepaares Romberg kam die Jury am Samstag für eine Besichtigung zusammen. Wer mit dem diesjährigen Umweltpreis der Stadt Drensteinfurt ausgezeichnet wird, wird am kommenden Donnerstag in der Alten Post bekannt gegeben.
Im Garten des Ehepaares Romberg kam die Jury am Samstag für eine Besichtigung zusammen. Wer mit dem diesjährigen Umweltpreis der Stadt Drensteinfurt ausgezeichnet wird, wird am kommenden Donnerstag in der Alten Post bekannt gegeben. Foto: Malte Oberhoff

Der Umweltschutz sowie der Erhalt der Artenvielfalt dominieren schon lange die Nachrichten. Dass dieses Thema auch in Drensteinfurt äußerst präsent ist, verdeutlicht der jährliche Umwelt- und Klimaschutzwettbewerb. Dieses Mal hat er – entsprechend dem von der Stadt ausgerufenen „Jahr der Artenvielfalt“ – das Motto „Artenschutz rund ums Haus“.

Die Flyer zu der Aktion hatte die Stadt im Frühjahr an alle Haushalte verteilt. Wer eine kurze Beschreibung seines Projektes eingereicht hatte, der wurde im September vom städtischen Umweltbeauftragten Hans-Ulrich Herding und Thomas Laumeier von der Nabu-Naturschutzstation Münsterland besucht. Sie nahmen nach einem ausgeklügelten System eine erste Bewertung der 21 Beiträge vor.

Unabhängig voneinander füllten die Experten in jeweils mehr als 20 Stunden Arbeit die zuvor erdachten Bewertungsbögen aus. Diese beruhen auf einem speziellen Punktesystem für einzelne Artenschutz-Aspekte und deren Maßnahmen. Besonders viele Punkte gab es beispielsweise im Bereich der Obstbäume und Pflanzung zu holen. Doch auch Regenwassernutzung, Nisthilfen oder Fassadenbegrünung spielten eine maßgebliche Rolle für den Entscheidungsprozess.

Endgültige Bewertung

Mit den ausgefüllten Bögen und zahlreichen Fotos der besichtigten Gärten traf sich dann die gesamte Jury zur endgültigen Bewertung. Diese besteht aus den vier Ratsmitgliedern Markus Wiewel (CDU), Christoph Merten (SPD), Bernhard Lips (Die Grünen) und Burghard Wieland (FDP) und hatte zu entscheiden, wie die ausgelobten 1000 Euro Preisgeld unter den Teilnehmern aufgeteilt werden sollten.

Hans-Ulrich Herding verriet bereits: Insgesamt werden sieben Gärten ausgezeichnet. Neben denen mit der höchsten Punktzahl, hat die Jury sich für die Einrichtung der Sonderpreise „Kreativpreis“ und „Raumwunder“ entschieden. Ersterer, erklärte Herding, beziehe sich auf einen ganz besonderen Garten, der durch seinen Einfallsreichtum allen Jurymitgliedern das Gefühl gegeben habe: „Diese Kreativität müssen wir würdigen.“

Optimale Ausnutzung

Der Preis „Raumwunder“ sei entstanden, weil die Bewertungskriterien in ihrer Vielzahl und somit eine hohe Punktzahl nur in sehr großen Gärten zu erreichen gewesen seien. Kleinere Gärten hätten jedoch durch eine optimale Ausnutzung und maximalen Artenschutz auf wenig Raum so überzeugt, dass auch diese Kombination von der Jury nicht unprämiert bleiben sollte.

Ein Beispiel für einen großen, eher sogar riesigen Garten hat das Ehepaar Romberg in der Bauerschaft Ossenbeck zu bieten. Auf dem 6800 Quadratmeter großen Grundstück erschuf es eine Vielfalt, die nur schwerlich zu überbieten ist. Neben kleinen Maßnahmen wie einem Mulchweg oder Nisthilfen kann das Ehepaar einen Teich sowie eine Obst- und Wildblumenwiese vorweisen. Nach eigenen Angaben pflanzten die beiden Hobbygärtner in den zurückliegenden zehn Jahren knapp 20 Obstbäume sowie 40 Kopfweiden und säten zudem ein Vielfaches an Blumen und Sträuchern aus.

► Welche Teilnehmer des Umweltwettbewerbes sich über einen Preis freuen können, das wird am Donnerstag, 31. Oktober, um 18 Uhr in der Alten Post bekannt gegeben. Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen, um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie Artenschutz auch im kleinen Maßstab am Beispiel des eigenen Gartens einem globalen Problem entgegenwirken kann.

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