Aktionstag der Gleichstellungsbeauftragten
„Nein“ zur Gewalt an Frauen

Drensteinfurt -

Anlässlich des am 25. November stattfindenden „Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen“ laden die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Warendorf bereits am Sonntag, 24. November, zu einem besonderen Filmnachmittag ein.

Mittwoch, 13.11.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 17.11.2019, 13:44 Uhr
Gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Warendorf lädt Elke Göller von der Stadt Drensteinfurt (li.) am 24. November in das Ahlener Kino ein.
Gemeinsam mit den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Warendorf lädt Elke Göller von der Stadt Drensteinfurt (li.) am 24. November in das Ahlener Kino ein. Foto: Stadt

„Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter“, sagt Elke Göller , Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Drensteinfurt. Dass auch im Kreis Warendorf Frauen täglich Opfer von körperlicher und seelischer Gewalt werden, wollen die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Warendorf nicht akzeptieren. Anlässlich des am 25. November stattfindenden „Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen“ laden sie bereits am Sonntag, 24. November, um 14.30 Uhr in das Ahlener Kino „CinemAhlen“ ein.

Mit Unterstützung von Kinobetreiber Martin Temme und der Volkshochschule Ahlen wird dort der Film „Nur eine Frau“ gezeigt. Er erzählt nach einer wahren Begebenheit vom Leben und Sterben der jungen Berlinerin Aynur, die durch die Hand ihres Bruders einem sogenannten „Ehrenmord“ zum Opfer fiel, heißt es in der Ankündigung.

„Die Statistiken belegen, dass in Deutschland etwa 40 Prozent aller Frauen irgendwann in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erleben. Erschreckend hierbei ist, dass häusliche Gewalt die häufigste Ursache von Verletzungen an Frauen ist, und sie kostet der Solidargemeinschaft jährlich mehrere Millionen Euro, etwa für ärztliche Behandlung, Einsatz von Polizei und Justiz und den Arbeitsausfällen der betroffenen Frauen“, schreibt die städtische Gleichstellungsbeauftragte. „Das eigene Zuhause, welches geschützter Zufluchts- und Rückzugsraum sein soll, ist der gefährlichste Ort. Gewalt findet am häufigsten in Beziehungen statt. Die Zahlen belegen, dass das Risiko, durch den Intimpartner Gewalt zu erfahren, höher ist als das, durch einen Fremden tätlich angegriffen zu werden“, so Göller weiter. Dabei sei Bildung, Alter, Einkommen oder Religionszugehörigkeit völlig bedeutungslos.

Mit dem Filmnachmittag möchte der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis darauf aufmerksam machen, dass Gewalt in Deutschland keine Seltenheit ist und öfter als gedacht vorkommt, so die Veranstalterinnen. „Der Arbeitskreis positioniert sich zu einem klaren ,Nein‘ zu Gewalt in jeglicher Form und ruft auf, egal welcher Form von Gewaltanwendung und Missbrauch entschieden entgegen zu treten“, sagt Elke Göller. Im Anschluss an den Film sind alle weiblichen und männlichen Gäste zur Diskussion eingeladen.

► Karten für den Filmnachmittag gibt es zum ermäßigten Preis von sechs Euro an der Kinokasse. Eine Online-Reservierung ist unter www.cinemahlen.de möglich.

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