„Runder Tisch“ zum Thema Bahnsteiganhebung
Bund stellt Fördermittel in Aussicht

Drensteinfurt -

Wann endlich wird der barrierefreie Einstieg in die Züge am Drensteinfurter Bahnhof möglich? Ein Spitzengespräch mit mehreren Verantwortlichen zu diesem Thema hat jetzt im Düsseldorfer Landtag stattgefunden. Und die Ergebnisse lassen hoffen.

Sonntag, 17.11.2019, 09:55 Uhr aktualisiert: 17.11.2019, 10:30 Uhr
Schon lange wird die Anhebung der Bahnsteige in Drensteinfurt gefordert.
Schon lange wird die Anhebung der Bahnsteige in Drensteinfurt gefordert. Foto: Jeschke

Wann endlich wird der barrierefreie Einstieg in die Züge am Drensteinfurter Bahnhof möglich? Zu einem Spitzengespräch im Düsseldorfer Landtag hat eine Anfrage zum Planungsstand, formuliert von dem CDU-Ratsmitglied Martin Zinselmeier und dem Vorstandsmitglied der CDU-Ortsunion, Martin Welscheit, geführt.

Henning Rehbaum , heimischer CDU-Landtagsabgeordneter, setze sich gemeinsam mit den Drensteinfurtern seit 2016 für die Erhöhung der Bahnsteige in allen drei Ortsteilen in Drensteinfurt ein und habe nun einen „Runden Tisch“ im Landtag organisiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Ortsunion. Der Einladung seien der Leiter Bau- und Anlagenmanagement DB Netz, Dr. Denis Loskant, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen, Werner Lübberink, der Leiter des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Joachim Künzel, der Stationsmanager für die DB-Bahnhöfe des Münsterlandes, Michael Jansen, sowie der zuständige Gruppenleiter des Verkehrsministeriums NRW, Hans-Peter Bröhl, gefolgt.

Zu Gesprächsbeginn habe es erfreuliche Informationen über ein in Aussicht gestelltes neues Bahnförderprogramm des Bundes gegeben, teilt die CDU mit. „Notwendige Bahnsteigerhöhungen bei Haltepunkten mit einer Zustiegskapazität von täglich 1000 bis 4000 Bahnreisenden sollen damit gefördert werden. Der Bahnhof Drensteinfurt mit rund 3000 Zustiegen pro Tag könnte über dieses Förderprogramm bei entsprechender Priorisierung finanziert werden, auch für Rinkerode mit rund 1000 Fahrgästen kommt dieses Programm in Frage“, teilen die Politiker mit.

Für kleine Haltepunkte

Inwiefern ein gesondertes Förderprogramm für kleine Haltepunkte wie Mersch mit 300 Zustiegen genutzt werden könne, müsse geklärt werden. Rehbaum habe dafür geworben, die beiden Bahnhöfe im Stadtgebiet Drensteinfurt ganz oben auf die Liste des Zweckverbandes NWL für das Bundesförderprogramm zu setzen. „Die anwesenden Verantwortlichen waren sich einig, dass Drensteinfurt aufgrund seiner hohen Zustiegskapazität und mehreren Rollstuhlfahrern, die regelmäßig Bahn fahren, alle Voraussetzungen erfüllt, um ganz oben auf die Liste zu kommen“, heißt es weiter. Sie hätten eine schnelle Weiterleitung der Priorisierungslisten durch NWL und die beiden Verkehrsverbünde in Rheinland und Ruhrgebiet über das Land an den Bund zugesichert.

„Eine Garantie haben wir noch nicht, doch es gibt jetzt begründete Aussichten für eine Finanzierung der Bahnsteiganhebung. Jetzt sollten die notwendigen Planungen durch die Verwaltung der Stadt Drensteinfurt zügig durchgeführt werden, denn sie kann jetzt auf die entsprechend zugesagte hohe Priorisierung Drensteinfurts in Westfalen-Lippe und auf die Unterstützung der anwesend Beteiligten auf Landesebene zurückgreifen“, erklärt Martin Welscheit.

Pläne in der Schublade

Voraussetzung sei selbstverständlich, so die einhellige Erkenntnis, dass der Bund für eine verlässliche Finanzierung des angekündigten Bahnhöfe-Programms in Haushalt und Ministerium sorge. Martin Zinselmeier versprach, für die notwendige politische Unterstützung durch die Ratsfraktion der CDU in Drensteinfurt zu sorgen. „Jetzt müssen wir, wie in Bayern, fertige Pläne in der Schublade haben, um zugreifen zu können, wenn neues Geld vom Bund kommt“, fasste Henning Rehbaum das positive Ergebnis dieser Runde zusammen.

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