Mirjam-Gemeinde informiert über Kirchenwahl 2020
Mitmachen statt meckern

Drensteinfurt/Ascheberg -

Sie haben echten Einfluss, können mitwirken und müssen sich einbringen: Die Mirjam-Kirchengemeinde sucht Presbyter, die im kommenden Jahr gewählt werden.

Mittwoch, 20.11.2019, 16:38 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 17:58 Uhr
Die Mitglieder des Bevollmächtigtenausschusses informierten die Gemeinde über die Kirchenwahl 2020 (vorne v.li.): Pfarrerin Angelika Ludwig, Astrid Marsmann, Renate Hamann, Britta Arntzen, (hinten v.li.) Stephan Rast, Francisco Puente und Heike Berling-Hank.
Die Mitglieder des Bevollmächtigtenausschusses informierten die Gemeinde über die Kirchenwahl 2020 (vorne v.li.): Pfarrerin Angelika Ludwig, Astrid Marsmann, Renate Hamann, Britta Arntzen, (hinten v.li.) Stephan Rast, Francisco Puente und Heike Berling-Hank. Foto: -sre-

Im vergangenen Jahr haben sich die beiden evangelischen Gemeinden Drensteinfurt und Ascheberg zur Evangelischen Mirjam-Kirchengemeinde Ascheberg-Drensteinfurt zusammengeschlossen. Im Zuge dieser Fusion wurde ein Bevollmächtigtenausschuss gebildet, der vorübergehend das Presbyterium ersetzt hat. Bei der Kirchenwahl, die am 1. März 2020 in ganz Westfalen durchgeführt wird, soll nun ein neues Leitungsgremium für die Mirjam-Gemeinde bestimmt werden. Dieses wird aus acht Mitgliedern bestehen. In zwei Gemeindeversammlungen hat Pfarrerin Angelika Ludwig am Sonntag alle Interessierten in Ascheberg und Drensteinfurt über das anstehende Prozedere informiert.

Beteiligungs- statt einer Versorgungskirche

„Ich werbe für das Amt des Presbyters“, betonte Ludwig gleich zu Beginn, denn statt einer „Versorgungs-“ sei eine „Beteiligungskirche“ nötig, damit die Gemeinde lebendig bleibe. Doch es werde immer schwieriger, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich langfristig binden wollten. Doch weil der Pfarrer sich eben nicht um alles kümmern könne, sei das Amt des Presbyters heute wichtiger denn je. Im Gremium, das für vier Jahre gewählt wird, könne man sich um Finanzen, Verträge und Rechtsfragen kümmern und vor allen Dingen die Gemeinde aktiv mitgestalten.

Der weitere Fahrplan

Bis zum 29. November werden nun Wahlvorschläge gesammelt. Es gibt mit Ascheberg und Drensteinfurt zwei Wahlbezirke (bezirksübergreifende Wahlvorschläge sind möglich). Formulare gibt es in beiden Gemeindebüros. Im Anschluss werde geprüft, ob alle Kriterien erfüllt sind. Am 5. Januar werden in der Kirche in Ascheberg die Wahlvorschläge vorgestellt. Danach bestehe die Möglichkeit, Beschwerden einzureichen, die vom Kreissynodalvorstand geprüft werden. Am 26. Januar soll der bestandskräftige Wahlvorschlag verlesen werden. Sind in einem der beiden Wahlbezirke mehr als vier Kandidaten aufgestellt, kommt es am 1. März zur Wahl. Eine Briefwahl ist möglich. Sollte nur die erforderliche Zahl der Kandidaten zur Wahl stehen, wird es keine Wahl geben. Dann ist der nächste Termin der 22. März, wenn die neuen Presbyter in ihr Amt eingeführt werden.

...

Für das Amt kann sich jedes Mitglied der Gemeinde aufstellen lassen, das zwischen 18 und 75 Jahre alt ist und fünf Unterschriften anderer Gemeindeglieder vorweisen kann. Um den Anwesenden einen Eindruck von der Arbeit des Presbyteriums zu vermitteln, waren auch die Mitglieder des Bevollmächtigtenausschusses bei der Versammlung anwesend. Stephan Rast lobte die Möglichkeit, Gottesdienste mitzugestalten. „Man fühlt sich dadurch in den Gottesdiensten mehr daheim.“ Francisco Puente versicherte: „Wir sind kein Kegelclub. Wir arbeiten inhaltlich und ergänzen uns dabei.“ Er schätze die hohe Qualität der Gemeinschaft innerhalb der Kirche: „Es ist wichtig, die Gemeinde am Leben zu erhalten.“

Renate Hamann aus Ascheberg informierte: „Die Arbeit kostet drei bis vier Stunden in der Woche“. Dazu gehörten ein monatliches Treffen und das Lesen der Mails. Ihre Devise: „Nicht immer nur meckern, sondern lieber selbst aktiv werden.“ Und Astrid Marsmann fasste schließlich zusammen: „Wird es einfach? Nein. Lohnt es sich? Ja!“. 

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