Stadt verleiht Bürgerpreis
Hochachtung für Helfer in der Not

Drensteinfurt -

14 Personen und zwei Initiativen sind am Dienstagabend in der Alten Post mit dem Bürgerpreis der Stadt Drensteinfurt ausgezeichnet worden. Im Mittelpunkt der Verleihung standen in diesem Jahr ehrenamtlich Engagierte aus der Hospiz- und aus der Flüchtlingsarbeit.

Donnerstag, 21.11.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 27.11.2019, 15:02 Uhr
14 Personen und zwei Gruppen aus den Bereichen Hospiz- und Flüchtlingsarbeit sind mit dem Bürgerpreis der Stadt Drensteinfurt ausgezeichnet worden. Bürgermeister Carsten Grawunder lobte in seiner Rede das hohe Maß an persönlichem Engagement.
14 Personen und zwei Gruppen aus den Bereichen Hospiz- und Flüchtlingsarbeit sind mit dem Bürgerpreis der Stadt Drensteinfurt ausgezeichnet worden. Bürgermeister Carsten Grawunder lobte in seiner Rede das hohe Maß an persönlichem Engagement. Foto: Simon Beckmann

Im Mittelpunkt stehen? Das ist eigentlich nicht ihr Ding – zumindest nicht, wenn es um ihre ehrenamtliche Tätigkeit geht. Und doch gehörte am Dienstagabend die Bühne ganz ihnen. Denn bei der Verleihung des Bürgerpreises – die diesjährigen Themen hießen Hospiz- und Flüchtlingsarbeit – wurden 14 Personen und zwei Gruppen von der Stadt in der Alten Post für ihr persönliches Engagement ausgezeichnet.

„Sie setzen sich für andere ein und tun Gutes. Deswegen ist es heute aus Sicht der Stadt Zeit, Danke zu sagen“, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder zu Beginn der Veranstaltung, die musikalisch von Simon Wiesrecker am Klavier begleitet wurde. Das Stadtoberhaupt habe sich auf diesen Termin, der nicht nur die Preisträger würdigen, sondern gleichzeitig auch Nachahmer motivieren solle, gefreut. „Das ist einer der schönsten Anlässe im ganzen Jahr“, meinte der Bürgermeister. Er betonte, dass persönliches Engagement keine Selbstverständlichkeit sei. „Hier in Drensteinfurt gibt es aber ein hohes Maß davon – insbesondere da, wo Menschen in Not geraten sind oder sich in ihrem letzten Lebensabschnitt befinden.“

In der Kategorie „Hospizarbeit“ wurden Sibylle Vornholt , Ulrike Pöhler-Spliethoff und Margarete Naerger ausgezeichnet. Die Frauen fungieren seit mehreren Jahren als Ansprechpartnerinnen der Hospizbewegung im Kreis Warendorf in den drei Drensteinfurter Ortsteilen. „Die Hospizarbeit ist eine Aufgabe, die gar nicht genug Anerkennung erhalten kann“, so Grawunder. Wer vielleicht selbst schon solch einen Fall in der Familie gehabt habe, der wisse, wie schwierig und belastend es sei, wenn man einen geliebten Menschen auf seinem letzten Weg begleiten müsse. „Da ist es hilfreich, Menschen an der Seite zu haben, die zuhören, den Rücken stärken und aufgrund ihrer Erfahrung den einen oder anderen Tipp im Gepäck haben. Meine Hochachtung gilt allen, die das für sich zur Aufgabe gemacht haben.“

Ort der Begegnung

Weiter ging es mit den Preisträgern im Bereich Flüchtlingsarbeit. Für die Gründung des „Interkulturellen Gartens“ erhielten Olaf Tillmann, Fritz Krähenbühl und Rudi Naerger den Bürgerpreis. „Sie haben damit einen Ort der Begegnung und Kommunikation geschaffen. Durch Ihr Engagement und das der Flüchtlinge ist ein blühender Treffpunkt für Jung und Alt entstanden“, lobte Grawunder.

Auch Franz-Josef Bregenhorn wurde geehrt. Er hat die Fahrradwerkstatt „bike repair“ ins Leben gerufen und kümmert sich dort um die Aufbereitung von gebrauchten Rädern für Geflüchtete. Ebenso gibt er Hilfe zur Selbsthilfe und steht für Fragen rund ums Rad mit Rat und Tat zur Seite.

Auszeichnungen gingen auch an Karin Müller, Isabelle Karcev und Agnes Wichate. Sie sind Vorstandsmitglieder beim Deutsch-Ausländischen-Freundeskreis (DAF) und vielfältig sowie ausdauernd für die unterschiedlichen Belange von geflüchteten Menschen im Einsatz. „Das reicht von der Begleitung bei Behördengängen bis hin zur Nachhilfe oder der Organisation von Freizeitveranstaltungen“, zählte Grawunder nur einige Aufgaben auf. Annette Holtmann, die unter anderem Deutschkurse für die Asylbewerber anbietet, und Ilse Nötzold, die bei Schul- und Kindergartenbesuchen begleitet und Nachhilfe für geflüchtete junge Erwachsene gibt, gehörten ebenfalls zu den Preisträgern.

Kleiderkammer und „Rucksack“-Projekt

Darüber hinaus wurden Ute Eichmann für die Gründung der Kleiderkammer an der evangelischen Kirche sowie Birgit Laubrock geehrt. Sie ist für das Projekt „Rucksack Schule“, das vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises gefördert wird, an der KvG-Grundschule zuständig.

Die Nachbarschaftshilfe Rinkerode und die Walstedder Caritas durften sich ebenso über den Bürgerpreis freuen. Beide Gruppen setzen sich in allen Lebensbereichen – von der Begleitung bei Behördengängen über die Beschaffung von Ausstattung und die Vermittlung von Deutschkursen bis hin zur Organisation von Freizeitveranstaltungen und Spielgruppen für Kinder – für Geflüchtete ein.

Abschließend hob Grawunder noch Waltraud Angenendt, die Vorsitzende des DAF, lobend hervor. „Sie ist der Motor des Vereins sowie Inspiration für vieles und viele. Sie führt alle Fäden zusammen.“ Angenendts Engagement war im vergangenen Jahr mit der Verleihung des Ehrenrings der Stadt Drensteinfurt gewürdigt worden.

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