Fotoausstellung „Entkommen“
Vom Leid im Libanon

Drensteinfurt -

Erneut ist eine Wanderausstellung des Hilfswerks Misereor in der Pfarrgemeinde St. Regina zu sehen. Unter dem Titel „Entkommen“ widmen sich die 31 Fotografien dem Leid der syrischen Flüchtlinge im Libanon. Pastor Jörg Schlummer hat die Ausstellung aus einem bestimmten Grund nach Drensteinfurt geholt.

Samstag, 23.11.2019, 08:00 Uhr
Bis zum 9. Dezember ist die Fotoausstellung „Entkommen“ in den drei katholischen Kirchen zu sehen. Hausmeister Georg Maslowski, Küsterin Mechthild Fellenberg und Pastor Jörg Schlummer (v.li.) laden zum Betrachten der Motive ein, die von Armut, aber auch von Hoffnung zeugen.
Bis zum 9. Dezember ist die Fotoausstellung „Entkommen“ in den drei katholischen Kirchen zu sehen. Hausmeister Georg Maslowski, Küsterin Mechthild Fellenberg und Pastor Jörg Schlummer (v.li.) laden zum Betrachten der Motive ein, die von Armut, aber auch von Hoffnung zeugen. Foto: Nicole Evering

Da waren Kreativität und Geschick gefragt: Wie kommen die großformatigen Fotografien am besten an die Wände der St.-Regina-Kirche? „Bohren ist nicht so gut“, meinte Küsterin Mechthild Fellenberg schmunzelnd. Hausmeister Georg Maslowski hatte die rettende Idee und befestigte die schweren Acrylglas-Bilder kurzerhand mit Schnüren an den Kerzenleuchtern.

In den drei Kirchen der Pfarrgemeinde St. Regina sind ab heute die insgesamt 31 Motive der Ausstellung „Entkommen“ zu sehen. Wie sehen die Lebensumstände der syrischen Flüchtlinge im Libanon aus? Dieser Frage ist der Fotograf Eric Greven bei seiner Reise dorthin auf den Grund gegangen. Seine Eindrücke gibt er in Form von 31 Fotografien und Texten an den Betrachter weiter. Konzipiert wurde die Wanderausstellung vom katholischen Hilfswerk Misereor . Bis zum 9. Dezember ist „Entkommen“ in St. Pankratius, St. Lambertus und St. Regina zu sehen.

Pastor Jörg Schlummer hat die drei großen Kisten mit den 31 Bildern am Donnerstag persönlich aus Aachen abgeholt. Er hat eine besondere Beziehung zum Libanon, war 2008 schon selbst dort. „Es ist wichtig, die Menschen da nicht aus dem Blick zu verlieren – gerade jetzt in der Adventszeit“, betont der Pfarrer.

Millionen Menschen auf der Flucht

In der Ankündigung der Ausstellung heißt es: „Im Nahen Osten sind jeden Tag Millionen Menschen auf der Flucht. Der Libanon spürt die Auswirkungen des Flüchtlingsstroms jeden Tag, in Schulen, Flüchtlingslagern und auf der Straße. Die Zahl der aufgenommenen Flüchtlinge im Libanon ist unglaublich hoch. Rund 40 Prozent der Bevölkerung sind syrische Flüchtlinge.“

Die hohe Flüchtlingszahl sehe man an jeder Ecke im Land, und sie bereite jedem Probleme, erklärt dazu Fotograf Eric Greven. Doch trotz der schwierigen Lebensumstände spricht Greven auch von „einer Gastfreundschaft, die einen überwältigt“.

Dass die Menschen dort Hilfe brauchen, haben unter anderem auch die Sternsinger erkannt. Der Erlös ihrer Sammlung im Januar wird den Kindern im Libanon zugute kommen. Auch die nächste Misereor-Fastenaktion stellt Syrien und den Libanon in den Mittelpunkt. Und die Kollekte in der Kirchengemeinde St. Regina am ersten und zweiten Advent kommt ebenso den syrischen Flüchtlingen zu.

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