Katastrophenschutzübung am Schulzentrum
Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen

Drensteinfurt -

Im Notfall muss es schnell gehen. Und jeder muss wissen, was er zu tun hat. Dafür geübt haben am Samstag rund 200 Einsatzkräfte von DRK, Maltesern und Feuerwehr bei einer Katastrophenschutzübung auf dem Gelände des Schulzentrums. Das Szenario: ein großflächiger Stromausfall.

Sonntag, 24.11.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 27.11.2019, 15:02 Uhr
Mit einem Großaufgebot waren am Samstag Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet nach Drensteinfurt gekommen. Der Katastrophenschutzübung lag das Szenario „Stromausfall“ zugrunde.
Mit einem Großaufgebot waren am Samstag Einsatzkräfte aus dem gesamten Kreisgebiet nach Drensteinfurt gekommen. Der Katastrophenschutzübung lag das Szenario „Stromausfall“ zugrunde. Foto: Simon Beckmann

Blackout: In Stewwert ist am Samstagvormittag großflächig der Strom ausgefallen – zumindest in der Theorie. Von diesem Szenario sind die rund 200 Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser-Hilfsdienstes und der Feuerwehr ausgegangen und haben bei einer Katastrophenschutzübung einen Betreuungsplatz im Schulzentrum an der Sendenhorster Straße eingerichtet. Im Ernstfall muss schließlich jeder Handgriff sitzen.

Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte am frühen Morgen erkundeten die Helfer – darunter war auch die Fernmeldeeinheit des Kreises Warendorf – das Gelände. Im Anschluss wurden die verschiedenen Räumlichkeiten hergerichtet. So entstand in der Dreingau-Halle eine Notunterkunft mit einer Vielzahl von Feldbetten. Die Helfer hatten den Boden zuvor mit großen Stoffmatten ausgelegt und die Halle mit Hilfe von Pylonen und Absperrband in unterschiedliche Bereiche eingeteilt.

Ebenfalls wurden mehrere Registrierungsstellen aufgebaut. „Wichtig ist dabei, dass die Daten vernünftig erfasst und an die Personenauskunftsstelle im Kreishaus weitergegeben werden. So können im Ernstfall Auskünfte erteilt werden“, erläuterte Kreisbrandmeister Heinz-Jürgen Gottmann . Zudem wurde im Rahmen der Übung besonders auf die Hygienevorschriften bei der Essensausgabe geachtet.

100 Statisten vor Ort

Um die Großübung so realistisch wie möglich zu gestalten, hatte der Kreis Warendorf im Vorfeld 500 Statisten gesucht. Am Ende waren es dann rund 100 Personen aller Altersklassen, die den Weg ins Schulzentrum gefunden hatten. „Das passt gut zur Realität. Wenn in Wirklichkeit der Strom ausfallen sollte, kommen viele auch bei Bekannten oder Verwandten unter“, erklärte Gottmann.

Eine der Personen, die zum Betreuungsplatz gekommen waren, war Ilona Flaute. Die Warendorferin war dem Aufruf von Bekannten gefolgt und hatte es sich nach der Registrierung im Ruhebereich bequem gemacht. „Für mich ist es wichtig, hier mitzumachen, um den Einsatzkräften ein realitätsnahes Szenario zu ermöglichen“, sagte sie. „Natürlich macht das aber auch einfach Spaß.“ Ihr Mann Christian ergänzte, dass es aus technischer Sicht ebenfalls sehr spannend sei.

Ein paar Feldbetten weiter hatten sich Tim Kaiser und Iris Wältermann aus Drensteinfurt „häuslich eingerichtet“. „Wir sind heute hier, um im Ernstfall auf die Katastrophe vorbereitet zu sein. So können wir erfahren, was wir selbst machen müssen und was von den Einsatzkräften erledigt wird“, berichteten die beiden. Auch Tobias Neitemeier hatte von der Übung erfahren und sich mit Freunden auf den Weg nach Stewwert gemacht, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Der Beckumer überbrückte die Zeit des „Stromausfalls“ gemeinsam mit seinen beiden Nachbarsjungen Gabriel und David Lapis bei einigen Brettspielen.

An was man denken muss

„Wir wollten wissen, wie so etwas organisatorisch abläuft“, erklärten Cornelia Graf und ihre Tochter Lucy. „Man macht sich schon Gedanken, wie man in so einer Situation reagieren würde“, fügte die Walstedderin an. Doris Budde, ebenfalls aus dem Lambertusdorf, fand es interessant, bei so einer Übung „einfach mal mitzuwirken“. Ramona Meier aus Ahlen wollte dagegen sehen, an was man im Ernstfall zu Hause alles denken muss.

Während der gesamten Zeit wurden die Statisten in entspannter Atmosphäre von den Einsatzkräften betreut. Für die Verpflegung hatten die Helfer eine Erbsensuppe frisch zubereitet und von Wadersloh nach Drensteinfurt transportiert. „Bei einem richtigen Einsatz würden wir das genauso machen. Da suchen wir uns einen Ort, wo unsere Helfer in den Feldküchen vernünftig arbeiten können“, verriet Andreas Engbert von den Einsatzkräften.

Katastrophenschutzübung

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