Radweg zwischen Walstedde und Ahlen bald komplett
Die Lücke wird geschlossen

Walstedde -

Nur noch wenige Monate, dann soll die noch klaffende Lücke in der Radwegverbindung zwischen Walstedde und Ahlen geschlossen werden. Wie Bernd Borgmann vom Radwegverein in der Mitgliederversammlung mitteilt, wurden die letzten planungsrechtlichen Hürden mittlerweile genommen.

Donnerstag, 28.11.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 12:06 Uhr
Freuen sich darüber, dass die Lücke in der Radwegverbindung zwischen Walstedde und Ahlen bald geschlossen wird: die Vorstandsmitglieder des Walstedder Radwegvereins Martin Nettebrock, Franz-Josef Stratmann, Heinz Frie, Bernhard Dittrich, Bernd Borgmann, Bernhard Berkemeier und Herbert Knapmöller (v. li.)
Freuen sich darüber, dass die Lücke in der Radwegverbindung zwischen Walstedde und Ahlen bald geschlossen wird: die Vorstandsmitglieder des Walstedder Radwegvereins Martin Nettebrock, Franz-Josef Stratmann, Heinz Frie, Bernhard Dittrich, Bernd Borgmann, Bernhard Berkemeier und Herbert Knapmöller (v. li.) Foto: -sibe-

Bernd Borgmann brachte es während der Versammlung des Bürgerradwegvereins Walstedde in der Gaststätte Höhne am Mittwochabend treffend auf den Punkt: „Wir haben die Vereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßen-NRW. Wir haben die Einverständniserklärungen der Eigentümer, und die Haushaltsmittel stehen auch bereit – es kann losgehen.“ Dem Vorsitzenden des 72 Mitglieder starken Vereins war die Freude über den baldigen Startschuss für den Lückenschluss des Radweges zwischen Rubberts Mühle an der Bundesstraße 63 bis zur Ahlener Ortsgrenze genauso wie den 15 anderen Anwesenden – darunter war auch Bauamtsleiter Christoph Britten – anzumerken. Schließlich waren die Planungen für das 1,8 Kilometer lange Stück entlang der Landesstraße 671 in den vergangenen Monaten ein wenig ins Stocken geraten.

Doch Christoph Britten hatte am Mittwochabend nun positive Nachrichten im Gepäck. „Nach der Ausarbeitung von acht Planvarianten mit Straßen-NRW liegt nun die Vereinbarung zur finalen Fassung vor“, verkündete der Bauamtsleiter. Das große Problem beim geplanten Radweg sei die Entwässerung gewesen. „Bis auf ein kleines Stück gibt es entlang der Strecke bisher keine Entwässerungsmöglichkeiten“, erklärte er. Deswegen musste das Projekt teilweise neu geplant werden – mit Erfolg, sollen doch je nach örtlicher Begebenheit ein Graben, eine Rinne oder eine Drainageleitung diese Problematik lösen. „Der große Nachteil bei einem Graben ist, dass mehr Fläche gefressen wird“, erklärte Britten. Als Vorteil nannte er mehr Abstand zwischen den Fahrzeugen und den Radfahrern. Denn der Entwässerungsgraben soll zwischen Straße und geplantem Radweg ausgehoben werden.

Bei den Planungen sei zudem ein weiterer Wunsch der Anwohner und Landwirte berücksichtigt worden. „Westlich des Hofes von Martin Nettebrock stehen viele Masten dicht beieinander“, erklärte der Bauamtsleiter. „Wir sind in Gesprächen mit dem Versorger Westnetz, um diese Masten durch ein unterirdisches, 450 Meter langes Kabel, das am Trafo-Masten angeschlossen werden würde, zu ersetzen“, schob er hinterher. „Es wäre sinnvoll, diese Maßnahme mitzuerledigen.“ Lob gab es von Britten dagegen für die acht Eigentümer: „Flächenkauf ist eigentlich ein leidiges Thema. Aber hier ist das sehr, sehr gut und ganz einfach gelaufen. Vielen Dank dafür.“

Die Ausschreibungen für den Lückenschluss, der nach aktuellem Stand rund 1,2 Millionen Euro kosten wird, sollen Anfang 2020 erfolgen. „Der Baubeginn würde dann im Frühjahr liegen“, so der Bauamtsleiter. Die Anwesenden stimmten diesem Vorschlag zu. Die Bauzeit würde nach Kalkulation des Ingenieurbüros Gnegel rund fünf Monate betragen.

Nach den Wahlen nutzte der zweite Vorsitzende Heinz Frie die Gelegenheit, um Bernd Borgmann für dessen Engagement zu danken: „Wenn Bernd sich nicht so einsetzen würde, gäbe es den Radweg zwischen Mersch und Walstedde heute nicht. Er ist nicht nur im organisatorischen Bereich, sondern auch bei der Suche nach Spenden tätig.“ Der erste Vorsitzende wiederum dankte seinen Kollegen aus der Vorstandsriege und betonte, dass die Realisierung der Radwege eine Gemeinschaftsaufgabe sei.

In seinem Tätigkeitsbericht hatte Bernd Borgmann außerdem an die erfolgreiche Eröffnung des Radweges zwischen Walstedde und dem Merscher Bahnhof im Jahr 2017 erinnert. „Wir haben es neben einer verbesserten Infrastruktur geschafft, Gefahren auf dieser Strecke zu beseitigen. Der Radweg wird gut angenommen und genutzt“, bilanzierte er zufrieden.

Nach der erfolgreichen Realisierung dieses Radweges blieb dem Verein aber nicht viel Zeit, um sich auszuruhen. Denn sofort im Anschluss wurden die Planungen für den Radweg zwischen Rubberts Mühle und der Ahlener Ortsgrenze konkretisiert. Bis Ende 2018 waren alle Kaufverträge geschlossen. Anfang 2019 fällten die Radwegfreunde mit Hilfe der Anwohner dann bereits Bäume und beseitigten Hecken im Bereich der geplanten Trasse. Dem Baubeginn im kommenden Jahr steht also nichts mehr im Wege.

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