16. „Drensteinfurter Spieletage“
Würfeln, nachdenken – zocken

Drensteinfurt -

Zwei Tage lang wurde gewürfelt, überlegt und gezockt: Am Wochenende fanden zum 16. Mal die „Drensteinfurter Spieletage“ im Kulturbahnhof statt und erfreuten sich wieder großer Beliebtheit.

Montag, 02.12.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 14:58 Uhr
Der Spaß an Gesellschaftsspielen eint die Besucher der „Playstation“. Am Samstag und Sonntag war im Kulturbahnhof ausreichend Gelegenheit geboten, Neues auszuprobieren.
Der Spaß an Gesellschaftsspielen eint die Besucher der „Playstation“. Am Samstag und Sonntag war im Kulturbahnhof ausreichend Gelegenheit geboten, Neues auszuprobieren. Foto: Malte Oberhoff

Eines war dabei garantiert: Unter den fast 100 Spielen war für jeden Besucher, ob jung oder alt, etwas dabei. Denn das Orga-Team rund um Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck hatte sich auch dieses Jahr mehrere Mottos einfallen lassen, zu denen passende Spiele erklärt wurden. So waren Themenräume wie „Schatztaucher“, „Odyssee im Weltall“ oder auch „Räuber und Gendarm“ entstanden.

Highlight war für die meisten jedoch das Spiel „Exit – Die Geisterbahn des Schreckens“, das nur am Samstag vorgestellt wurde. Große Teile des zweiten Obergeschosses waren für den Nachmittag gruselig gestaltet worden. In Abständen von wenigen Minuten konnten sich Gruppen und Einzelpersonen am Lösen des Rätsels versuchen. Das Szenario: Eine kleine Geisterbahn steht auf einem verlassenen Jahrmarkt. Sind die Spieler einmal eingestiegen, können sie sich nur durch das Lösen unterschiedlicher Aufgaben wieder befreien.

„Es muss Spielmaterial zerschnitten oder bemalt werden, um aus dem ‚Escape Room‘ zu entkommen. Dieses Spielkonzept ist erst einmal ungewohnt. Wenn man sich jedoch darauf einlässt, bietet es ein unvergleichbares Spielerlebnis“, erklärte Doreen Bothe.

Regeln verständlich darstellen

Sie war eine der insgesamt 37 Spieleerklärer, die sich der schwierigen Aufgabe gestellt hatten, die teils komplexen Sachverhalte und Prinzipien den Besuchern simpel und verständlich darzustellen. Denn das ist das Besondere an der „Playstation“, der wohl größten Spielemesse im Kreis Warendorf: Niemand musste zunächst mühsam die Regelwerke studieren, bevor gespielt werden konnte. Oft waren es nur wenige Minuten, die die Erklärer ab elf Jahren benötigten, bis die ersten Spielzüge getätigt wurden.

Rüdiger Pieck betonte deshalb die „enorm wichtige Rolle“, die er den größtenteils jugendlichen Ehrenamtlichen zuschrieb. „Leider ist es in den vergangenen Jahren etwas schwieriger geworden, Jugendliche für das Erklären zu begeistern. Ich habe das Gefühl, das hängt damit zusammen, dass ein Großteil sehr viel Zeit für die Schule aufwendet“, so der Jugendpfleger.

Insgesamt zeigten sich die Organisatoren jedoch sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Wie bereits in den zurückliegenden Jahren waren die Tische schon am Samstag gut besetzt, und am Sonntag kamen sogar noch mehr Besucher. Diesen wurden nicht nur zahlreiche neue Spiele, sondern auch eine Cafeteria sowie ein Flohmarkt geboten, auf dem Spiele aus dem Bestand des Kulturbahnhofs zu günstigen Preisen gekauft werden konnten.

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