Erfolg des Plattdeutschen Theaters
Sechs Mal ausverkauftes Haus

Drensteinfurt -

Nach mehrjähriger Pause hat eine engagierte Truppe um Günter Neuer das plattdeutsche Theater zurück auf die Stewwerter Bühne gebracht. Der Zuspruch war enorm: Mehr als 1000 Zuschauer haben die insgesamt sechs Vorstellungen von „Minen How un dinen How“ gesehen. Ob es eine Fortsetzung gibt?

Donnerstag, 05.12.2019, 06:00 Uhr
Sechs Mal hat die Theatergruppe vor vollem Haus gespielt. Mit dem Verlauf sind Reggiseur Günter Neuer (2.v.re.) und seine Truppe absolut zufrieden. Eine Neuauflage gibt‘s 2021.
Sechs Mal hat die Theatergruppe vor vollem Haus gespielt. Mit dem Verlauf sind Reggiseur Günter Neuer (2.v.re.) und seine Truppe absolut zufrieden. Eine Neuauflage gibt‘s 2021. Foto: Gerti Münstermann

Sechs Vorstellungen gab es. Sechs Mal war die Hütte voll. Mehr als 1000 Zuschauer haben im November das plattdeutsche Theaterstück „Minen How und dinen How“ im Gasthaus „La Piccola“ gesehen. Die Reaktionen? Begeistert! „Sogar am Sonntag auf dem Rinkeroder Weihnachtsmarkt bin ich von fremden Menschen angesprochen worden, die mir sagen wollten, wie gut es ihnen gefallen habe: ‚Wir haben lange nicht mehr so gelacht‘“, gibt Günter Neuer nur eine von zahlreichen positiven Rückmeldungen wieder. Der Regisseur ist sichtlich zufrieden – und erleichtert, dass alles reibungslos geklappt hat.

Klar, der eine oder andere Texthänger sei dabei gewesen – jedes Mal an einer anderen Stelle übrigens, sagt Annette Peiler (alias „Fine“). Und bei der Zusatzvorstellung am vergangenen Samstag sei dann plötzlich die Lautsprecheranlage ausgefallen, berichtet Neuer, sodass die Vorstellung eine Viertelstunde später als geplant beginnen musste. Aber sonst fällt den Darstellern nichts ein, was man hätte besser machen können. „Unser Regisseur hat uns ein Gesamtkunstwerk zusammengestellt“, sagt Paul Wickern (alias „Balduin“) mit Blick in Richtung Neuer. „Und wir haben richtig gut gespielt“, ergänzt Ingrid Peiler (alias „Waltraud“) lachend.

Hinter der Bühne sei es manchmal hektisch zugegangen – besonders bei Paul Wickern, für den drei Kostümwechsel im Drehbuch standen und der sich dabei vom Mann zur Frau und wieder zurück verwandeln musste. „Nervennahrung“ sei da dringend nötig gewesen, sagt Annette Peiler. Sekt und Süßigkeiten standen stets bereit. „Und Udo Reher (alias „Manfred“) hat immer selbst gebackenes Brot mitgebracht“, so Günter Neuer. Das Catering muss eben auch stimmen, damit die Schauspieler auf der Bühne Leistung bringen können.

Requisiten, Kostüme und Werbung

Sowieso geht ein dickes Dankeschön der Truppe an alle Helfer, die sich um das Bühnenbild, die Requisiten, Kostüme, Schminke und Frisuren der Schauspieler sowie bei der Werbung und im Kartenvorverkauf verdient gemacht haben. Insgesamt 25 Mann hat das plattdeutsche Theater für etwa ein Dreivierteljahr gut beschäftigt.

Dass dessen Wiederbelebung sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickeln könnte, war schon bei den Vorverkaufsterminen in der Alten Post zu erahnen. Die Schlange der Wartenden reichte bis auf die andere Straßenseite. Und flugs waren drei der eigentlich fünf Termine ausverkauft. Die Karten für die kurzerhand organisierte Zusatzvorstellung waren ebenfalls schnell vergriffen. Viele Gruppen und Vereine aus dem gesamten Stadtgebiet, aber auch aus Sendenhorst, Hamm und Werne wollten sich das plattdeutsche Theater nicht entgehen lassen. Im Publikum saßen dann Jung und Alt nebeneinander. „Man hat euch den Spaß richtig angemerkt“ und „Ihr habt mit so viel Herz gespielt“: Die eingeschworene Truppe, die sich statt zum Proben künftig als Stammtisch treffen will, hat jede Menge Lob bekommen.

Da ist es nur folgerichtig, dass Spielleiter Günter Neuer im Jahr 2021 eine Neuauflage plant. Gerne dürfen weitere Interessierte – insbesondere Männer, Kinder und Jugendliche – zum Ensemble hinzustoßen.

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