Schüleraustausch mit Ingré
Bienvenue en France !

Drensteinfurt -

Vor sieben Monaten haben Bürgermeister Carsten Grawunder und sein französischer Amtskollege Christian Dumas die Partnerschaft zwischen Drensteinfurt und Ingré besiegelt. Mit dem angestrebten Austausch der weiterführenden Schulen folgt ein weiterer Schritt hin zu einer gelebten „Städte(R)freundschaft“.

Donnerstag, 19.12.2019, 20:00 Uhr
Die Französischschüler werden sich im kommenden Jahr mit Gabriele Summerfield (li.) und Maren Liebsch auf den Weg nach Ingré machen.
Die Französischschüler werden sich im kommenden Jahr mit Gabriele Summerfield (li.) und Maren Liebsch auf den Weg nach Ingré machen. Foto: Dietmar Jeschke

Sieben Monate ist es nun her, dass Bürgermeister Carsten Grawunder und sein französischer Amtskollege Christian Dumas die Partnerschaft zwischen Drensteinfurt und Ingré besiegelt haben. Seitdem hat sich einiges getan – und das nicht nur auf Verwaltungsebene und in den Reihen der Partnerschaftsvereine. Ein gegenseitiger Besuch der Jugendfußballer aus beiden Städten etwa ist bereits beschlossene Sache. Mit der angestrebten Partnerschaft der weiterführenden Schulen folgt nun ein weiterer Schritt hin zu einer gelebten „Städte(R)freundschaft“.

Auf dem Weg dorthin hatte Teamschullehrerin Gabriele Summerfield beim Besuch der Drensteinfurter Delegation im Mai erste Kontakte mit den Lehrern des Collège Montabuzard in Ingré geknüpft – einige Gastgeschenke, die die deutschen Französischschüler vorbereitet hatten, inklusive. Nach einiger Zeit des gegenseitigen „Beschnupperns“ geht nun alles recht zügig. „Der französische Schulleiter ist von der Idee eines Austausches sehr angetan“, berichtet Summerfield. Und so gilt es für sie und ihre Kollegin Maren Liebsch , aus der Idee eine Projekt zu formen, das mittlerweile schon recht konkrete Züge trägt.

Während der Praktikumswochen nach den Herbstferien des kommenden Jahres haben die Französischschüler der Jahrgänge neun und zehn die Möglichkeit, die Drensteinfurter Partnerstadt persönlich zu erleben. Der Gegenbesuch der französischen Schüler ist für Mai 2021 geplant. In den entsprechenden Info-Veranstaltungen, die Anfang des kommenden Jahres für Kursteilnehmer und Eltern stattfinden sollen, werden Summerfield und Liebsch das vorläufige Programm für den Austausch vorstellen.

Aufenthalt in Gastfamilien

Geplant ist, dass die Schüler – wie auch ihre beiden Lehrerinnen – während ihres jeweils fünf- bis sechstägigen Aufenthaltes in Gastfamilien leben werden. „Es geht darum, Lebenserfahrung in einem Land zu sammeln, dessen Sprache man bislang nur aus dem Unterricht kennt“, erklärt Gabriele Summerfield. Und es geht auch darum, vieles von dem, was die Jugendlichen bislang lediglich bildhaft mit dem Gastgeberland verbinden, tatsächlich kennenzulernen. Und dafür gebe es kaum einen besseren Ort als die Familie, ist die Pädagogin überzeugt. Aber: „Es muss eine gute Balance sein zwischen Schule, dem Aufenthalt in den Familien und den sonstigen Aktivitäten“, schildert Summerfield.

In Frankreich etwa werden die deutschen Schüler daher nicht nur in den Alltag des Collège Montabuzar hineinschnuppern, sondern auch Ausflüge nach Orléans und zum berühmten Schloss von Chambord unternehmen. Für den Gegenbesuch können sich Liebsch und Summerfield neben einem Besuch des Münsteraner Stadtmuseums auch einen gemeinsamen Ausflug in einen Kletterpark vorstellen. „Um die Freundschaft zu stärken“, sagt Gabriele Summerfield.

Die Städtepartnerschaft läuft auf verschiedenen Ebenen an. Und das ist gut.

Lehrerin Gabriele Summerfield

Bis es soweit ist, haben sie und ihre Kollegin Maren Liebsch allerdings noch allerlei Organisatorisches zu klären. Ein Problem ist dabei die mit jeweils rund 740 Kilometern doch recht stattliche Hin- und Rückreise, die per Bus mit einer kleinen Gruppe – gedacht ist zu Beginn an etwa 15 Schüler – hohe Kosten verursachen würde. Daher denke man derzeit über eine alternative Fahrt mit dem „Thalys“-Hochgeschwindigkeitszug nach, der die Strecke von Köln nach Paris in nur rund dreieinviertel Stunden bewältigt. Nach dem Umstieg in der Seine-Metropole sind es nur noch etwa 130 Kilometer bis nach Orléans. Dankbar sind Liebsch und Summerfield den Verantwortlichen der Stadt, die im Zuge der Haushaltsdebatte 1000 Euro für das Austauschprojekt bereitgestellt haben.

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