Nachgefragt: Was wünschen sich die Drensteinfurter für 2020
Herrenmode und ein neues Bistro

Drensteinfurt -

Das Jahr 2020 steht vor Tür. Die WN wollten wissen, was sich die Bürger Drensteinfurts in den kommenden zwölf Monaten für ihre Stadt wünschen

Mittwoch, 01.01.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 01.01.2020, 14:02 Uhr
Mit vielen Wünschen gehen die Drensteinfurter ins Jahr 2020.
Mit vielen Wünschen gehen die Drensteinfurter ins Jahr 2020.

Was wünschen sich die Stewwerter für ihre Stadt im kommenden Jahr? Was stört sie? Und wo gibt es Verbesserungsbedarf? Zum Jahreswechsel haben die WN nachgehorcht und dabei viele verschiedene Antworten bekommen. Während sich die einen ein vernünftiges gastronomisches Angebot herbeisehnen würden, würden andere Befragte wiederum ein Bekleidungsgeschäft für Herren favorisieren.

„Ein Klamottenladen für männliche Jugendliche hätte was“, überlegt Luis Junker . „Sonst gibt es hier eigentlich alles, aber dafür muss man immer im Internet shoppen oder in andere Städte fahren. Das nervt“, schiebt der Jugendliche hinterher. Auch Peter Hammer wünscht sich ein Geschäft für Herrenkleidung in Drensteinfurt. „Wo kann man hier schon Hosen für Männer kaufen?“, fragt er und ergänzt: „Wir brauchen hier mehr Geschäfte, die keine Supermärkte sind. Davon haben wir genug.“

Ein weiterer Wunsch von ihm sei, dass die Straßen und Gehwege in der Innenstadt vernünftig ausgebaut werden würden. „Etwa so wie beim Marktplatz, damit es Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen einfacher haben“, hat er schon klare Vorstellungen. Aus dem gleichen Grund fände er mehr Absenkungen in Geschäften gut. In eine ähnliche Richtung geht der Wunsch von Roswitha Rottmann: „Mehr Absenkungen an Bordsteinen wären klasse. Dann könnte man sich mit Rollator oder Rollstuhl besser fortbewegen.“ Ebenso würde sie „mehr Rücksicht gegenüber älteren Menschen“ begrüßen. „Bei der Bahnunterführung am Bahnhof ist die Situation für Menschen, die auf einen Rollator oder Ähnliches angewiesen sind, schon teilweise echt schlimm“, berichtet sie.

Beate Münstermann-Moeller würde dagegen gerne ein Bistro in Drensteinfurt sehen, das „hübsch aufgemacht“ sei. Nicole Hagemann schlägt in die gleiche Kerbe: „Da sollte es nette Kleinigkeiten zu essen geben, und man sollte dort gemütlich zusammen mit den Kindern oder Freunden sitzen können.“ Auch Martin Laerbusch und Fabian Hoffschuld wünschen sich in Stewwert eine „ordentliche Gastronomie“. „Hier gibt es gefühlt überall nur Pizza oder Schnitzel. Aber wo kann man mal schön mit Freunden zusammensitzen und etwas essen?“, fragt Hoffschuld. Anke Hermsdorf-Marquardt sieht das genauso: „Wir haben in Drensteinfurt 25 Pizzerien, aber kein vernünftiges Restaurant.“ Für Eva Streich fehlt ebenfalls ein Imbiss, ein Café oder ein Restaurant. „Wenn Auswärtige oder Radfahrer hier Halt machen und fragen, ob es hier so etwas gibt, dann kann man ja nur verneinen“, meint sie. Andrea Frohne würde mehr Lokalitäten ebenfalls toll finden. „Hier kann man nicht wirklich ausgehen“, erläutert sie. Außerdem stört sie, dass es am Marktplatz keine gemütliche Sitzgelegenheit geben würde. „Der ist so schön geworden. Aber es ist echt schade, dass man dort nirgendwo in einem Café sitzen kann“, beklagt sie.

Währenddessen ärgert sich Anke Hermsdorf-Marquardt über die Parksituation auf dem neuen Marktplatz. „Das ist eine totale Katastrophe. Dort sind viel zu wenige Parkplätze“, moniert sie. Zudem würde sie sich wünschen, dass der Weihnachtsmarkt in Zukunft „offener gestaltet“ werden soll. Eine Verbesserung für den Weihnachtsmarkt in Stewwerts „guter Stube“ hätte auch Katharina Hoffschuld im Gepäck: „Früher gab es dort mehr Buden zum Schauen und Stöbern. 2019 waren es dagegen fast nur Stände zum Essen und Trinken. Mehr Auswahl und mehr Deko-Stände wären schon toll. Dann kann man sich auch mal die eine oder andere Idee für ein passendes Geschenk holen.“ Ebenfalls erhofft sie sich, dass es zukünftig einfacher wird, Eigentum in Stewwert zu erwerben. „Die Situation mit dem Wohnraum ist echt ziemlich schwierig“, erzählt sie.

Mehr Toleranz gegenüber Gastronomen und Jugendlichen wünschen sich derweil Julia Pieper und Anne Kuhlmann. „Die Jugendlichen brauchen einen Ort, wo sie zusammensitzen und chillen können“, so Kuhlmann. „Es wäre toll, wenn die Erwachsenen mal darüber nachdenken, dass sie selbst mal jung waren, bevor sie sofort die Polizei rufen, um die Jugendlichen wegzuschicken“, ergänzt sie. Anke Hermsdorf-Marquardt würde ein größeres Angebot für Jugendliche zur Freizeitgestaltung ebenfalls begrüßen.

Der größte Wunsch von Lars Berning wäre eine Hundefreilauffläche. Philipp Spielbusch und Jutta Koch fänden dagegen mehr Veranstaltungen gut. „Das würde die Geselligkeit fördern“, begründen die beiden dies. Petra Fleischhauer stört indes, dass die Innenstadt für viele Feste teilweise „unnötig“ gesperrt werde.

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