In der Alten Küsterei stehen Sanierungsarbeiten an
Leckagen und Lüftungsprobleme

Drensteinfurt -

Der „Zahn der Zeit“ hat in der Alten Küsterei seine Spuren hinterlassen. Nun stehen einige Sanierungsarbeiten auf dem Programm.

Dienstag, 14.01.2020, 14:46 Uhr aktualisiert: 14.01.2020, 17:20 Uhr
Die Sanitäranlagen in der Alten Küsterei sind dringend sanierungsbedürftig. Das Gebäude steht daher vom morgigen Donnerstag bis zum 17. März nicht zur Verfügung. Ausgenommen ist das Büro des Caritas-Punktes, das nicht von den Arbeiten betroffen ist.
Die Sanitäranlagen in der Alten Küsterei sind dringend sanierungsbedürftig. Das Gebäude steht daher vom morgigen Donnerstag bis zum 17. März nicht zur Verfügung. Ausgenommen ist das Büro des Caritas-Punktes, das nicht von den Arbeiten betroffen ist. Foto: Dietmar Jeschke

Wäre es nach den Verantwortlichen des Bistums gegangen, dann wäre das historische Bauwerk wahrscheinlich schon seit einigen Jahren in Privatbesitz. Der Verkauf der Alten Küsterei am Kirchplatz war nämlich so gut wie beschlossene Sache. Einerseits nachvollziehbar, angesichts der Tatsache, dass sich der größte Teil der Gemeindeaktivitäten inklusive Verwaltung seit Jahren im Alten Pfarrhaus abspielt, das bekanntlich vor nicht allzu ferner Zeit um einen recht stattlichen Pfarrsaal ergänzt worden war. Und trotzdem gab es in der Kirchengemeinde Kräfte, denen ein Verkauf der vis-à-vis der Pfarrkirche gelegenen Alten Küsterei erhebliche Kopfschmerzen bereitete. Wohin etwa soll der Caritas-Punkt? Und was ist mit den Messdienern, die seit Jahrzehnten ihren Gruppenraum in dem alten Gebäude haben? 2013 wurden schließlich „Nägel mit Köpfen“ gemacht: Der „Förderverein Alte Küsterei e.V.“ wurde aus der Taufe gehoben. Seine Aufgabe: die Pflege und Instandhaltung des Gebäudes – und zwar mit Hilfe von Eigenleistung, Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Die Pfarrei selbst, die Eigentümerin des Gebäudes bleibt, leistet dazu einen Beitrag zu Heizung, Strom und Nebenkosten.

Defekte Dichtungen

In den kommenden Wochen nun werden die Aktiven des Fördervereins intensiv gefordert sein. Da der „Zahn der Zeit“ nämlich deutliche Spuren hinterlassen hat, stehen einige durchaus umfangreiche Renovierungen auf dem Programm. „Die Toiletten in der Alten Küsterei waren in den Jahren 1983 und 1984 erneuert worden und sind nunmehr 36 Jahre alt. In der letzten Zeit häuften sich die Klagen über Leckagen, poröse Dichtungen und über den zeitweisen Ausfall von Druckspülungen“, berichtet Elmar Stracke vom Förderverein. „Auch die Lüftung der Toiletten und deren Beleuchtung wurden bemängelt. Zusätzlich sind viele Bodenfliesen gerissen.“

Kosten trägt der Förderverein

Daher haben die Mitglieder des Förderverein im Dezember beschlossen, zunächst die Herren-Toilette im Erdgeschoss grundlegend zu sanieren. „Lüftung, Fliesen, Beleuchtung und sanitäre Anlagen werden erneuert. Die Kosten für die Sanierung dieser Toilette übernimmt komplett der Förderverein“, so Stracke weiter.

Beginnen sollen die Sanierungsmaßnahmen bereits am morgigen Donnerstag. Läuft alles glatt, dann sollen die Arbeiten im Sanitärbereich am 17. März abgeschlossen sein. „Mit Rücksicht auf die ,Pottkiekertermine‘, am 15. Januar und am 18. März“, erklärt Elmar Stracke. Damit müssen lediglich der Seniorenmittagstisch am 19. Februar entfallen.

Nutzer müssen ausweichen

„Bei der Sanierung der Toilette im Erdgeschoss sind Staubentwicklungen nicht zu vermeiden. Damit der Staub sich nicht in den Ritzen der Holzbalken und des Innenputzes festsetzt, wird der gesamte Eingangs- und Toilettenbereich im Erdgeschoss eingehaust“, schildert Stracke weiter.

Alle Vereine, die regelmäßig die Alte Küsterei nutzen, seien rechtzeitig über die Sanierungsmaßnahme und die damit verbundene Schließung informiert worden. Und da jede Nutzung der Alten Küsterei mit dem Pfarrbüro abzustimmen ist, sei sichergestellt, dass niemand unverhofft vor geschlossener Tür steht.

Ausgenommen von der Schließung sei übrigens das vom „ Caritas Punkt“ genutzte Büro, das separat zu erreichen und nicht von den Arbeiten betroffen ist.

Räume für Messdiener, Kindergottesdienste und Senioren

 

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