Teamschule wünscht sich einen zeitgemäßen Schulhof
„Wir gehen das in diesem Jahr an“

Drensteinfurt -

Platzmangel? Das ist aktuell in der Teamschule kein Thema. Im Gegenteil: Schulleiterin Anja Sachsenhausen ist hochzufrieden, dass alle Differenzierungsangebote so stattfinden können, wie sie es sollen. Eine „Baustelle“ gibt es allerdings dennoch: Der Schulhof, der in diesem Jahr neu geplant werden soll.

Donnerstag, 16.01.2020, 22:54 Uhr aktualisiert: 17.01.2020, 14:20 Uhr
Die Hochbeete entlang des Verbindungsganges auf dem Schulhof sollen verschwinden. Zufrieden ist die Schulleiterin mit der Raumsituation – selbst im Altbau am Autermannsgraben (li.).
Die Hochbeete entlang des Verbindungsganges auf dem Schulhof sollen verschwinden. Zufrieden ist die Schulleiterin mit der Raumsituation – selbst im Altbau am Autermannsgraben (li.). Foto: Dietmar Jeschke

Platzmangel, Raumnot oder fehlende Differenzierungsräume? Anders als in etlichen weiterführenden Schulen in der Region sind das aktuell an der Drensteinfurter Sekundarschule keine Themen. Im Gegenteil: „So, wie es jetzt ist, ist es ein Traum“, berichtet Schulleiterin Anja Sachsenhausen. Und das nicht nur, was die sogenannte „äußere Fachleistungsdifferenzierung“ – also die Unterteilung in Grund- und Erweiterungskurse innerhalb der Kernfächer der oberen Jahrgangsstufen – betrifft. Denn nicht nur für diese Kurse stehen jeweils ausreichend eigene Räume zur Verfügung. „Im Bedarfsfall ist sogar eine Innendifferenzierung möglich“, schildert Sachsenhausen.

Dass dies so ist, ist einerseits dem recht üppigen Raumangebot der einstigen Bauten von Haupt- und Realschule zu verdanken. Andererseits ist es aber auch die Konsequenz der sich seit einigen Jahren nicht unbedingt nach Wunsch entwickelnden Schülerzahlen – die jüngsten Jahrgänge laufen aktuell lediglich zweizügig. Der Lernsituation schadet das natürlich nicht, auch wenn nicht jede Unterrichtsstunde im modernen Neubau stattfinden kann. Doch dass, so Anja Sachsenhausen, sei eigentlich nebensächlich. Der Zustand der Räume im seinerzeitigen Hauptschulaltbau entlang des Autermannsgrabens sei zwar „nicht der allerbeste“. „Aber die Räume sind gepflegt und gut nutzbar“, so Sachsenhausen. „Und wenn dann noch irgendwann die technische Ausstattung hinzukommt. . .“

Eine „Baustelle“ sieht die Pädagogin allerdings an anderer Stelle – und zwar im eigentlich verbindenden Element zwischen den ursprünglich getrennten Einrichtungen. Als „Bindeglied“ jedoch ist der Schulhof auch Jahre nach dem Auslaufen von Haupt- und Realschule nicht wirklich zu erkennen. Und das nicht nur der hohen Hecke wegen, die die alten Hauptschulräume vom Pausenhof abschirmt. „Die Hochbeete müssen weg“, schildert die Schulleiterin. Statt derer brauche man vielmehr eine „schöne Fläche“ – nicht nur zum Toben und mit neuen Spielmöglichkeiten, wenngleich diese für die jüngeren Schüler nach wie vor wichtig seien. „Es fehlen vor allem Sitzmöglichkeiten für die Älteren“, sagt die Schulleiterin.

Politisch steht das Thema „Schulhofumgestaltung“ bereits seit Längerem auf der Agenda. Auch – so der Tenor während der jüngsten Haushaltsplanberatungen – um klar und deutlich sichtbar zu demonstrieren: „Hier gibt es nur noch eine Schule.“ Für das laufende Jahr hat der Rat zunächst Planungskosten in Höhe von 20 000 Euro bereitgestellt. Viel Geld für einen Entwurf, das aber – zumindest in Teilen – sicher notwendig ist, sagt Anja Sachsenhausen. Denn Wünsche und konkrete Vorstellungen habe man bereits zur Genüge. Doch die alleine reichen nicht, gilt es doch auch, sinnvoll zu planen und sowohl baurechtliche als auch sicherheitsrelevante Vorgaben einzuhalten. Aspekte, für die nun einmal Expertenwissen gefragt ist, betont die Schulleiterin. Aber nicht nur Fachleute sind gefragt. Zum einen, so Sachsenhausen, möchte sie gerne die Mitglieder des Fachausschusses zu einem Rundgang einladen, um vor Ort Probleme aufzuzeigen und Ideen zu sammeln. „Zum anderen haben wir eine sehr gute Schulpflegschaft“, sagt die Leiterin. Und die soll, ebenso wie die überaus aktive Schülervertretung, in die Umgestaltung miteinbezogen werden. „Das sind wirksame und gute Gremien – und die muss man nutzen“, ist Sachsenhausen überzeugt. Zuversichtlich ist sie übrigens, was den Zeitplan anbelangt: „Wir gehen das in diesem Jahr an.“

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