Verein freute sich über 110 Neuzugänge in nur einem Jahr
Heimatfreunde im Höhenflug

Drensteinfurt -

Die Drensteinfurter Heimatfreunde befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Inklusive der 110 Neuaufnahmen im vergangenen Jahr zählt der Verein nun beachtliche 630 Mitglieder.

Samstag, 01.02.2020, 11:02 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 14:19 Uhr
Das rasante Wachstum des Heimatvereins spiegelt sich auch im Vorstandsfoto wider: Um das umfangreiche Programm zu stemmen, wurde die Zahl der Beisitzer während der Jahreshauptversammlung um zehn Personen aufgestockt.
Das rasante Wachstum des Heimatvereins spiegelt sich auch im Vorstandsfoto wider: Um das umfangreiche Programm zu stemmen, wurde die Zahl der Beisitzer während der Jahreshauptversammlung um zehn Personen aufgestockt. Foto: -malt-

Rapider Mitgliederschwund, wie ihn viele andere Traditionsvereine in der Region seit Jahren zu beklagen haben? Fehlanzeige! Im Gegenteil: Der „Höhenflug“ des Heimatvereins hält ungebrochen an. Allein im vergangenen Jahr gelang es den Aktiven, 110 neue Mitglieder zu gewinnen. Mit nun insgesamt 630 Heimatfreunden wurde eine neue Rekordmarke erreicht. Dennoch stellte Vorsitzender Franz Josef Naber in der Jahreshauptversammlung am Donnerstag nicht die Mitgliederzahl, sondern vielmehr das damit verbundene Engagement in den Vordergrund. Und letzteres, so Naber, sei keineswegs selbstverständlich. Entsprechend bedankte er sich bei den zahlreichen Helfern, die das rege Vereinsleben erst möglich machten.

Bürgermeister Carsten Grawunder , selbst Mitglied im Beirat, sprach dem Verein seinen besonderen Dank aus. Vor allem über die Installation zahlreicher Nistkästen zeigte er sich erfreut, da die Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner mit natürlichen Feinden wie Meisen in Zukunft gemindert werden soll. Zudem thematisierte Grawunder die Rolle des Vereins in der Stadt. Da derzeit knapp 30 Hektar Bauland in der Entwicklung seien, werde die Bevölkerung weiter wachsen. Und damit die Neubürger in Drensteinfurt wirklich ankommen, seien Institutionen wie der Heimatverein wichtig.

70 Jahre Heimatverein

Anschließend blickte Franz-Josef Naber auf das vergangene Jahr zurück. Neben den üblichen Aktionen hatte der Heimatverein 2019 auch sein 70-jähriges Bestehen gefeiert – samt Enthüllung des Doppelstadtmodells. Ein voller Erfolg war das plattdeutsche Theaterstück, das in sechs ausverkauften Veranstaltungen über 1000 Besucher begeistert hatte. Visuell aufbereitet hatten den Jahresrückblick die Schriftführer Norbert Unkhoff und Gertrud Münstermann. Danach war es an den Sprechern der einzelnen Arbeitskreise, über ihre Projekte zu informieren und die kommenden Veranstaltungen vorzustellen. Die einzelnen Punkte im Überblick:

Neue Kinder- und Jugendgruppe

Neu gegründet worden war im vergangenen Jahr die Arbeitsgruppe „Kinder- und Jugendarbeit“. Die beiden Gruppen „Regenbogenkids“ (vier bis sechs Jahre) und „Heimatfrösche“ (sieben bis zwölf Jahre) treffen sich abwechselnd jeden Montag in der Alten Küsterei – und das beitragsfrei. Amira de Laer und ihr Organisationsteam zogen ein überaus positives Fazit der ersten Treffen.

Der Arbeitskreis „Plattdeutsche Sprache“ um Günter Neuer stellte in Aussicht, 2021 wieder mit einem Theaterstück auf der Bühne zu stehen.

Die Gruppe „Heimatgeschichte“ blickte auf die erfolgreiche Rätselrallye im Rahmen des Kultursommers zurück. Im neuen Jahr steht besonders der Drensteinfurter Kirchplatz im Fokus der Recherchen.

Der Arbeitskreis „Natur- und Landschaftsschutz“ hat sich als Ziel gesetzt, die Achtsamkeit für die Umwelt und die Natur zu schärfen. Neben dem Nistkastenbau ist deshalb auch eine Weiterbildung zum Thema „Streuobstwiesen“ geplant. Sie soll am 15. Februar stattfinden (siehe Bericht auf dieser Seite).

Der Vorstand gab zudem einen Überblick über die geplanten Highlights in diesem Jahr: Am 7. Juni wird zum dritten Mal der Tag der offenen Gärten stattfinden. Einige Gartenbesitzer haben bereits zugesagt. Der Heimatverein freut sich dennoch über weitere Teilnehmer. Das Team rund um Fritz Walter und Andrea Hoppe freut sich über jeden Bewerber.

„Westfalentag“ im August

Am 22. August wird der „Westfalentag“ des Westfälischen Heimatbundes in Drensteinfurt stattfinden. An Mitgliederversammlung, Ehrungen und Gesprächsrunden sollen sich am Nachmittag Exkursionen anschließen. Angedacht sind ein Stadtrundgang zur Geschichte der Juden, eine Besichtigung des Haus Venne sowie der Walstedder Kornbrennerei. Erwartet werden knapp 400 Besucher aus ganz Westfalen. „Denen wollen wir etwas bieten“, erklärte Franz-Josef Naber.

Am darauffolgenden Sonntag, 30. August, wird der zweite „Tag der Natur“ auf dem Hof Schulze Mengering stattfinden. Erstmals dabei sein wird die Rettungshundestaffel Warendorf-Hamm. Auch das Naturkundemuseum Münster sowie „Ollis U-Boot“, ein Unterwasserlabor für Kinder, sind mit von der Partie.

Die Aufstellung des „Drensteinfurter Hirsches“ im Kreisverkehr an der Sendenhorster Straße wird sich wohl ein wenig verzögern. Wie der Vorstand mitteilte, brauche der Förderantrag bei der Bezirksregierung noch Zeit. Im Sommer soll es dann jedoch etwas werden.

Abschließend wies der Vorstand auf den nächsten Upkammerabend zur Stewwerter Kneipengeschichte hin. Er findet am Donnerstag, 6. Februar, in der Alten Post statt.

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