OGS: Eltern beschweren sich über Lärmpegel
Raumnot erfordert Reaktion

Drensteinfurt -

Zu viel Lärm, zu wenig Raum für ruhiges Arbeiten: Mit diesen Beschwerden über die OGS an der KvG-Grundschule hatten sich Eltern an die Grünen gewandt. Im Schulausschuss nahm Lisa Heese, die Leiterin des Trägervereins Mütterzentrum Beckum, Stellung und kündigte Maßnahmen an, die Abhilfe schaffen sollen.

Freitag, 31.01.2020, 22:32 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 14:18 Uhr
Bei 124 OGS-Kindern kann es schon mal laut zugehen. So lange der Anbau auf sich warten lässt, müssen andere Maßnahmen gegen die Raumnot ergriffen werden.
Bei 124 OGS-Kindern kann es schon mal laut zugehen. So lange der Anbau auf sich warten lässt, müssen andere Maßnahmen gegen die Raumnot ergriffen werden. Foto: dpa

Die Grünen-Sprecher Heidi Pechmann und Bernhard Meyer hatten sich vor Ort selbst ein Bild gemacht und das Thema in den Ausschuss für Schule, Sport und Kultur gebracht. Dort nahm Lisa Heese , die Leiterin des Trägervereins Mütterzentrum Beckum, am Donnerstagabend Stellung.

„Die eingeschränkte Raumsituation stellt uns vor besondere Herausforderungen. Dass es turbulent zugeht, ist uns selbst bewusst. Deshalb haben wir bereits strukturelle Veränderungen angestoßen, um Entlastung zu schaffen“, erklärte Heese. Und auch Schulleiter Norbert Bolz gab zu: „Es ist sicher wuselig und laut, das ist nicht schön. Aber es wird so in Zukunft nicht mehr sein, da bin ich optimistisch.“

Die einst eigentlich für höchstens 60 Kinder ausgelegten Räumlichkeiten der Offenen Ganztagsschule (OGS) werden aktuell von 124 Schülern besucht. 28 weitere nehmen die Bis-Mittag-Betreuung (BMB) in Anspruch, für die ein eigener Raum zur Verfügung steht. Für das neue Jahr haben bereits 35 Familien Bedarf angemeldet – bei gleichzeitig 21 Abgängen. Die Zahl der zu betreuenden OGS-Kinder wird sich also noch einmal erhöhen. Ein Anbau ist längst beschlossene Sache. „Wir sind da nur leider nicht so schnell, wie wir gerne wären“, bedauerte Bürgermeister Carsten Grawunder, der auf einen Baubeginn im zweiten Quartal hofft.

Aufnahmestopp keine Lösung

Während der Übergangszeit müsse man sich behelfen, so Bolz. Einen Aufnahmestopp, wie ihn die Grünen als allerletzte Möglichkeit ins Spiel gebracht hatten, kam für die Verantwortlichen als Lösung nicht in Betracht. „Das ist für die Eltern kein gangbarer Weg“, unterstrich Heese, die die angestoßenen Veränderungen erläuterte.

Zunächst einmal: Der Personalschlüssel sei gut. 14 Mitarbeiter kümmern sich um die Kinder. Und weil sich die Finanzsituation durch Landespauschalen sowie Zuschüsse der Kommune und des Kreisjugendamtes weiter verbessert habe, seien zu Jahresbeginn zusätzliche Kräfte eingestellt worden.

Die Kinder haben einen anstrengenden Tag, sie sind zum Teil von 7 bis 17 Uhr im System Schule.

Lisa Heese, Mütterzentrum Beckum

Im neuen Büchereiraum im Erdgeschoss werde eine Anmelde-Ecke eingerichtet, wo die Schüler auch ihre Tornister abstellen könnten. Dadurch soll das Platzangebot im Obergeschoss besser und das Gewusel der vollbepackten Kinder im Treppenhaus weniger werden. Die beiden Räume oben werden umfunktioniert: einer für ruhige Tätigkeiten wie etwa Lesen, einer zum Spielen. Ab 11.30 Uhr stünden drei zusätzliche Klassenräume zur Verfügung, und auch die Turnhalle und – bei gutem Wetter – das Außengelände würden stets mitgenutzt. Es sollen Gruppenleitungen eingesetzt werden, damit die Kinder feste Ansprechpartner bekommen. Die Hausaufgaben sollen zwischen 14 und 15 Uhr erledigt werden. Gerade erst wurden ein Wasserspender aufgestellt und eine Industriespülmaschine angeschafft, was die Abläufe ebenfalls verbessern soll.

„Die Kinder haben einen anstrengenden Tag, sie sind zum Teil von 7 bis 17 Uhr im System Schule“, betonte Lisa Heese, dass es sowohl Phasen für Aktivitäten als auch für ruhiges Arbeiten geben müsse. Norbert Bolz stellte die Bedeutung der „sinnvollen und attraktiven Freizeitangebote“ heraus. Man ziehe an einem Strang, betonte der Bürgermeister abschließend.

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