Untere Denkmalbehörde konnte 2019 keine Neueintragung verzeichnen
Ein Jahr ohne Sahnehäubchen

Drensteinfurt -

Der Denkmalbestand im Stadtgebiet ist im vergangenen Jahr nicht gewachsen. Das berichtete Astrid Bremer den Mitgliedern des Kulturausschusses.

Sonntag, 02.02.2020, 23:07 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 17:25 Uhr
In die Entwicklung des Amtshofes könnte Bewegung kommen. Gespräche zwischen Eigentümer, Stadt- und Kreisverwaltung zur künftigen Nutzung laufen derzeit.
In die Entwicklung des Amtshofes könnte Bewegung kommen. Gespräche zwischen Eigentümer, Stadt- und Kreisverwaltung zur künftigen Nutzung laufen derzeit. Foto: Dietmar Jeschke

Das Sahnehäubchen seien natürlich Neueintragungen in die Denkmalliste. Das erklärte Astrid Bremer von der Unteren Denkmalbehörde den Mitgliedern des Kulturausschusses in ihrem Jahresbericht. Leider habe es 2019 keinen solchen Eintrag gegeben. Ein Antrag sei nach der Untersuchung durch den LWL abgelehnt worden. Zwei Verfahren liefen und seien noch nicht abgeschlossen.

Wenig Zuspruch habe es im vergangenen Jahr zum Förderprogramm für Bildstöcke und Wegekreuze, aufgelegt vom Kreis Warendorf, gegeben. In Drensteinfurt sei nur ein Antrag eingegangen, der in den Genuss der Förderung der Renovierungskosten kam. „Dabei haben wir viel für das Programm geworben. Vielleicht sind hier einfach schon alle Bildstöcke restauriert worden“, mutmaßte Bremer.

Für 2020 hat der Kreis neue Mittel zur Verfügung gestellt und bietet eine finanzielle Unterstützung der Instandhaltungskosten an. Es müssen drei Voraussetzungen erfüllt sein: Das Objekt muss als Baudenkmal in die Liste der Stadt eingetragen sein. Das Baudenkmal muss „am Wegesrand“ liegen, also von der Öffentlichkeit besichtigt werden können. Und der Eigentümer muss einen gewissen Anteil der Kosten selbst tragen.

Das Hof- und Fassadenprogramm, eigentlich bei Wirtschaftsförderung und Citymanagement angesiedelt, hat 2019 auch die Denkmalbehörde beschäftigt. „Es wurden elf Förderbescheide bewilligt. Davon betrafen vier Maßnahmen eingetragene Baudenkmäler“, heißt es in Bremers Bericht. Weitere Anträge würden nicht angenommen, da die finanziellen Mittel ausgeschöpft seien. Insgesamt standen 158 000 Euro zur Verfügung, die zur Verbesserung von Gebäudefassaden, zur Erneuerung von Dachflächen und historischen Einfriedungen und Stützmauern sowie zur Gestaltung von Hofflächen verwendet werden konnten. Die Mittel kamen zu 60 Prozent von Bund und Land sowie zu 40 Prozent von der Stadt.

Auch auf die Entwicklung des Amtshofes geht Astrid Bremer kurz ein. „Der Eigentümer hat sich entschlossen, im Amtshof dauerhaft wieder eine Wohnnutzung zu installieren. Hierzu gab es bereits Gespräche und Ortstermine mit der Stadt als Untere Denkmalbehörde und dem Kreis Warendorf als Bauaufsichtsbehörde. Das Vorhaben wird in 2020 weiterverfolgt. Dazu finden derzeit weitere Gespräche mit dem Eigentümer statt.“

Der nächste „Tag des offenen Denkmals“ wird am 13. September 2020 stattfinden, das Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ haben und sich dem Thema „Nachhaltigkeit“ widmen.

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