Richtlinie zur Vereinsförderung aus dem Jahr 1984 aktualisiert
Stadt gewährt höhere Zuschüsse

Drensteinfurt -

Eine Stadt wie Drensteinfurt lebt von ihren Vereinen und der Arbeit, die sie für Jung und Alt leisten. Vieles passiert dort ehrenamtlich. Umso wichtiger, dass dieses Engagement auch von städtischer Seite unterstützt wird, nicht nur mit Lob und Dank, sondern auch finanziell. Um das auch für die Zukunft zu gewährleisten, ist die Richtlinie zur Vereinsförderung nun aktualisiert worden.

Dienstag, 04.02.2020, 22:09 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 22:40 Uhr
Ob Sport, Brauchtum, Musik oder Kunst: Eingetragene Vereine erhalten auf Antrag ab sofort höhere finanzielle Zuschüsse von der Stadt.
Ob Sport, Brauchtum, Musik oder Kunst: Eingetragene Vereine erhalten auf Antrag ab sofort höhere finanzielle Zuschüsse von der Stadt. Foto: Dietmar Jeschke

Schon 1984 war diese in Kraft getreten – und hatte bis heute Bestand. „Es bedurfte an so mancher Stelle also etwa noch der Umrechnung der Beträge von D-Mark in Euro“, erklärte Bürgermeister Carsten Grawunder mit einem Schmunzeln in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Es sei wichtig, so das Stadtoberhaupt, das Ehrenamt auch auf diesem Wege zu stärken. Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe hatte im Vorfeld über die Förderbedingungen und Zuschüsse beraten und Vorschläge zur Neuregelung gemacht. Die finanziellen Auswirkungen schlagen sich bereits im aktuellen Haushalt nieder, da die Richtlinie rückwirkend zum 1. Januar 2020 beschlossen wurde – und das einstimmig, wie auch schon im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur in der vergangenen Woche.

Neu ist, das im Bereich der Kulturarbeit große Vereine mit mehr als 50 Mitgliedern einen festgelegten jährlichen Zuschuss von 500 Euro beantragen können. Für kleine Vereine mit weniger als 50 Mitgliedern stehen jährlich 250 Euro zur Verfügung. In puncto Sport wird neben der Förderung der Jugendarbeit nun auch der Bereich Seniorensport berücksichtigt. Vereine erhalten in Zukunft also nicht mehr nur Zuschüsse für junge Mitglieder (fünf Euro), sondern auch für solche, die älter als 65 Jahre sind (2,50 Euro). Pro absolviertem Sportabzeichen gewährt die Stadt einen Zuschuss von 2,50 Euro statt wie bisher von 50 Cent.

Budget für Investivmaßnahmen

Zudem gebe es, führte der Bürgermeister weiter aus, ein jährliches Budget für Investivmaßnahmen in Höhe von 100 000 Euro sowie einen Fördertopf für kulturelle Projekte, der mit 5000 Euro gefüllt ist.

Beschlossen worden ist die Richtlinie am Montagabend allerdings ohne den Punkt vier, der sich mit der Förderung der Jugenderholung, der internationalen Begegnungen und der Studienfahrten befasst. Zum einen hatten die Grünen den Vorschlag gemacht, Zuschüsse schon ab einer Fahrtdauer von fünf statt erst ab sieben Tagen zu ermöglichen. Zum anderen hatte Fachbereichsleiter Gregor Stiefel schon im Kulturausschuss in Aussicht gestellt, dass Stadtjugendpfleger Rüdiger Pieck weitere Vorschläge zur Neuregelung gemacht habe. Diese sollen zunächst besprochen, dann in die Richtlinie eingearbeitet und von der Politik beschlossen werden.

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