Ergebnisse der Gastronomiebefragung
Frisch und regional: Wunsch nach Restaurant im Zentrum

Drensteinfurt -

Mehr als 1300 Menschen haben sich Ende des vergangenen Jahres an der Umfrage „Gastronomie in Drensteinfurt“ beteiligt. Die – wenig überraschenden – Ergebnisse haben Bürgermeister Carsten Grawunder und Katharina Thomalla vom Citymanagement jetzt vorgestellt.

Freitag, 07.02.2020, 09:56 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 13:38 Uhr
Die Ergebnisse der Gastronomiebefragung haben Bürgermeister Carsten Grawunder und Katharina Thomalla vom Citymanagement vorgestellt. Als Standort für eine Lokalität ist immer noch der Bereich der alten Feuerwache an der Sendenhorster Straße im Gespräch.
Die Ergebnisse der Gastronomiebefragung haben Bürgermeister Carsten Grawunder und Katharina Thomalla vom Citymanagement vorgestellt. Als Standort für eine Lokalität ist immer noch der Bereich der alten Feuerwache an der Sendenhorster Straße im Gespräch. Foto: Nicole Evering

Imbissbuden, Pizzerien und Eisdielen, aber weder ein Bistro, noch ein Restaurant, geschweige denn ein Hotel: Dass die fehlende gastronomische Bandbreite in der Stewwerter Innenstadt den Einwohnern unter den Nägeln brennt, ist keine Neuigkeit. Und doch waren sowohl Bürgermeister Carsten Grawunder als auch Katharina Thomalla vom Citymanagement überrascht über die enorm hohe Rücklaufquote bei der Umfrage zum Thema „Gastronomie in Drensteinfurt“. Genau 1316 Menschen haben teilgenommen – etwa zehn Prozent der Wahlberechtigten in der Stadt. „Das ist schon sehr viel“, freut sich das Stadtoberhaupt.

Auch wenn das Ergebnis nicht repräsentativ ist, so lassen sich doch Erkenntnisse gewinnen: Der Bedarf ist da. Die Bürger wünschen sich Profis als Pächter. Und das Angebot müsste Strahlkraft auch über die Stadtgrenzen hinaus besitzen, damit es sich wirtschaftlich lohnt. Der Fragebogen war im Vorfeld von einem extra gegründeten Arbeitskreis erstellt worden. Dort engagieren sich mehr als 30 Menschen – Privatpersonen, aber auch Aktive aus Politik und Gewerbe. Zu zehn Bereichen konnten die Umfrageteilnehmer Stellung beziehen.

Hochwertig, frisch, regional und saisonal

Die wichtigsten Ergebnisse: Die Menschen wünschen sich eher ein Restaurant, ein Café oder Bistro als ein Hotel. „Wobei aus den freien Anmerkungen deutlich wird, dass auch dafür ein Bedarf vorhanden ist“, betont Thomalla. Die Küche sollte hochwertig, frisch, regional und saisonal sein. Das Lokal sollte im Zentrum liegen, wobei dazu nicht nur Marktplatz, sondern auch beide Seiten des Bahnhofs gezählt werden. Ein Lokal mit Außengastronomie würden die Bürger zudem bevorzugen. Es sollte insbesondere abends und an den Wochenenden geöffnet sein sowie Räumlichkeiten für Familienfeiern und Vereinsveranstaltungen vorhalten.

Viele Wünsche, aus denen nun ein konkretes Konzept abgeleitet werden muss. „Der Standort der alten Feuerwache ist ja schon damals unter Bürgermeister Berlage ins Auge gefasst worden“, erklärte Grawunder. Das Gebäude wird aktuell als Flüchtlingsunterkunft genutzt. „Aber das ist nur eine Übergangslösung.“ Die Idee, dort im Zuge der geplanten Werse-Renaturierung Wohnen und Gastronomie anzusiedeln, werde weiter verfolgt. Es gebe auch noch einen anderen geeigneten Standort, der aber noch nicht spruchreif sei.

Das ist schon sehr viel.

Bürgermeister Carsten Grawunder zur hohen Rücklaufquote

Zunächst wird die Stadt nun eine Hotelstudie in Auftrag geben, die auch die neue Fahrradsaison einbeziehen soll. Dafür stehen 15 000 Euro im Haushalt bereit. Von heute auf morgen wird sich in Sachen Gastronomie also eher nichts Großes tun.

Dafür wird „im Kleinen“ weitergedacht, sagt Katharina Thomalla. Der Arbeitskreis will sich für die Sommermonate temporäre Aktionen überlegen, die die Innenstadt kulinarisch beleben sollen. Gedacht sei an einen mobilen Kaffeewagen auf dem Wochenmarkt oder an ein Event ähnlich wie „Hamm kulinarisch“ oder die „Sendenhorster Schlemmermeile“.

Die Umfrage

An der Umfrage konnten sich Interessierte vom 3. November bis zum 1. Dezember online, schriftlich und persönlich am Info-Stand zur Marktplatz-Einweihung beteiligen. 1316 Menschen aller Altersgruppen haben mitgemacht, der Großteil (63 Prozent) ist zwischen 31 und 60 Jahren alt. 84 Prozent wohnen in Stewwert, aber auch die anderen Ortsteile sind vertreten. Sechs Prozent leben außerhalb.

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